Jehovas Zeugen – Kindesmissbrauch in Neuseeland

Zeugen Jehovas: In dieser Dokumentation kommen mehrere betroffene Frauen zu Wort, die als Kind missbraucht wurden. Sie schildern, wie es in ihrem Fall zu den Verbrechen kam und wie Jehovas Zeugen als Institution – vertreten durch die Ältesten – damit umgegangen sind. In fast allen Fällen mussten die Kinder vor den Ältesten und dem Täter die sexuellen Handlungen beschreiben und es wurde auch geprüft, ob es ihnen Spaß gemacht hat.

Stritt der Täter den Missbrauch ab, wurde nichts weiter unternommen. Gab der Täter den Missbrauch zu, wurde er zwar vielleicht ausgeschlossen, aber nach einiger Zeit wieder aufgenommen.

In keinem der Fälle wurde die Polizei eingeschaltet und die Versammlung, in der der Täter lebte, informiert, so dass Eltern gewarnt waren.

Das Zweigbüro der Zeugen Jehovas weißt jede Verantwortung zurück und tut so, als ob sie damit nichts zu tun hätten, obwohl bei allen Missbrauchsmeldungen die Rechtsabteilung informiert werden musste.

von |Februar 6th, 2019|2019|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen

Zeugen Jehovas: Oliver Wolschke ist mit den Jehovas Zeugen aufgewachsen und war überzeugt davon, dass der Untergang der Welt bevorsteht, dass vorehelicher Sex Sünde ist oder dass es richtig ist, Bluttransfusionen zu verweigern. Er war ein kleiner Junge, als seine Mutter der Religionsgemeinschaft beitrat – erst 20 Jahre später verlässt er als inzwischen junger Familienvater die häufig auch von manchen auch als Sekte bezeichnete Organisation, will sich, seine Frau und die gemeinsamen Kinder aus deren Fängen befreien.

Mit seiner Mutter musste er brechen, sie blieb den Zeugen Jehovas treu. In seinem Buch „Jehovas Gefängnis“ schildert der heute 33-Jährige, wie der einst vorbildliche Zeuge Jehovas langsam an den Lehren zu zweifeln begann und schließlich zum Abtrünnigen wurde. Alte Freunde und Familienmitglieder wandten sich umgehend ab, der Start in ein „normales“ Leben war radikal.

von |Januar 18th, 2019|2019|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Razzia wegen Kindesmissbrauch

Zeugen Jehovas: Kindesmissbrauch in den 6 Uhr Nachrichten – Polizei und Vertreter der Justiz durchsuchten das Zweigbüro, zwei Königreichssäle und vier Wohnungen der Zeugen Jehovas in den Niederlanden. Es werden derzeit 9 Fällen von Missbrauch untersucht, in den Zeugen Jehovas verwickelt sind. Es ist kein einziger Fall bekannt, in dem die Justiz zu einem vergleichbaren Vorgehen in einer religiösen Gemeinde oder Kirche gezwungen war. Der Niederländische Justizminister unterstützt das Vorgehen ausdrücklich. Wie reagieren Jehovas Zeugen darauf? Wie immer mit den gleichen leeren Worthülsen.

von |Dezember 17th, 2018|2018|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Sexueller Missbrauch von Kindern

Zeugen Jehovas: Opfer sexuellen Missbrauchs innerhalb der Religionsgemeinschaft haben sich an die Report-Mainz-Redaktion gewandt. Sie berichten darüber, dass sie als Kinder missbraucht wurden und dass die Gemeinschaft dies zu vertuschen versucht hat. Wer redet, bekommt Druck und wird aus der Gemeinde ausgeschlossen, so das Fazit.

von |November 30th, 2018|2018|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Geschworene verklagen die Wachtturm-Organisation aufgrund von Kindesmissbrauch zu 35 Millionen US-Dollar

HELENA, Mont. – Die Zeugen Jehovas müssen 35 Millionen US-Dollar an eine Frau zahlen, die sagt, die nationale Organisation der Kirche habe Montana-Älteste angewiesen, ihren sexuellen Missbrauch als Kind nicht durch ein Gemeindemitglied zu melden –  so entschied die Jury in ihrem Urteil.

Ein Richter muss die Strafe überprüfen, und die nationale Organisation der Zeugen Jehovas – Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft von New York – plant, Berufung einzulegen.

Dennoch sagten die Anwälte der 21-jährigen Frau, dass das Urteil vom Mittwoch eine Botschaft an die Kirche sendet, um [in Zukunft] den Missbrauch von Kindern an externe Behörden zu melden.

„Hoffentlich ist diese Botschaft laut genug, dass die Organisation ihre Vorgehensweise so ändern wird, dass sie die Sicherheit von Kindern priorisieren, damit andere Kinder in Zukunft nicht missbraucht werden“, sagte Anwalt Neil Smith am Donnerstag.

Das Büro für öffentliche Information im Welthauptquartier der Zeugen Jehovas reagierte auf das Urteil mit einer nicht unterschriebenen Erklärung.

„Jehovas Zeugen verabscheuen Kindesmissbrauch und bemühen sich, Kinder vor solchen Handlungen zu schützen. Der Wachtturm verfolgt eine Revision der Berufungsliste“, hieß es.

Der Fall Montana ist einer von Dutzenden, die in den letzten zehn Jahren landesweit eingereicht wurden, weil Zeugen Jehovas den sexuellen Missbrauch von Kindern vertuschten.

Der Fall, der die Entscheidung vom Mittwoch angestoßen hatte, betraf zwei Frauen, jetzt 32 und 21 Jahre alt, die behaupten, ein Familienmitglied habe sie und ein drittes Familienmitglied in Thompson Falls in den 1990er und 2000er Jahren sexuell missbraucht.

Die Frauen sagen, dass sie den Kirchenältesten den Missbrauch gemeldet haben, der die Angelegenheit intern nach Rücksprache mit der nationalen Organisation behandelt hat.

Die Ältesten vertrieben den Täter 2004 aus der Versammlung und setzten ihn dann im nächsten Jahr wieder ein, heißt es in der Klage, und der Missbrauch des Mädchens, das jetzt 21 Jahre alt ist, ging weiter.

In der Klage wurde behauptet, dass die örtlichen und nationalen Organisationen der Zeugen Jehovas fahrlässig gehandelt und gegen ein Gesetz von Montana verstoßen hätten, wonach sie Missbrauch an externe Behörden melden müssten.

„Ihr nationales Hauptquartier, Wachtturm genannt, kontrolliert, wann und ob jemand in ihrer Organisation Kindesmissbrauch meldet“, sagte Smith. „Der Wachtturm wies alle Beteiligten an, dass sie die Angelegenheit nicht den Behörden melden sollten.“

Anwälte der Zeugen Jehovas sagten vor Gericht, dass das Montana-Gesetz die Ältesten davon abhalte, „interne kirchliche Verfahren über die schwere Sünde eines Versammlungsmitglieds“ zu melden.

Die Kirche behauptete auch, dass die nationale Organisation nicht für die Handlungen von Ältesten verantwortlich und dass zu viel Zeit für die Frauen vergangen sei, um zu klagen.

Die Jury sprach der 21-jährigen Frau 4 Millionen Dollar für ihre Verletzungen, 30 Millionen Dollar Strafschadensersatz gegen die Wachtturm-Gesellschaft und 1 Million Dollar Strafschadensersatz gegen die Christliche Versammlung der Zeugen Jehovas zu.

Der Geldbetrag muss vom Prozessrichter überprüft sein und könnte reduziert werden. Ein Montana-Gesetz begrenzt Strafschadenersatz auf 3 Prozent des Nettovermögens eines Unternehmens oder 10 Millionen Dollar, je nachdem, welcher Betrag niedriger ist. Eine rechtliche Anfechtung dieses Gesetzes ist vor dem Obersten Gerichtshof von Montana anhängig.

Die Jury wies Behauptungen zurück, dass die Kirche den Missbrauch der zweiten Frau durch das gleiche Gemeindemitglied hätte melden müssen. Die Juroren kamen zu dem Schluss, dass die Kirchenältesten 1998 nicht von der Misshandlung durch die 32-jährige Frau informiert worden und daher nicht verpflichtet waren, dies den Behörden zu melden.

Quelle: NBCNEWS

 

Update 01.10.2018: Vertrauliche Dokumente veröffentlicht

Neil Smith, Rechtsanwalt der Kanzlei Nix Patterson LLP, hat am 30. Oktober 2018 der Öffentlichkeit einige Dokumente im Fall Montana/Wachtturm-Gesellschaft auf Twitter zur Verfügung gestellt.

Bei den Dokumenten handelte es sich unter anderem, um einen Brief (19. März 2004) des Missbrauchsopfers an das Rechtskomitee ihrer Versammlung in Thompson Falls, der detailliert die sexuellen Übergriffe des Stiefvaters beschreibt. Sie schildert, dass die Übergriffe einige Wochen nach der Heirat ihrer Mutter mit ihrem Stiefvater begonnen hatten. Sie war zu dieser Zeit 11 Jahre alt. Ihr Bruder, der ebenfalls Opfer von sexuellen Übergriffen wurde, war 8 Jahre alt. Es handelte sich um massiven Missbrauch, der sich über einen Zeitraum von 3 bis 4 Jahren erstreckte.

Die Frau beschreibt, dass sie versucht hat Hilfe bei ihrer Mutter zu suchen, die jedoch ihrer Tochter keinen Glauben schenkte und ihren Mann zu verteidigen versuchte. Das besonders traurige an diesem Brief ist der letzte Satz: „Ich möchte den Hirten Jehovas dafür danken, dass sie sich um seine Herde und um diese Situation gekümmert haben.“

von |September 27th, 2018|2018|1 Comment

Jehovas Zeugen – Der Wachtturm-Opfer-Gedenktag

Weltweite Untersuchungen, wie die der Australian Royal Commission (ARC) zeigen, dass der interne Umgang mit Kindesmissbrauch mehr als schockierend ist. Die ARC kam zu dem Ergebnis, dass von über 1800 Kindern, welche von 1006 mutmaßlichen Tätern missbraucht wurden, nur bei 579 Tätern eine interne Ermittlung stattfand. Kein einziger dieser Fälle wurde seitens der Organisation der Zeugen Jehovas den Behörden übergeben.

Warum der 26. Juli?

Die religiöse Bewegung wurde durch eine Person vereinnahmt, welche alle Grundlagen und Menschlichkeit des Vorgängers beseitigte. Diese Bewegung, welche einstmals als Bibelforscher bekannt war, wurde am 26.07.1931 umbenannt, und ist nun als „Zeugen Jehovas“ bekannt.

Wem wird gedacht?

Der Wachturm-Opfer-Gedenktag soll an alle Opfer einer toxischen und gelegentlich tödlichen Praxis erinnern und auf das Leid Einzelner aufmerksam machen, deren Leid oft unbemerkt bleibt.

Über 8 Millionen Menschen weltweit denken, dass sie durch die vollkommene Isolation aller Personen, welche ihre Weltsicht nicht mehr teilen, diesen helfen zu ihrer Gemeinde zurückzukehren und dadurch eine Möglichkeit auf Erlösung erhalten. Unabhängig ob es die eigenen Eltern, Kinder, Enkel oder einfach nur Freunde betrifft, gilt diese Praxis. Lehnt man diese Regel ab, so ist man ebenso von der Ächtung bedroht. Keiner dieser Menschen hat eine Möglichkeit, die Gemeinde in Würde zu verlassen und eine Entscheidung, welche oft in jungen Jahren getroffen wurde, zu revidieren.

Gelebte Praxis bei Zeugen Jehovas: Die Mutter von Sonja verweigert das Gespräch mit ihrer ausgeschlossenen Tochter. – Kongressvideo 2016

Gelebte Praxis bei Zeugen Jehovas: Die Mutter von Sonja verweigert das Gespräch mit ihrer ausgeschlossenen Tochter.
– Kongressvideo 2016

Religiöse Neuorientierung, Homosexualität, Rauchen, Sex vor der Ehe, das Akzeptieren einer lebensrettenden Bluttransfusion und vieles mehr, führen eine Ächtung herbei. Dies führt zu zerbrochenen Familien, Suiziden, Depressionen, dem Verlust der eigenen Biografie und zu vielem mehr.

Opfer dieser Praxis bzw. deren Angehörige, legen an diesem Tag Blumen und andere Dinge in stillen Gedenken an den Gemeindegebäuden nieder, verteilen Flyer wie diesen und machen in sozialen Medien aufmerksam, um an den Schmerz zu erinnern, den diese Praxis hervorruft. Auch erinnern sie damit an Menschen, welche aus Verzweiflung Suizid begangen haben, durch ein Blutverbot ihr Leben einbüßten und erinnern sich auch an Menschen, welche einst Teil ihres Lebens waren, welche jedoch gezwungen sind, jeden Kontakt zu ihnen abzubrechen.

Éloïse Dupuis, 26, starb am 12. Oktober 2016 nach der Geburt ihres Sohnes. Sie lehnte eine Bluttranfusion aus Glaubensgründen ab. © Cassandra Zélézen/Facebook

Éloïse Dupuis, 26, starb am 12. Oktober 2016 nach der Geburt ihres Sohnes. Sie lehnte eine Bluttranfusion aus Glaubensgründen ab. © Cassandra Zélézen/Facebook

Auch wird den Opfern von Kindesmissbrauch gedacht. Diese Opfer mussten und müssen in der Regel vor einer internen Gerichtsbarkeit aussagen. Dabei sitzen diese in einer geheimen Verhandlung drei Männern gegenüber. Diese drei Männer haben keinerlei psychologische Schulung. Gibt es keine zwei Zeugen – was bei Missbrauch grundsätzlich unsinnig ist – so wird diese Tat intern nicht verfolgt.

© Kwennie Cheng

© Kwennie Cheng

Flyer Wachtturm-Opfer-Gedenktag

Am 26. Juli 2018 ist Wachtturm-Opfer-Gedenktag. Personen, die Opfer der Wachtturm-Doktrin wurden sowie deren Angehörige legen an diesem Tag Blumen und andere Dinge in stillen Gedenken an den Gemeindegebäuden nieder, verteilen Flyer wie diesen und machen in sozialen Medien auf die zerstörerischen Praktiken der Organisation aufmerksam. Jeder kann und sollte sich daran beteiligen!

 

Quelle: oliverwolschke.de | Sebastian

Jehovas Zeugen – Wenn Kindesmissbrauch vertuscht wird

Zeugen Jehovas sind weltweit angeklagt, dass sie Tausende von pädophile Straftätern durch die interne „Zwei-Zeugen-Regelung“ schützen. Dem einzelnen Zeugen Jehovas wird immer wieder versichert, dass die Organisation die Kinder schütze, und dies alles nur die „Angriffe Satans“ seien durch seine Helfer, den sogenannten „Abtrünnigen“. Entspricht dies der gesamten Wahrheit? Sehen Sie selbst, wie falsch die Aussagen der leitenden Körperschaft sind, verbunden mit der wirklichen Realität und den aufgedeckten Missetaten.

Jehovas Zeugen: Kindesmissbrauch – Stille Zeugen

Der Philadelphia Inquirer ist eine der großen Tageszeitungen für den Bundesstaat Pennsylvania, mit einer Auflage von fast 1 Million Exemplaren. In der Ausgabe vom 29. April 2018, erschien mit der Titelseite, eine vierseitige Berichterstattung über den mit Jehovas Zeugen verbundenen Kindesmissbrauch:

Silent Witnesses (Stille Zeugen)

Eine Sekunde war alles was es brauchte. Eine Sekunde, mehr brauchte er nicht.

Das kleine Mädchen war 4 Jahre alt, pausbackig mit Sommersprossen und trug ihr schönstes Kleid. Zappelnd saß sie neben ihrem Vater im Königreichssaal der Jehovas Zeugen, in Red Lion, York County – ein sicherer, vertrauenswürdiger Ort für Familien, die fast ihre gesamte Freizeit mit predigen und beten verbrachten. Momentan war Martin Haugh damit beschäftigt, die Aufgaben an seine Brüder zu verteilen, damit diese in den Haus-zu-Haus-Dienst gehen könnten. Als er sich nach seiner Tochter umsah, war diese verschwunden. In Martin kam Panik auf, der Albtraum aller Eltern.

Er durchsuchte das einstöckige Backsteingebäude, rief laut den Namen seiner Tochter. Die aufkommende Angst, lähmte seine Atmung. Sie war nicht in den Toiletten und auch nicht in der Lobby. Er durchsuchte die Garderobe, wo er sie fand. Aber, sie war nicht alleine. Martins Tochter saß auf dem Schoss eines Teenagers, der sie von der Gruppe weggelockt hatte und sie missbrauchte. «Er wollte mir eine besondere Umarmung geben», erzählte das kleine Mädchen ihrem Vater.

Die englische Sprache kann den Horror der Gefühlswelt einer solchen Entdeckung nicht angemessen ausdrücken, den Eltern empfinden, wenn sie entdecken, dass ihre unschuldige, kleine Tochter missbraucht wurde. Als Martin und seine Frau Jennifer den Ältesten der Versammlung über den Missbrauch berichteten, wurden sie mit gedämpfter Besorgnis empfangen. Und dann kamen die Drohungen.

«Uns wurde mehr als nur einmal gesagt, wenn wir anderen Eltern von dem Vorfall berichten, müssten wir mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen.», sagte Hugh, 41 Jahre alt, in einem kürzlich durchgeführten Interview. Wir hörten nie «Wendet euch an die Polizei» oder «Ihr solltet über eine Therapie für euer kleines Mädchen nachdenken», ergänzt seine Frau. «Auf einmal sprach keiner unserer Brüder mehr mit uns.».

Familie Haugh waren tief in das Geflecht der Zeugen Jehovas verstrickt. Martin war Zeuge in 5. Generation – aber dieses, war es das erste Mal, dass er mit der Mauer des Schweigens in Berührung kam, die die Führer seiner Religionsorganisation aufgebaut haben, um Beschuldigungen über sexuellen Missbrauch und möglichen gesetzlich juristischen Sanktionen zu entgehen.

Interne Dokumente zeigen, die seit Jahrzehnten aufgebaute Geheimhaltungspolitik, durch die Führung der Wachtturm Bibel und Traktat Gesellschaft von New York. «Die Notwendigkeit für Älteste solche Angelegenheiten streng vertraulich zu behandeln, wurde wiederholt betont» ist in einem Memo aus 1989 zu lesen, in dem Älteste instruiert wurden, jede Zusammenarbeit mit der Polizei strikt abzulehnen, wenn diese mit einem Durchsuchungsbefehl im Königreichssaal auftauchen würde.

Ein anderes Memo, von 1997, fokussierte sich speziell auf Kindesmissbrauch. Älteste, das Äquivalent eines Pfarrers, wurden aufgefordert, die Ältestenschaft der neuen Gemeinde über die Vorwürfe zu unterrichten, falls ein Pädophiler von einer in eine andere Gemeinde wechselt. Die Gemeindemitglieder außerhalb der Ältestenschaft, sollten allerdings nicht über die Vorwürfe unterrichtet werden.

Dank einer immer grösser werdenden Anzahl von Klagen vor Gericht, Untersuchungen durch die Strafverfolgungsbehörden und Whistle-Blowern, kamen diese Monster mehr ins Scheinwerferlicht. Ein U.S. Gerichtshof aus Kalifornien, verurteilte die Organisation der Zeugen Jehovas zu einer Geldstrafe von mehr als 2 Millionen U.S. $, weil diese sich weigerten, eine Liste mit Namen von bekannten Pädophilen, den Behörden zu übergeben. In Kanada wird aktuell eine 66 Millionen $ grosse Sammelklage angestrebt und die Royal Commission of Australia, konnte mehr als 1’000 Täter in den Reihen der Mitglieder, der Zeugen Jehovas in Australien, identifizieren.

Immer wieder verweigern die Offiziellen der WTG Interviews zum Thema und entschlossen sich, eine Erklärung mit folgendem Wortlaut abzugeben: «Jehovas Zeugen verabscheuen Kindesmissbrauch, ein Verbrechen, dass leider in allen Gesellschaftsschichten vorkommt. Die Sicherheit unserer Kinder, steht für uns an erster Stelle.». Die Missbrauchsanschuldigungen sind nur ein kleines Stück eines komplizierten Großen-und-Ganzen, dessen Ursprung in den internen Prozessen der Organisation liegt, die aus bescheidenen Anfängen in Pittsburgh, zu einer weltweit agierenden Organisation, mit 8 Millionen Mitgliedern heranwuchs. Allein in Philadelphia gibt es dutzende von Versammlungen und in New York haben sie ein milliardenschweres Immobilien-Imperium aufgebaut und an ein Unternehmen verkauft, das früher von Präsident Trumps Schwiegersohn, Jared Kushner, geführt wurde.

Ich sprach mit 14 ehemaligen Zeugen, im Alter von 19 bis 77 Jahren, über ihre Erfahrungen und was sie veranlasste diese Organisation zu verlassen. Einen Prozess, den sie als «Aufwachen» bezeichnen. Einige sind überlebende sexuellen Missbrauchs, andere können aus erster Hand berichten, wie hohe Funktionäre Beweise für Verbrechen vernichteten. Einige zerbrachen unter der Last, dass ehemalige Freunde und Familienmitglieder jeden Kontakt mit ihnen ablehnen – ein dogmatischer Lehrpunkt in der Glaubensausübung der Zeugen Jehovas. Mit einem solchen Verhalten würde sich ein Zeuge Jehovas retten, wenn Harmageddon kommt.

Der Preis den Zeugen Jehovas bezahlen, wenn sie über diese Dinge sprechen, ist sehr hoch. Zeugen werden intensiv dazu angehalten, jeglichen Kontakt, zu jeder Person abzubrechen, die sich nicht an die Regeln und Vorschriften hält, die von der «Leitenden Körperschaft» gelehrt werden. Eine emotionale Strafe, die als Ausschluss bezeichnet wird. Die Familie Haugh kennt diese Strafe sehr gut. Jennifer sagte: «Meine Schwiegereltern haben eine Totenfeier abgehalten» (? wtl. “held a wake”), als sie die Religion 2016 verliessen. «So, als ob wir tot wären».

Versprechen und Tücke

In einer unsicheren Welt, sehnen sich die Menschen nach Sicherheit. Wie heute, war das auch schon in den 1870’er Jahren, als ein charismatischer junger Mann von Allegheny County, Charles Taze Russel, die Bibel zu studieren begann und Mitglied einer Gruppe wurde, die sich Bibelforscher nannte.

Die USA hatten gerade den Bürgerkrieg hinter sich gelassen und grosse Teile des Landes wurden Mithilfe der ersten motorisierten Maschinen, der zweiten industriellen Revolution, wieder aufgebaut. Russel, der Inhaber mehrerer Bekleidungsläden war und kurzzeitig in Philadelphia lebte, bevorzugte die Lehren der Christen des ersten Jahrhunderts nach Christus, und glaubte daran, dass die Menschheit gerade in «die letzten Tage» eingetreten war. Er errechnete das Jahr 1914, als den Startzeitpunkt, für dieses Ende.

Gläubige und deren Familien jedoch, wären vor diesem Ende sicher und würden gerettet. Durch diese erleichternde Botschaft, gelang es ihnen, viele Konvertiten zu gewinnen. Darunter, 1890, auch die Eltern des früheren U.S. Präsidenten Eisenhower. (Eisenhower wurde Presbyterianer, nachdem er zum Präsident gewählt wurde). Als Russel 1916 starb, zersplitterte die Gruppe in verschiedene Teile. Aber einige blieben beim designierten Nachfolger, Joseph F. Rutherford und nahmen 1931 den Namen «Zeugen Jehovas» an. Rutherford erklärte erneut, dass das Ende sehr nahe wäre. Eine geschickte Taktik, die der Führung noch mehr Macht über die gab, die sich die Botschaft zu Herzen nahmen.

Mit der Angst der Menschen zu arbeiten, ist ein machtvolles Werkzeug in der Hand religiöser Führer. Rutherford führte neue Gebote ein. Den Zeugen wurde verboten, an Geburtstagen, Weihnachten und anderen religiös angehauchten Feiertagsanlässen teilzunehmen. Es war ihnen nicht erlaubt den Militärdienst zu absolvieren und sie durften von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch mehr machen. Das Transfundieren von Blut, auch in absolut medizinischen Notfällen, wurde untersagt.

Aber diese neuen Regeln, wurden im Missionierungswerk der freundlichen, gut gekleideten, von Haus-zu-Haus an Türen klopfenden Menschen, natürlich nicht in den Vordergrund gestellt. Babara Anderson war ein Teenager aus Long Island, als sie 1954 mit Zeugen Jehovas die Bibel zu studieren begann. «Ich war ein neugieriges Kind und wollte Antworten auf die Frage: warum sind wir hier?» sagte Barbara, heute 77 Jahre alt, aus Tennessee. «Sie beantworteten alle meine Fragen».

Diese innere Ruhe – glauben, zu wissen, da draussen gibt es einen Plan für mich im grossen und unvorhersehbaren Universum – hilft vielen Zeugen beim Durchhalten, mit diesem herausfordernden Lebensstil. Kindern ist es nicht erlaubt, Mitglied in einem Sportverein zu werden oder mit anderen Kindern, ausserhalb der Zeugen Jehovas, zu spielen. Von Erwachsenen wird erwartet, jeden Monat mindestens 10 Stunden im Dienst von Haus-zu-Haus zu verbringen. Von einer weiterführenden oder gar universitären Ausbildung, wird ausdrücklich abgeraten. Besonders im Fall von Frauen.

Dennoch kommen aus den Reihen der Zeugen zahlreiche Promis. So waren viele Menschen aus Minnesota überrascht, als der Popstar Prince an ihre Türen klopfte, nachdem er im Jahr 2000 «bekehrt» wurde. Tennis Superstars Venus und Serena Williams, der Schauspieler Donald Glover und die Musikerin Patti Smith wuchsen in den Reihen der Zeugen auf. Michael Jackson verlies in den späten 80’ern die Zeugen, nachdem sich einige in den Führungsetagen der Zeugen Jehovas, über die leichenfressenden Untoten des Videos zu dem Song «Thriller», echauffierten.

Alleine in Pennsylvania gibt es mehr als 120’000 Zeugen und mindestens 7’775 praktizieren ihren Glauben in Philadelphia, gemäss einer Pew Studie aus dem Jahr 2014. Viele der Königreichssäle findet man im Norden und Westen von Philadelphia, die hauptsächlich von schwarzen Mitgliedern besucht werden. Über die gesamte USA hinweg, teilen sich die Mitglieder folgendermassen auf: 36% weisse, 27% schwarze und 32% latinostämmige.

In den Medien werden sie häufig als etwas verschroben dargestellt, als Menschen aus einem anderen Jahrhundert. Mehr als ein dutzend Geschichten wurden gedruckt, über die Menschen, die Sportstadien mit der Hand schrubben – das Temple University’s Liacouras Center eingeschlossen – bevor sie es für ihre Anbetungszwecke gebrauchen. «Insgesamt sind es nette und aufrichtige Menschen», berichtet Barbara Anderson über ihre ehemaligen Glaubensbrüder und -schwestern.

Aber sie hatte auch einen seltenen und vor allem tiefen Einblick in die Vorgehensweise, der von ihnen genannten «Leitenden Körperschaft» – eine Gruppe von 8 Männern die von sich behaupten, direkt von Gott instruiert und sein irdisches Sprachorgan zu sein. Barbara Andersons Mann war ein angesehener Funktionär und Ältester, in der weltweiten Zentralverwaltung in Brooklyn.

Barbara selbst war die einzige Frau, in der von Männern dominierten Hierarchie, und arbeitete im Schreibkomitee, für das von den Zeugen herausgegebene Magazin, «Erwachet!».

Im Jahr 1991 enthielt die Veröffentlichung einen interessanten Artikel über das Überleben sexuellen Missbrauchs, der viele ehemals missbrauchte Mitglieder veranlasste, sich schriftlich an die Zentralverwaltung zu wenden. Sie erklärten von Ältesten, anderen Mitgliedern, Familie oder Freunden missbraucht worden zu sein. «Es war schrecklich», sagte Barbara, die persönliche viele der Opfer anrief.

Im Anschluss fand sie heraus, die «Leitende Körperschaft» hatte bereits Protokolle eingeführt, wie mit Fällen von sexuellem Missbrauch zu verfahren sei. Die Ältesten wurden angewiesen, sich in einem solchen Fall an das Rechtskomitee der Zentralverwaltung zu wenden und die Informationen, in einem speziell dafür vorgesehenen blauen Briefumschlag, nach Brooklyn zu senden. Von den Opfern wurde verlangt, die Anschuldigungen in Anwesenheit des Täters vorzubringen und durch mindestens 2 Zeugen bestätigen zu lassen. Disziplinarische Massnahmen wurden ausschliesslich intern vorgenommen.

«Durch ihre Vorgehensweisen, haben sie, ohne es zu wollen, einen Schutz für pädophile Täter aufgebaut», berichtete Barbara Anderson.

John Reeder sah, wie sich diese Vorschriften auswirkten. Als ein Ältester in der Versammlung von Bradley Beach in Jersey Shore, nahm um das Jahr 2’000 an einer Besprechung teil, bei der es darum ging, dass ein Gemeindemitglied die Brüste der 12-jährigen Tochter, einer seiner Freunde, gestreichelt hatte.

«Wir beauftragten den Täter, ‘Du musst das mit dem Vater des Mädchens klären’», erzählt Herr Reeder, 59 Jahre, anlässlich eines kürzlich durchgeführten Interviews. «Wir befolgten die Regeln und Vorschriften der Rechtsabteilung. Ich glaube nicht, dass wir jemals mit dem Vater des Mädchens gesprochen haben».

Doch es kam zu Problemen: Alle Kleriker in New Jersey sind gesetzlich verpflichtet, Fälle von Kindesmissbrauch zu melden. Herr Reeder erzählt, wie die Rechtsabteilung ihm erklärte, wie er anonym die Behörden informieren sollte. «Sie rieten uns, jemand in eine fremde Stadt zu senden und den Anruf von einer öffentlichen Telefonzelle aus zu machen. Das betrachteten sie als die Erfüllung der rechtlichen Vorschriften. Ich sagte: «Das ist doch lächerlich! Sollen wir auch noch einen Trenchcoat tragen?».

In 2004 kam für Herrn Reeder der Punkt, an dem er es nicht mehr weiter ertragen konnte. Andere Älteste seiner Versammlung wollten die Tochter von Herrn Reeder aus der Gemeinde ausschliessen, weil diese sich nicht an die Regeln gehalten habe. Man versuchte sogar ihn dazu zu zwingen, jeden Kontakt mit seiner eigenen Tochter abzubrechen. Diese Erfahrung, so berichtet er, hat seine Tochter traumatisiert.

Zwischenzeitlich beschloss Barbara Anderson an die Öffentlichkeit zu gehen und trat sogar in der NBC Sendung ‘Dateline’ auf und berichtete über die Zusammenhänge rund um den Kindesmissbrauch. Sie und ihr Ehemann wurden aus der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas verbannt. «Ich hatte wirklich genug», so Barbara. «Ich dachte: ‘Was für Leute sind das? Wie könnt ihr Gottes Organisation sein?’».

Der Schaden ist angerichtet

Als das Licht des iPads anging, erschien Sarah Brooks im FaceTime Fenster. Es war ein regnerischer Februar und die 30-järige sass in ihrer Einfahrt in York und versuchte sich selbst die Misshandlungen während ihrer Jugend zu erklären. Alles begann im Jahr 2004, als sie 14 Jahre alt war. 2 Zeugen, die ihr sehr nahe standen – Joshua Caldwell, ein Familien Freund und Jnnifer McVey, ihre 10 Jahre ältere Stiefschwester, begannen Sarah mit Wein und Bier abzufüllen. Ein Jahr später gingen sie weiter.

Sarah arbeitete zusammen mit Caldwell und räumte Häuser auf, um sie winterfest zu machen. McVey war als eine Art Aufpasserin dabei. «Während der Arbeit, in diesen verlassenen Häusern, begann er schliesslich mich zu missbrauchen», berichtet Sarah.

Über 2 Jahre missbrauchten die beiden 20-jährigen, Sarah. «Ich verstand nicht was da passierte». Schliesslich hatte sie den Mut, alles ihrem Vater zu erzählen. «Er rief die Ältesten unserer Versammlung, die aber mit einem der Täter verwandt waren. Sie kamen zu uns und befragten mich. Anschliessend wurde ich auf mein Zimmer geschickt». Von da an wurde die Sache für sie schlimmer. Die Ältesten ihrer Versammlung hielten eine öffentliche Ansprache im Königreichssal, vor der gesamten Gemeinde, dass Sarah eine Zurechtweisung nötig gehabt hätte, aber Reue gezeigt hätte.

«Das bedeutet, dass ich etwas verkehrt gemacht habe, aber meinen Fehler bereuen würde», so Sarah. «Ausserdem bedeutet es, dass ich schlechter Umgang bin und die Brüder mich meiden würden». Sarah wurde für die anderen Menschen in ihrer Gemeinde wie ein wandelnder Geist. Sogar von ihren besten Freunden wurde sie ignoriert. «Ich hatte überhaupt kein soziales Leben mehr. Niemand war auf meiner Seite». Sie versuchte mit der Situation zurecht zu kommen, indem sie sich mit 3 Jobs beschäftigte. Aber auch damit ging der Schmerz nicht weg. Ihre Angst führte schliesslich zu einer Essstörung.

Irgendwann entschloss sie sich und informierte die Polizei über den Missbrauch. Dort sagte man ihr allerdings, nichts für sie tun zu können. Weitere 8 Jahre später wandte sie sich an eine andere Behörde und fand endlich Gehör. Ihre beiden Peiniger wurden 2013 festgenommen und wegen Missbrauch schutzbedürftiger verurteilt.

«Das war das beste Gefühl der Welt», erzählt Sarah, während ihr die Tränen übers Gesicht laufen. «Das machte die 2 Jahre der Hölle auf Erden wieder wett». Bis heute leidet sie dennoch unter dieser Erfahrung. Jeder rote Ford Pickup erinnert sie an den Missbrauch. Bestimmte Gesten, lösen Erinnerungen aus. «Ich muss dann immer daran denken, was er mit meinen Beinen gemacht hat»

Ihre Eltern waren entsetzt über ihre Entscheidung, sich an die Öffentlichkeit zu wenden und distanzierten sich ebenfalls von ihr. Aber sie fand Trost bei einer anderen ehemaligen Zeugin. Wie Martin und Jennifer Haugh, zog auch sie Stärke daraus, zu erfahren, dass es anderen ähnlich ergangen war, wie ihr. Dass auch andere, diesen schrecklichen Missbrauch ertragen und überstanden hatten.

Viele Opfer verbinden sich über Social Media’s. Mehr als 20’000 Mitglieder hat ein Reddit-Forum, welches sich ausschliesslich an Ex-Zeugen wendet. Auch auf YouTube findet man viele Videos ehemaliger Zeugen und die absurden Erfahrungen, die diese durchleben mussten. Die Tochter der Haughs ist mittlerweile 16 Jahre alt. Die beiden Eltern hoffen, dass sie ihren Weg gefunden hat, mit dieser Erfahrung zurecht zu kommen. Der Täter wurde mittlerweile rechtskräftig verurteilt.

Für die Haughs waren Erfahrungen dieser Art einfach undenkbar, als sie noch aktive Mitglieder waren. Martin erinnert sich daran, wie einige Älteste ihm sagten, er könnte die Polizei durchaus kontaktieren, aber warnten ihn allerdings: «Das würde Schande und Schmach auf den Namen Jehovas bringen». Von Seiten der Gemeinde erhielt der Täter eine disziplinarische Massnahme: für 8 Monate, war es ihm nicht erlaubt, am Haus-zu-Haus-Dienst teilnehmen zu dürfen. Wahrscheinlich sind die Haughs nicht die einzigen Mitglieder der örtlichen Gemeinde, die sich mit dem Missbrauch von Kindern beschäftigen müssen. «Wir wissen von mindestens 8 weiteren Kinderschändern, vor Ort», sagte Jennifer Haugh.

Einige Frauen berichten, durch ihren Ehemann vergewaltigt worden zu sein. «Dir wird beigebracht, als Frau hast Du keine Macht und niemand tritt für Deine Rechte ein». Die Tatsache, dass diese Probleme so häufig vorkommen und in aller Munde sind, wirft die Frage auf: Warum sprechen nicht mehr Menschen darüber? Die Antwort könnte darin liegen, was für die Betroffenen auf dem Spiel steht! Zeugen haben nur wenig Kontakt mit Menschen ausserhalb ihrer Religionsgemeinschaft. Und das Risiko auf sich zu nehmen, aus dieser Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden, ist für viele nicht tragbar. (Im Februar beging eine Frau Selbstmord, nachdem sie ihren Mann und ihre beiden Söhne tötete. Sie waren Ex-Zeugen Jehovas und der Ausschluss wurde als ein mögliches Motiv herangezogen).

«Ich habe das Gefühl, viele Jahre in Folie eingewickelt gelebt zu haben. Dir ist nicht erlaubt über deine Probleme zu sprechen», berichtet Martin Haugh. Die Zeugen erwarten, die einzigen Menschen zu sein, die gerettet werden, wenn Gott das Ende über die Erde bringt. Die Möglichkeit kein Teil der Organisation mehr zu sein und deshalb in Harmageddon zu sterben, ist für sie ein triftiger Grund, jegliche Rebellion gegen die Vorschriften zu vermeiden. Sogar in einer Situation, bei der es um Leben und Tod geht, wie im Falle von Terri Seels-Davila.

Die 39-jährige, in Philadelphia geborene, war sogar einmal für die Zeugen auf Missionsreise in Nicaragua. Terri ging in Philadelphia ins Krankenhaus, um dort ihr Kind auf die Welt zu bringen. Nach einigen Stunden sank ihr Blutdruck soweit, dass sie als Notfall eingestuft wurde. Die Ärzte fanden schwere innere Blutungen. Wiederholt bat sie ihre Familie, doch einer Bluttransfusion zuzustimmen. Laut den Akten des Gerichts, waren ihre Eltern und ihr Ehemann, ebenfalls Zeugen Jehovas und verweigerten jede lebensrettende Bluttransfusion. Sollte sie sterben, wäre es Gottes Wille, sagten die Angehörigen den Ärzten. Einige Tage später starb sie.

Ausweichmanöver

Stephanie Fessler verklagte die Watchtower Bible and Tract Society, 2013 vor Gericht. Die Geschehnisse ihrer Jugend ist ein weiterer Beweis, wie perfide das offizielle Vorgehen der Zeugen ist um Aufmerksamkeit wegen Kindesmissbrauch zu vermeiden. Eine 50-jährige Frau, namens Terry Monheim, begann Stephanie im Jahr 2003 zu missbrauchen, als diese erst 13 Jahre alt war. Monheim war die Mutter einer Freundin und hatte damit leicht Zugang zu dem Mädchen.

Der gerichtlichen Klage folgend, ging der Missbrauch von Küssen, bis hin zur Penetration, in bis zu 40 Fällen. Als Stephanies Eltern herausfanden was mit ihrer Tochter geschieht, alarmierten sie die Ältesten in Spring Grove, York County. Auch hier gab es wieder Probleme, obwohl der Fall vollkommen klar war. Das Gesetz des US Staates Pennsylvania, verlangt für Kindesmissbrauch, eine Anzeige bei der Polizei. Aber anstatt ihrer Verpflichtung nachzukommen, hielten die Ältesten alles geheim und intern. Und wie Sarah Brooks, wurde auch Stephanie Fessler, öffentlich und vor anderen Zeugen Jehovas zurechtgewiesen und verleumdet.

Jahre später entschloss sich Stephanie dazu, ihren Fall vor Gericht zu bringen. Monheim wurde festgenommen und inhaftiert. Aber die Untersuchungsbeamten erhielten keine Kooperation durch die Ältesten der lokalen Gemeinde und der Führung der Zeugen Jehovas. Die Polizistin Lisa Layden, von der zuständigen Polizeibehörde, ging bewaffnet und mit Durchsuchungsbefehl zum Königreichssaal und verlangte die Herausgabe aller Unterlagen, über Monheim und Kindesmissbrauch. Dabei erfuhr sie den Widerstand, der lokalen Verantwortlichen, wie es in dem Memo der Watchtower Bible and Tract Society, von 1989, gefordert wurde.

«Sie händigten mir keine Unterlagen aus», sagte die Polizistin. Ihr wurde mitgeteilt, die diese befänden sich gegenwärtig im Hauptbüro der Zeugen Jehovas, in Brooklyn. Sie verliess den Königreichssaal mit der Aufforderung, sie zu informieren, wenn die benötigten Unterlagen wieder verfügbar wären.

«Der Anwalt der Zeugen Jehovas schrieb, dass ich kein Recht hätte, die Unterlagen einzufordern oder zu erhalten», so die Polizistin. «Ich ermittle nun seit 22 Jahren in Fällen von Missbrauch. Manchmal rücken die Organisationen keine Unterlagen heraus. Aber hier dachte ich mir: ‘Warum sollten die Zeugen so handeln?’.

Ihre Bemühungen waren jedoch nicht nutzlos. Die Täterin wurde schuldig gesprochen und verbüsst gegenwärtig ihre Strafe. Die Vertreter der Watchtower Bible und Tract Society verweigern jede Bitte, über den Fall Stephanie Fessler oder jeden anderen, in diesem Bericht erwähnten, zu sprechen. *Die Versammlungsältesten erfüllen alle gesetzlichen Vorschriften, in Fällen von Kindesmissbrauch», ist in der Mail eines offiziellen Sprechers der Organisation zu lesen. In seiner Nachricht sind einige Links zu finden, die auf Artikel verweisen, die Zeugen Jehovas zum Thema Kindesmissbrauch publiziert haben.

Der Rechtsanwalt Jeffrey Fritz, der die Zeugen im Fall von Stephanie Fessler verklagte, machte sich über die Rückmeldungen aus der Weltzentrale der Zeugen Jehovas, zum Fall Stephanie Fessler, lustig: «Ihnen geht ihre Reputation über die Sicherheit von Kindern. Sie zitieren sich selbst, immer und immer wieder, und das auf der ganzen Erde».

Die Organisation der Zeugen Jehovas einigte sich mit Stephanie Fessler aussergerichtlich, jedoch mit der Auflage, für Fessler und ihren Rechtsanwalt, über den Inhalt der Einigung absolutes Stillschweigen zu bewahren. Der Anwalt vertritt nun Sarah Brook und plant diese Klage, im Laufe des Jahres 2018 einzureichen.

Auf dem Weg

Die Klagen kommen jedem bekannt vor, der sich mit dem Skandal rund um die Anschuldigungen Geistlicher der katholischen Kirche beschäftigt hat, die um das Jahr 2’000 herum erhoben wurden. Die Tragweite der Anschuldigungen werden ständig bagatellisiert und die religiösen Führer tun alles in ihrer Macht stehende, damit die Öffentlichkeit nichts über das Ausmass erfährt, das unter der Oberfläche brodelt. Einen kleinen Einblick erhält man nur bei Verhandlungen vor Gericht oder durch geleakte, geheime Dokumente.

2012, reichte ein Mann namens Jose Lopez, aus San Diego, eine Klage gegen die Watchtower Bible and Tract Society ein. Er beklagte, durch den ehemaligen Ältesten, Gonzalo Campos, in den 80’ern und 90’ ern, wiederholt missbraucht worden zu sein.

Der Anwalt von Herrn Lopez verlangte, von der Organisation der Zeugen, eine Liste von Tätern, die von den Beklagten seit 1997 geführt wurde. Als die WTG die Aushändigung ablehnte, veranlasste der Richter eine Strafe von täglich 4’000.—US$, bis zur Herausgabe der Liste. Trotz der Strafe, wurden die geforderten Dokumente nie herausgegeben und der Fall, im März 2018, aussergerichtlich beigelegt.

«Wir haben es mit einer stark patriarchalen Struktur zu tun, die sehr gut von oben nach unten durchorganisiert ist, um mit allen Massnahmen zu verhindern, dass die Öffentlichkeit jedwedes Fehlverhalten erkennen kann», äusserte sich Marci Hamilton, die Gründerin von CHILD USA, einer nonprofit Organisation zur Beendigung von Kindesmissbrauch.

«Ihre ganze Hingabe dient der Erhaltung ihrer Macht, der Erhaltung ihres guten Images und die Mitglieder, so isoliert wie möglich, vom Rest der Menschheit abzugrenzen. Deshalb ist der prozentuale Anteil von Fällen von  Kindesmissbrauch viel höher, als im Rest der Kultur» gemäss Marci Hamilton von CHILD USA.

Die Regierung von Gross-Britannien diskutiert aktuell eine formelle Ermittlung gegen Zeugen Jehovas zu starten, als Reaktion auf die kürzlich publizierten Anschuldigungen zum Thema Kindesmissbrauch. 2017 hat der oberste Gerichtshof von Russland, die Organisation der Zeugen Jehovas, für extremistisch erklärt und verboten. Dies wurde vom U.S. State Department stark kritisiert.

Die Tatsache, dass der Gesetzgeber der USA, keine Untersuchungen der Praktiken von Zeugen Jehovas eingeleitet hat, ist keine Überraschung. «Es gibt ein grosses Problem: religiösen Führern wird zu viel Ehrerbietung geschenkt, selbst wenn diese die Ehre eindeutig nicht verdienen», beklagt Hamilton. Der zu zahlende Preis, Klagen aussergerichtlich beizulegen, fängt an zu steigen. Aber die Kriegskasse der Zeugen scheint gut ausgestattet zu sein, um auch weiterhin so zu verfahren. Die Kosten für die Errichtung und die Erhaltung der Königreichssäle, zahlen die Mitglieder und nicht die besitzende Organisation. Älteste und andere Diener werden für die geleistete Arbeit nicht entschädigt.

Dann gibt es noch das gewaltige Kissen der Sicherheit durch ihren Immobilienbesitz. Die Zeugen besassen alleine in New York 30 Gebäude. Zwischen 2013 und 2016, verkauften sie 3 ihrer grössten Immobilienbesitztümer, darunter die langjährige Weltzentrale, an Kushner Cos. LLC und ein Konsortium anderer Investoren, für mehr als 1 Milliarde US$.

Es ist nicht klar, ob Kushner, der damalige CEO oder ein anderes Geschäftsleitungsmitglied der Investoren sich bewusst waren, welche Anschuldigungen gegen die Zeugen im Raum standen, als sie diesen hohen Preis bezahlten. Ein Sprecher der Kushner Cos. lehnte eine Stellungnahme ab, mit der Begründung, dass keine Verbindung zwischen Kushner und der WTG erkennbar wären.

In einem von Zeugen Jehovas produzierten Video, tritt Kushner sogar auf. Dieses Video ist seit 2017 auf YouTube zu finden. «Ich würde behaupten, dass alle Personen mit denen ich verhandelt habe, sehr integer sind», erzählt Kushner dem Interviewer. «Den Zeugen bedeutet ein Handschlag noch etwas. Es ist deutlich einfacher mit einer Organisation zu arbeiten, wenn man ihnen Vertrauen schenken kann». Die Zeugen verlegten ihre Weltzentrale auf ein ca. 1.6 Millionen Quadratmeter grosses Grundstück, in Tuxedo Park, ausserhalb von New York.

Im Februar 2018 fuhr ich zu diesem riesigen Besitz. Weitläufige, hochmoderne Büros, hunderte von Apartments und ein moderner Verkehrsverteiler, liegen an einer ruhigen, kurvigen Strasse. Dutzende ordentlich gekleideter Besucher unternahmen eine Besichtigungstour, die durch die Geschichte der Religion, zurück zu Chalres Taze Russel und seinen frühen Jahren in Pittsburg, führt.

Mitarbeiter grüssen mit einem sehr breiten Lächeln und erklären mit viel Geduld, wie man die Headsets benutzt, um den Audiokommentar zur Ausstellung hören zu können. Alte Bibeln, eine originale Erstausgabe des ersten Wachtturms und andere Ausstellungsstücke werden mit grosser Erzählkunst vorgestellt.

Viel Platz wird einer Ausstellung eingeräumt, die sich mit dem Widerstand beschäftigt, welchem die Zeugen ausgesetzt waren, als sie begannen ihre Botschaft in die Welt hinaus zu tragen. Aber nichts deutet auf die kontroversen Angelegenheiten dieser Organisation hin – die ausgebliebenen wiederholten Weltuntergangsvoraussagen, die Grausamkeit des Ausschlusses von Mitgliedern und die wachsende Häufigkeit der Anschuldigungen über Kindesmissbrauch.

Dann entdeckte ich etwas: sonnengold leuchtend, gerade auf Augenhöhe, hängt ein Schild an der Wand, mit der Aufschrift: Jehova kümmert sich um Kinder.

«Die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas hat in den letzten Jahren, Kindern immer mehr Beachtung zukommen lassen», steht auf einer Ecke des Schildes. «Die tiefe Sorge für das Wohlergehen dieser wertvollen Geschenke in unserer Mitte, wird gezeigt durch die Quantität und Qualität der Hilfe, die zur Verfügung gestellt wird».

Kinder schleichen durch die Ausstellung und begeistert flüstern sie ihren Eltern Fragen zu. Es war ein bittersüsser Moment: die Unschuld dieser Kleinsten, kollidiert mit der unausgesprochenen Erinnerung, dass die Organisation der Zeugen Jehovas, wie viele andere Religionen, es versäumt haben, die Schutzbedürftigsten, vor den Wölfen zu bewahren.

Ganz in der Nähe finde ich zwei lebensgrosse, kindliche Kunststofffiguren, mit Bibeln in ihren kleinen Plastikhänden. Und davor ein Schild, mit den Worten: Bitte nicht berühren.

Quelle: philly.com

Jehovas Zeugen – Wir wollen nicht mit „Reclaimed Voices“ als Opferorganisation für Kindesmissbrauch sprechen

Die nationale Verwaltung der Zeugen Jehovas weigert sich, mit der Stiftung „Reclaimed Voices“ über die Herangehensweise an sexuellen Missbrauch innerhalb der religiösen Gemeinschaft zu sprechen.

Reclaimed Voices wurde von Ex-Zeugen Jehovas mit dem Ziel gegründet, sexuellen Missbrauch innerhalb dieser Kirchengemeinschaft aufzudecken. Einer der Gründer ist Frank Huiting aus Groningen.

‚Unter Bedingungen‘

Huiting wurde in seiner Jugend Opfer sexuellen Missbrauchs. Letztes Jahr erzählte er RTV Noord zum ersten Mal offen davon . Als Ergebnis dieses Interviews gab die nationale Regierung der Zeugen Jehovas an, dass sie unter bestimmten Bedingungen in einen Dialog mit „Reclaimed Voices“ eintreten wolle.

„Erfahrene Älteste“

Da eine konkrete Einladung zu einem Gespräch nicht gegeben war, forderte Reclaimed Voices letzten Monat in einem offenen Brief eine Antwort der Kirchengemeinde. Es kam diese Woche durch einen Brief:

„Wir haben Ihr Schreiben vom 19. April 2018 in gutem Zustand erhalten. Wir werden mit Ihrer Stiftung keinen inhaltlichen Dialog führen. Einzelne Opfer von Kindesmisshandlung können sich jedoch frei an uns wenden, wenn sie mit erfahrenen Ältesten sprechen möchten. Sie hören gerne auf die Anliegen der Opfer und sorgen für Seelsorge.“

Wenig Empathie

Laut Huiting zeigt diese Reaktion, dass „Jehovas Zeugen immer noch nicht erkennen, dass es ein strukturelles Problem zu geben scheint“.

Huiting: „Der Vorschlag an einzelne Missbrauchsopfer, mit erfahrenen Ältesten zu sprechen, zeugt aus unserer Sicht von wenig Empathie für die Opfer, die angeben, dass sie sich von dieser Organisation, deren Älteste Repräsentanten sind, benachteiligt fühlen.“

Großes Feuer

„Sie sehen nicht, wie ernst das Problem mit ihnen ist, wenn es um sexuellen Missbrauch von Kindern geht. Es sieht so aus, als hätten sie intern ein großes Feuer, aber mit dem Rücken dahin und zeigen an, dass nichts falsch ist.

Fast dreihundert Berichte

Reclaimed Voices behauptet nun, von den Zeugen Jehovas in den Niederlanden fast 300 Berichte über sexuellen Missbrauch erhalten zu haben. Die Stiftung hofft auf ein Eingreifen der Regierung, jetzt, da der Kirchenvorstand selbst nicht nach Hause geht.

Huiting: „Wir bleiben in Gesprächen mit dem Justizministerium und werden weiterhin auf einer unabhängigen Untersuchung bestehen.“

Zeugen Jehovas Reaktion

Gefragt nach einer verspäteten nationalen Verwaltung der Zeugen Jehovas in Emmen:

Wir haben der Reclaimed Voices Foundation mitgeteilt, dass wir keinen Gesprächspartner in ihr sehen, weil wir den direkten Kontakt mit einzelnen Opfern von Kindesmisshandlung bevorzugen. Sie können sich gerne direkt an uns wenden, wenn sie mit erfahrenen Ältesten sprechen möchten. Sie hören gerne auf die Anliegen der Opfer und versorgen sie mit Seelsorge.“

Quelle: rtvnoord.nl

Jehovas Zeugen – Prozess in Luxemburg: Hat ein Sektenmitglied ein Mädchen missbraucht?

Fernando S. musste sich am Dienstag vor der Kriminalkammer wegen Kindesmissbrauchs im Dunstkreis der christlichen Sekte “Zeugen Jehovas” verantworten. Die Ermittlungen wurden in die Wege geleitet, als Mutter und Tochter bei der Polizei in Diekirch eine Jugendschutzmeldung abgaben – ohne aber formell Klage zu erheben.

Wie der eingeschaltete Ermittler im Zeugenstand berichtete, sollte der Beschuldigte mit dem Einverständnis der Eltern das Mädchen vom Bahnhof Luxemburg abholen, um es zu ihrer Familie zu bringen. In einem Wald in der Nähe von Junglinster legte der Mann aber eine überraschende Pinkelpause ein.

Mädchen zog sich zurück

Nachdem er wieder im Wagen Platz genommen hatte, forderte er mit Gewalt einen Zungenkuss von dem damals 15-jährigen Mädchen und fasste es laut dem Opfer auch unsittlich an. Bei seinen Eltern angekommen, zog sich das Mädchen sofort zurück, während sich ihr Vater noch mit seinem besten Freund unterhielt. Als die Mutter zu ihr ins Zimmer kam, stellte sie fest, dass ihre Tochter am ganzen Leib zitterte und weinte.

Danach schrieb der Vater einen Brief an seinen vermeintlichen Freund und mutmaßlichen Kinderschänder seiner Tochter, in dem er ihn aufforderte, sich von seinen Töchtern fernzuhalten. Trotzdem stimmte er einem Schlichtungsversuch innerhalb der Sekte zu, bei dem die Ältesten den Vorsitz haben und der Beschuldigte alles leugnete.

Experte: “Opfer ist glaubwürdig!”

Die Zeugen Jehovas bestreiten, dass es bei ihnen eine Verschwiegenheitspflicht gibt. Laut einem Artikel auf ihrer Webseite können die Ältesten unter Berufung auf die Bibel (Dtn 19,15) innerhalb der Gemeinschaft nur Maßnahmen ergreifen, wenn es für die Anschuldigungen mindestens zwei Zeugen gibt. Als dann aber der Beschuldigte, der sich mit Vorwürfen an die Eltern aus der Affäre herausredete, die Schwester des Opfers auf die Stirn küsste, reichte es dem Vater – er stimmte schließlich einer Meldung bei den Behörden zu, so der psychologische Gutachter.

Der Fachmann attestierte dem Opfer Spontanität, Loyalität und Glaubwürdigkeit. Die Aussagen des Mädchens deuten für ihn auf einen Erlebnishintergrund hin. Der Prozess wird am Mittwoch fortgesetzt.

Quelle: tageblatt.lu | Carlo Kass

Jehovas Zeugen – wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch unter Druck

DEN HAAG – Die Betroffenheit der Niederländer ist groß. Nach einigen ersten Berichten über sexuelle Gewalt gegen Kinder bei den Zeugen Jehovas gründete Raymond Hintjes im November 2017 die Hilfsorganisation Reclaimed Voices (übersetzt etwa: wiedergewonnene Stimmen). Ihre Aufgabe: Opfer vom Missbrauch in den Reihen der Religionsgemeinschaft sollen ermutigt werden, auszusteigen und sich zu melden. Vor wenigen Tagen zog er Bilanz: Innerhalb nicht einmal eines halben Jahres berichteten 276 Männer und Frauen von Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen, die teilweise schon Jahre zurückliegen.

„Missbrauch bei den Zeugen Jehovas ist ein weltweites Problem“, sagte Hintjes jetzt. Er wundere sich, warum das Thema in Deutschland noch nicht aufgegriffen worden sei. Tatsächlich häufen sich seit einiger Zeit die schweren Vorwürfe gegen die Gemeinschaft, die in Deutschland juristisch um ihre Anerkennung als Kirche kämpft.

Schwer an die Opfer ranzukommen

Matthias Neff, Ansprechpartner im Bischöflichen Generalvikariat der Diözese Trier für Religions-, Weltanschauungs- und Sektenfragen, sagt, warum es schwer ist, an Opfer heranzukommen: „Die Zeugen sind eine Organisation, die man als geschlossenes und autoritäres Regime bezeichnen könnte. Sie sind dafür bekannt, dass sie sich abschotten.“ Außeneinsichten bleiben daher kaum möglich. Hinzu kommt, dass viele Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs bestätigten, sie seien erheblichem Druck ausgesetzt gewesen, sich nicht gegenüber Behörden oder der Polizei zu outen. Zwar gibt es auch in Deutschland eine Anlaufstelle, den Verein JW Hilfe e.V. (http://jw.help/), der betroffenen Aussteigern psychologische Hilfe und rechtliche Unterstützung in Aussicht stellt. Dennoch spielt das Thema noch keine derart tragende Rolle wie in anderen Ländern.

In Großbritannien befasste sich die IICSA (Independent Inquiry Into Child Sex Abuse, Unabhängige Untersuchung über sexuellen Kindesmissbrauch) ebenfalls mit den Vorgängen hinter den Türen der Wachtturm-Gesellschaft und listete viele Fälle auf. Die Zeitung „Guardian“ richtete eine Seite im Internet ein, wo sich binnen kürzester Zeit mehr als 100 Personen meldeten. Ein Betroffener beschrieb die religiöse Gruppe als „Paradies für Pädophile“. Opfer hätten aber auch Angst, Vorwürfe zu erheben, dann aus der Gemeinde geworfen und von ihren Familien getrennt zu werden, sagen Experten.

Dass in Deutschland noch einiges im Dunkeln liegen könnte, belegt der Eintrag einer deutschen Internet-Nutzerin, die die Berichte im Netz mit dem Satz kommentierte: „Mein Vater, ein Zeuge Jehovas, hat meine Schwester und mich befummelt. Und das hat schon gereicht, um mich fürs Leben zu schädigen.“

Inzwischen berichten Zeitungen aus Finnland und Norwegen, den USA und Österreich von ähnlichen Vorfällen. Der niederländische Justizminister Sander Dekker von der rechtskonservativen Regierungspartei VVD hat die Zeugen in seinem Land zu einer Stellungnahme aufgefordert. Diese steht allerdings seit Monaten aus.

Nun erwägt Dekker schärfere Schritte. Und er hofft, dass die Nachbarländer auch aktiver werden und die abgeschottete Gruppe durchleuchten.

Quelle: rundschau-online
Bild: Nürnberger Nachrichten | 08.04.2018

Kindesmissbrauch – Der Fall des Wachtturms: Detaillierte Dokumente über das interne Rechtsverfahren

Kindesmissbrauch – Der Fall des Wachtturms: Detaillierte Dokumente über das interne Rechtsverfahren

Jehovas Zeugen werben stets damit die alleinige Wahrheit zu haben und die göttlichen Leitlinien des „moralischen Kompass“ in ihrer Organisation stets zu verwenden. Durch die weltweite Vernetzung und den Datenaustausch konnte jedoch bereits für Millionen von Menschen das Gegenteil bewiesen werden. Faktische Informationen und beweisbare Fakten sind wichtiger denn je, um gegen sämtliche verstrickten Manipulationen vorzugehen, die sich eine organisierte Religion zu Eigen macht.

Durch das weltweit bekannte Kindesmissbrauchsskandal, innerhalb der Organisation der Zeugen Jehovas, gibt es jetzt jedoch wieder weitere brisante Entwicklungen. Die gemeinnützige Organisation FaithLeaks hat vertrauliche Dokumente der Wachtturm-Gesellschaft veröffentlicht. FaithLeaks hat es sich zur Aufgabe gemacht, Korruption und Missbrauch in religiösen Institutionen aufzudecken und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Die geleakten Dokumente beinhalten mehrere Briefe die zwischen einer Versammlung aus Massachusetts und der Wachtturm-Gesellschaft in New York verschickt worden sind. Die Briefe beschreiben einen schweren Fall von Kindesmissbrauch, der 1999 gemeldet, und in den darauffolgenden Jahren behandelt wurde. Die Dokumente wurden zum Schutz der Beteiligten redigiert. Die Geschehnisse, die dort beschrieben werden, lassen jedoch einen sehr tiefen Einblick in die kruden Richtlinien in Bezug auf Kindesmissbrauch innerhalb der Organisation der Zeugen Jehovas aufkommen. Drei Frauen haben Vorwürfe gegenüber einem Dienstamtgehilfen ihrer Versammlung erhoben; bei zwei der Opfer handelt es sich um die Töchter des mutmaßlichen Täters. Zudem wird der psychische Missbrauch deutlich, dem die Opfer in den folgenden Jahren ausgesetzt waren.

Warnung: Der Bericht, der nun folgt, enthält sehr verstörende Details.

Detaillierte Informationen über den Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas

Dutzende Seiten von Dokumenten wurden und werden noch veröffentlicht, die sich auf die Anschuldigungen sexueller Übergriffe innerhalb der Zeugen Jehovas beziehen, Dokumente, die vermutlich Teil einer Datenbank sind, die Zeugen Jehovas verweigert haben in einem Sexualstrafverfahren herauszugeben gefolgt von einem halben Jahr Rechtsstreit und Millionen Dollar von Bußgeldern.

Auf den 69 Seiten der Dokumente wird detailliert beschrieben, wie die Zeugen Jehovas und die Verantwortlichen die Vorwürfe wiederholter sexueller Übergriffe durch einen ihrer lokalen „Diener“ behandelten. Die Interviews und detaillierten Notizen, die von kirchlichen Behörden über Belästigungen und Vergewaltigungsvorwürfe zusammengestellt wurden, sind entsetzlich. Die 33 Dokumente liefern auch ein erstaunliches Stück Einsicht, wie die Wachtturm-Organisation – die Muttergesellschaft und das Leitungsgremium für die Zeugen Jehovas, oft einfach als „der Wachtturm“ bezeichnet – den Fall im Laufe des Jahres intern behandelten. Fast ein Jahrzehnt lang spielte man Therapeut, Staatsanwalt, Jury und Richter – und die Wege, die sie gingen, um diese Anschuldigungen vom „weltlichen Gericht“ fernzuhalten.

Die Dokumente zeigen, dass im Jahr 1999 ein Komitee von Ältesten der Zeugen Jehovas Vorwürfe von zwei Frauen erhoben hatte, dass ihr Vater sie sexuell missbraucht hätte, aber sich davor hütete, einen internen Rechtsausschuss zu bilden, um ihre eigene Form gerichtlicher Maßnahmen gegen den mutmaßlichen Täter zu ergreifen weil eine der Tochter nicht bereit war, dem Vater gegenüber zutreten und formell die Anschuldigungen gegen ihn zu erheben, wie es die Politik der Gerichtskommission verlangt. Als sie Jahre später mit diesem Weg jedoch ging, wurde ein spirituell gesteuerter Prozess abgehalten und ihm wurde die Gemeinschaft entzogen. Ein Jahr später wurde er jedoch wieder aufgenommen. Die Dokumente zeigen, dass die Führer der Zeugen Jehovas einen Ankläger und ihren Ehemann beschatten, weil sie versucht haben, diese Angelegenheit der weltlichen Strafverfolgung zu unterziehen.

Es werde Licht – eines, dass nicht nur Sand in die Augen von eingeschlossenen Anhängern streut

Fast unmittelbar nach dem Start von MormonLeaks wurden die Gründer ermutigt, den Umfang zu erweitern. „Ich habe diesen Sommer auf der Defcon [Hacker-Konferenz] über MormonLeaks gesprochen“, sagte Ethan Dodge, der leitende Ingenieur von MormonLeaks und Mitbegründer von FaithLeaks. „Und ich kann dir nicht einmal sagen, wie viele Leute ich kontaktiert habe, nachdem Defcon etwas Ähnliches einrichten wollte.“

Dodge erschuf FaithLeaks mit Ryan McKnight, der zuerst den Muckraker-Einfluss aufbaute, als er eine wichtige Rolle beim Austritt einer neuen Mormonenpolitik spielte, die Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern von Taufen und Segnungen ausschloss.

McKnight sagt, dass FaithLeaks das Mittel aus Spenden über seine Website erhält und am meisten daran interessiert ist, religiöse Organisationen in drei Kategorien transparenter zu machen: Finanzen, Unternehmensrichtlinien und -verfahren sowie Informationen über Behauptungen über sexuellen Missbrauch. „Dies könnte in Form eines jährlichen Berichts geschehen, den die Institutionen den Mitgliedern vorlegen, die einfach die Anzahl der Anschuldigungen in ihrem Gebiet tabellarisch darstellen“, sagte McKnight und könnte dabei finanzielle Informationen über alle von der Kirche getroffenen Siedlungen enthalten.

Im Wesentlichen glaubt McKnight, dass Kirchenmitglieder wissen sollten, wohin ihr Zehnten- und Spendengeld gehen, und ob es benutzt wird, um sexuelle Missbrauchsvorwürfe friedlich außergerichtlich beizulegen. „Jede Organisation, ob religiös oder nicht, wird Leute haben, die schlechte Dinge tun“, sagte McKnight. „Die bloße Tatsache, dass es in einer Kirche einen sexuellen Missbrauch gibt, ist nicht automatisch eine Verurteilung dieser Organisation. Worauf es ankommt, ist, wie sie damit umgehen.“

Angesichts dieser Mission scheint es angebracht zu sein, dass das erste große Leck, das zu ihnen getragen wurde, von Anhängern des Wachtturms zuerst kam.

4.000 US-Dollar pro Tag auf Beschluss des Richters

Mehrere Gerichtsfälle in jüngster Zeit haben Aufschluss über die Verbreitung von sexuellen Übergriffen in der Organisation der Zeugen Jehovas und die Bemühungen der Gruppe gegeben, in diesen Fällen zu verhindern, die Öffentlichkeit oder die Strafverfolgungsbehörden zu erreichen. Wie Reveal News berichtet, müssen Kirchenleiter in den meisten Staaten Vorwürfe von Kindesmisshandlung melden, aber 32 Staaten haben Gesetze mit einer Gesetzeslücke, die es Ältesten erlauben, Informationen zurückzuhalten, die sie durch Kommunikation mit Mitgliedern ihrer Gemeinde erhalten. Kalifornien ist einer dieser Staaten.

Im Jahr 2014 ordnete ein Richter in San Diego an, dass die Wachtturm-Organisation 13,5 Millionen US-Dollar an George Lopez vergab, weil er 1986 von dem Ältestenoberhaupt Gonzalo Campos missbraucht wurde. Sechs andere Zeugen Jehovas verklagten die Wachtturm-Gesellschaft, Campos habe sie belästigt, aber die Fälle seien erledigt gewesen. Beweise, die in diesem Fall verwendet wurden, zeigten, dass die Ältesten zu dieser Zeit wussten, dass Campos einen Jungen belästigt hatte und ein Pädophiler war. Lopez ‚Mutter meldete den Überfall der Kirche und wurde angewiesen, die Polizei nicht zu informieren. Beweismaterial zeigt, dass ein Rechtskomitee die Anschuldigungen untersuchte, aber Campos erlaubte, weiterhin in der Versammlung zu dienen. Im Jahr 1995 wurde Campos aus der Gemeinschaft entfernt, nachdem ein anderes Opfer ihn des Missbrauchs beschuldigt hatte, später jedoch, im Jahre 2000, wieder aufgenommen.

Während der Gerichtsverhandlung enthüllte der leitende Mitarbeiter der Zeugen Jehovas, Richard Ashe, Lopez Anwalt Irwin Zalkin, dass die Institution eine Datenbank mit gescannten Dokumenten über Jahrzehnte von Missbrauchsvorwürfen und internen Untersuchungen in Zusammenhang mit ihnen hatte, wie von Reveal News berichtet wurde. Der Richter ordnete an, dass die Wachtturm-Gesellschaft die Dokumente vorlege muss, aber die Organisation hielt sich nicht daran. Der Fall arbeitete sich an den California Supreme Court weiter, der auch entschied, dass er die Dokumente vorlegen müsse. Sie taten es nicht. Die Organisation der Zeugen Jehovas legte Berufung ein und argumentierte, die Maßnahme des Richters sei zu hart, und ein Berufungsgericht stellte sich auf die Seite der Wachtturm-Gesellschaft, die das Urteil in Höhe von 13,5 Millionen Dollar stornierte. Der Fall befindet sich immer noch in einem Rechtsstreit.

In Zalkins nächstem Fall gegen die Wachtturm-Gesellschaft stimmte die Organisation zu, die Akten zu teilen, aber sandte nur Dokumente von vier Jahren anstelle der erwarteten vollen 19 Jahre, alle mit den Namen von angeblichen Missbrauchern redigiert. Nachdem die Wachtturm-Gesellschaft sich geweigert hatte, den Rest der Informationen zu übergeben, ordnete ein Richter an, dass die Organisation im Juni 2016 eine Geldstrafe von 4.000 US-Dollar pro Tag zahlen werde, bis die Organisation ihrer Pflicht nachkommt. Die fortgesetzte Verweigerung hat der Wachtturm-Gesellschaft seit der Veröffentlichung über 2,2 Millionen US-Dollar gekostet.

Zalkin sagte gegenüber Gizmodo, dass er aufgrund von Gerichtsbeschlüssen, die ihn davon abhalten könnten, irgendetwas zu diesen Dokumenten zu besprechen, keine Kommentare zu dieser Geschichte abgeben könne.

Ein Wachhund für den Wachtturm – beweisbare Fakten sind nicht zu leugnen

Heute hat FaithLeaks einen kleinen Teil dessen veröffentlicht, was sich vermutlich in dieser riesigen Sammlung befindet – mehrere Dokumente, die jahrelange Ermittlungen und Beratungen über einen lokalen Zeugen Jehovas und Diener zeigen, der seine beiden jungen Töchter und ein anderes junges Mädchen körperlich und sexuell in den 70er und 80er Jahren belästigt haben soll.

In diesem Dokumentenfundus, dem allerersten Fund von FaithLeaks, zensiert die Organisation alle Namen aus Respekt für die Privatsphäre der Frauen, die nun erwachsen sind und ihre Berichte über sexuelle Übergriffe hervorgebracht haben. Gizmodo betrachtete nicht-redigierte Versionen der Dokumente und konnte mit dem mutmaßlichen Täter im Zentrum dieser Dokumente bestätigen, dass er im Mittelpunkt der internen Untersuchungen innerhalb der Organisation der Zeugen Jehovas stand.

Die Partie beginnt mit einem Brief, den die Wachtturm-Organisation von drei Ältesten der Palmer Versammlung der Zeugen Jehovas in Brimfield, Massachusetts, über ihre Untersuchung der Vorwürfe geschrieben hat. Sie interviewten beide Töchter und suchten gezielt, ob ihre Berichte über Körperverletzung und sexuelle Belästigung „verdrängte Erinnerungen“ waren oder nicht. Eine Tochter sprach davon, jahrelang körperlich misshandelt worden zu sein und seit ihrem fünften Lebensjahr monatelang sexuell missbraucht zu werden. In ihrer Aussage behauptete sie, dass ihr Vater wiederholt ihre Genitalien berührte und ihre Vagina „untersuchte“. Spätere Dokumente zeigen, dass der Ankläger zugab, dass er seine kleine Tochter an ihr Bett gefesselt hatte, um ihre Vagina auf Anzeichen von Masturbation zu untersuchen.

 

„Versuche es über die Behörden!“ (‚Probe the state police thing!‘) Handschriftliche Notizen von einem Treffen mit dem Ehemann der jüngeren Tochter aus dem Jahr 2003, in dem sie offenbar ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck brachten, dass sie sich an die Behörden gewandt hatte

Der Brief beschreibt auch ein Interview mit der jüngeren Tochter, deren mutmaßliche Erfahrungen darin bestanden, dass sie bereits im Alter von drei Jahren von ihrem Vater missbraucht wurde und „im Alter von acht Jahren“ die „vier Jahre anhaltende Vergewaltigung“ begann. „Sie beschrieb, dass ihr Vater danach auf dem Bett sitzen und weinen würde, während er mit ihr betete“, so der Bericht der Ältesten. „Ihr Vater sagte ihr, wenn sie ihrer Mutter oder ihrer Schwester jemals etwas darüber sagt, jemand verletzt werden würde.“

Die Ältesten stellten fest, dass die Ankläger „beide ziemlich vernünftig waren“ und bemerkten: „Es scheint, dass dies alles reale Ereignisse waren. Es schien nicht so, als hätten sie sich eine ihrer „Geschichten“ zusammen erfunden“. „Die Männer räumten ein, dass die Töchter sich besorgt zeigten, dass ihr Vater Kontakt zu Kindern haben könnte.“

Obwohl die Ältesten befunden, dass die „Geschichte“ glaubwürdig sei, und dass beide Ankläger starke Besorgnis hätten sich über den Schaden zu äußern, den ihr Vater verursachen könnte, beschlossen die Ältesten, das Thema nicht einem internen Rechtskomitee zu übergeben, weil eine der Töchter nicht „emotional bereit war sich zu verteidigen“ vor ihrem Vater, dem angeblichen Täter. Zur Kenntnisnahme: Damit ein Fall innerhalb der Zeugen Jehovas „gerichtlich verfolgt“ werden kann, muss ein Ankläger seinen mutmaßlichen Täter konfrontieren und belasten.

Allerdings war die Information genug, um den angeblichen Täter von seinen Aufgaben und als Diener zu entfernen, auch wenn er nicht ausgeschlossen wurde, und weiterhin ein Teil der Gemeinschaft war.

Die handschriftlichen Notizen vom April 2003 zeigen, dass der Ehemann des jüngeren Anklägers den Ältesten sagte, dass sie immer noch nicht bereit sei, ihren mutmaßlichen Täter von Angesicht zu Angesicht zu konfrontieren, so dass der Fall zu dieser Zeit den Prozess der Versammlung durchlaufen könne, aber die Staatspolizei untersuchten den mutmaßlichen Täter „als Verdächtigen in einem Missbrauchsfall“. Die Person, welcher die Notizen dokumentierte, schrieb: „Versuche es über die Behörden!“, anscheinend besorgt darüber, dass die säkulare Strafverfolgung sich mit einer Versammlungs-Angelegenheit befassen würde.

Die Tochter war jedoch bereit, ihren Vater telefonisch während eines Rechtskomitees der Zeugen Jehovas offiziell anzurufen, während die Ältesten zuhörten. Diese Telefonvorladung führte zu einem Rechtskomitee im Mai 2003, dessen Bericht in den Dokumenten enthalten ist:

  • 5. Mose 19,15 lesen
  • Details einzelner Zeugenaussagen vortragen
  • Wenn die Schuld erwiesen, biblisch zurechtweisen
  • Entlassen und Umkehr besprechen

 

Diese Agenda des internen Rechtsausschusses zeigt die religiöse Herangehensweise an die Anklage der Töchter. „Porneia“ ist das biblische griechische Wort für Unzucht

Der Ausgang der Verhandlung wird in den Dokumenten nicht explizit erwähnt, aber spätere Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass es zum Ausschluss des mutmaßlichen Täters kam, weil er einräumte, seine ältere Tochter als Kind auf Anzeichen von Masturbation untersucht zu haben.

Ein vertrauliches Memo, das von drei Versammlungsaufsehern im Jahr 2004 verfasst wurde, beschreibt einen Vorfall, bei dem die Polizei während einer Zusammenkunft von Zeugen Jehovas auftauchte, weil sowohl eines der Opfer als auch der mutmaßliche Täter anwesend waren, obwohl die Tochter eine einstweilige Verfügung gegen ihren Vater erwirkt hatte. Der Ehemann des Opfers (er war zu diesem Zeitpunkt Ältester) rief die Polizei. Laut Memo „stellte man fest“, dass der Ehemann versuchte, „die theokratische Ordnung wegen seiner persönlichen Gefühle zu umgehen und die oben genannten Umstände, seine Qualifikation als Ältesten ernsthaft in Frage stellen.“

Die Verfasser der Notizen scheinen sich mehr um den mutmaßlichen Täter, als um das Opfer zu sorgen: „Zweifellos [wurde der mutmaßliche Täter] durch die Art dieser Festnahme öffentlich gedemütigt“, heißt es.

Ein weiteres Memo eines Aufsehers zeigt, dass einige Monate später ein „Wiederaufnahmekomitee“ zusammenkam, um darüber zu sprechen, ob der Ausschluss des mutmaßlichen Täters rückgängig gemacht werden sollte. Sie entschieden sich dafür, nur die Vorwürfe der älteren Tochter zuzulassen. Der Wiederaufnahmeausschuss stellte fest, dass der mutmaßliche Täter „erhebliche Reue über seine Handlungen“ gegenüber seiner Tochter gezeigt habe. Dem Bericht zufolge, teilte der mutmaßliche Täter dem Ausschuss mit, seine Tochter „geschädigt“ zu haben und er sich bewusst ist, dass seine Handlungen „sich nachteilig auf ihre Beziehung zu ihrem Ehemann ausgewirkt hätten“.

Die Vorwürfe der jüngeren Tochter, die von ihrem Vater vergewaltigt wurde, sind vom „Wiederaufnahmeausschuss“ als „unzulänglich“ betrachtet worden, „da [die Tochter] eine einstweilige Verfügung gegen ihren Vater eingereicht hatte und bereit war, ihm in einem weltlichen Gericht gegenüberzutreten […]“, schrieb das Komitee.

Im selben Monat schrieb ein Aufseher ein Memo an eines der Mitglieder des „Wiederaufnahmekomitees“. Das Memo beinhaltete ein Interview mit einer anderen Frau, die den mutmaßlichen Täter beschuldigte, sie vor Jahren, als Kind vergewaltigt zu haben. Die Notizen zeigen, dass die Ältesten Zweifel an der Glaubwürdigkeit ihrer Aussage hatten, weil sie aussagte, dass ihre Augen geschlossen waren, als er sie sexuell angegriffen hat.

Zu jedem dieser drei Fälle gab es für die Tat jeweils nur einen Zeugen. Gemäß den internen Richtlinien der Wachtturm-Gesellschaft, sind für die Überführung eines Täters mindestens zwei Zeugen notwendig. Seit 1991 können Aussagen von zwei Opfern einzelner Vorfälle desselben Täters aber als ausreichend angesehen werden, um Maßnahmen zu ergreifen und interne Sanktionen zu verhängen. Das ist in etwa damit vergleichbar, als würde ein Gericht die Anklage erst dann zulassen, wenn ein Mörder ein zweites Mal ein Verbrechen begeht. Interessant ist, dass die Aussagen der jüngeren Tochter aber als „unzulänglich“ bezeichnet worden sind, und das dritte Opfer als nicht glaubwürdig betrachtet wurde. Somit gab es theoretisch nur einen Zeugen, dessen Aussage augenscheinlich akzeptiert wurde.

Die Tochter, die behauptete, ihr Vater habe sie vergewaltigt, erhob im Oktober 2004 innerhalb der Organisation der Zeugen Jehovas eine weitere offizielle Stellungnahme gegen ihn. Im Jahr 2005 entschied ein Ausschuss, dass der mutmaßliche Täter keine verantwortungsvollen Aufgaben mehr verrichten könne. Er durfte aber in der Versammlung verbleiben.

Die Wachtturm-Organisation reagierte nicht auf die Bitte um Stellungnahme zu diesen Dokumenten und beantwortete keine Fragen darüber, ob diese Informationen in der Menge der Dokumente enthalten sind, die Jehovas Zeugen den Gerichten für 4.000 US-Dollar pro Tag vorenthält: Die Wachtturm-Organisation beschützt damit beschuldigte Sexualstraftäter!

Die Töchter entschieden sich, diese Geschichte nicht zu kommentieren. Gizmodo fragte den mutmaßlichen Misshandler, ob es eine interne Untersuchung der Zeugen Jehovas bezüglich der Anschuldigungen sexueller Nötigung gegen ihn gäbe. Er leugnete zunächst, dass er davon nichts wusste, aber sobald er mit weiteren Einzelheiten versehen wurde, bestätigte er, dass ihm eine interne Untersuchung bei den Zeugen Jehovas bekannt gewesen sei, behauptete jedoch, dass die Anschuldigungen nicht wahr seien. Er sagte zu Gizmodo: „Alles was ich dir sagen werde, ist folgendes: Es wurde vor Gericht entschieden. Die Vorwürfe waren unwahr.“

Die Wachtturm-Gesellschaft versucht anscheinend, eine weltweite Verschwiegenheit über diese Ereignisse und Richtlinien zu erreichen, „und hofft, dass der Sturm bald vorbei sein wird“, schreibt Covert Fade (Daniel Walker) auf jwsurvey.org. Zum Glück helfen Organisationen, wie FaithLeaks dabei, solche Dokumente an die Öffentlichkeit zu bringen. Und vor allem sorgen die mutigen Bemühungen von Missbrauchsopfern, die aufstehen und von ihren Erlebnissen berichten, dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft „den Sturm nicht länger ignorieren kann“.

Alles ist erst der Anfang – weitere Dokumente werden folgen

Gizmodo berichtet, dass FaithLeaks in den kommenden Wochen plant, weitere Dokumente zu veröffentlichen, die den Umgang der Zeugen Jehovas mit weiteren mutmaßlichen sexuellen Verfehlungen aufzeigen.

Die Öffentlichkeit und Insiders kennen erst die Spitze dieses Eisberges. Durch weitere Leaks und Aufklärungen in diesem Bereich, wird mehr denn je deutlich, wie sehr die Wachtturm-Organisation sich schuldig gemacht hat. Für jeden Zeugen Jehovas wird dadurch immer klarer, dass diese Organisation nicht Gottes Geist hat, oder von Christus eine anerkannte Gemeinschaft ist, die die „Wahrheit“ auf der Welt verbreiten soll und wird.

Wie hoch ist demnach das eigentliche Ausmaß und die Schuld dieser „babylonischen Organisation“? Wann wird auch der letzte eingeschlossene Zeuge Jehovas erkennen, dass er sich nicht in „Gottes Organisation“ befindet? Eines ist jedoch sicher: Die letzte Stunde hat bereits geschlagen, Harmagedon zieht am Horizont auf. Nur wird dieses Harmagedon das ganz persönliche der Wachtturm-Gesellschaft sein, wenn der Turm weiter bröckelt und immer weiter in sich zusammenfällt. Dann wird am Ende nichts mehr übrig bleiben, außer eine eins so stolze Organisation, auf deren verwesenden Mauern man trampeln und die Bedeutungslosigkeit über sie hereingebrochen sein wird.

„Und ich hörte eine andere Stimme vom Himmel, die sprach: Gehet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, auf dass ihr nicht empfanget etwas von ihren Plagen! Denn ihre Sünden reichen bis in den Himmel, und Gott denkt an ihren Frevel! Bezahlt ihr, wie sie bezahlt hat, und gebt ihr zweifach zurück nach ihren Werken! Und in den Kelch, in den sie euch eingeschenkt hat, schenkt ihr zweifach ein! Was ihr Glanz verlieh und was sie verprasste, das schenkt ihr ein als Qual und Leid!“ (Offenbarung 18,4-7)

von |Januar 11th, 2018|Kommentare deaktiviert für Kindesmissbrauch – Der Fall des Wachtturms: Detaillierte Dokumente über das interne Rechtsverfahren

Jehovas Zeugen – Check: Handelt es sich um pädophile Dienstamtgehilfen oder Älteste?

„Aufseher und Dienstamtgehilfen theokratisch ernannt“. So lautete die Überschrift eines Artikels vom Wachtturm Januar 2015. „Theokratische Ernennung“ bedeutet, dass Gemeindeaufseher in den Versammlungen der Zeugen Jehovas angeblich durch heiligen Geist, also unter der Leitung Gottes, ernannt werden. Der Artikel besagt außerdem: „Wenn Elemente der Welt versuchen, auf diese Ernennungen Einfluß zu nehmen, weigert sich das Volk Jehovas, Zugeständnisse zu machen.“

Zumindest in Teilen Australiens trifft dies nun nicht mehr zu. Auf jwsurvey.org wurde berichtet, dass eine Ernennung von Ältesten und Dienstamtgehilfen nun erst erfolgen darf, wenn der „Working with Children Check“ positiv verlaufen ist. Hierbei untersucht die externe Organisation „Working with Children“, ob die empfohlene Person dazu berechtigt ist, in einer verantwortlichen Stellung mit Kindern zu arbeiten. Unter anderem wird überprüft, ob es einen kriminellen Hintergrund gibt, und die Person in der Vergangenheit bereits auffällig im Umgang mit Kindern war. Dieses Verfahren beruht auf den Empfehlungen der Royal Commission, die im Juli 2015 sowie März 2017 Zeugen Jehovas untersucht hatte.

Bisher wurde bei Ernennungen seitens der Versammlungsältesten einzig und allein die Frage gestellt: „Hast du jemals ein Kind sexuell belästigt oder missbraucht?“ (Hütet die Herde Gottes – Kapitel 3. Abs. 13). Die Ernennung basierte also auf Vertrauen, dass ein eventueller Sexualstraftäter ehrlich antwortet.Ernannte Älteste oder Dienstamtgehilfen, die den Check erfolgreich bestanden haben, erhalten einen Ausweis, der ihnen erlaubt mit Kindern zu arbeiten. Sollten Aufseher ohne diese Karte tätig werden, ergeben sich daraus extreme Geldstrafen. Möglicherweise droht sogar eine Gefängnisstrafe. Diese Überprüfung gilt auch für bereits ernannte Älteste und Dienstamtgehilfen.

Laut einer bestätigten Quelle wurde am Mittwoch, den 13. September, während einer Versammlung in Sydney, die Ernennung eines Dienstamtgehilfen, mit Erwähnung des „Working with Children Check“, bekannt gegeben. John Redwood hat in Rücksprache mit einer staatlichen Behörde in Erfahrung gebracht, dass man dabei ist dieses Verfahren auf ganz Australien auszuweiten. Es wäre sehr zu wünschen, dass dies auch weltweit so gehandhabt wird.

Quelle: jwsurvey.org

von |September 17th, 2017|2017|0 Kommentare

An alle Älteste – Ausgeschlossene nicht mehr besuchen

„AN ALLE ÄLTESTENSCHAFTEN

Besuche bei Personen, die ausgeschlossen sind oder die Gemeinschaft verlassen haben

Liebe Brüder,

in den vergangenen Jahren sind viele Ausgeschlossene und Personen, die die Gemeinschaft verlassen hatten, zu Jehova zurückgekehrt, nachdem sie Jehovas Zeugen beim Zeugnisgeben in der Öffentlichkeit gesehen hatten. Andere haben die Ältesten angesprochen, nachdem sie die Broschüre Komm zurück zu Jehova gelesen oder sich JW Broadcasting angesehen hatten (Luk. 15:7).

Angesichts dessen hat die leitende Körperschaft beschlossen, in Zukunft auf die förmliche Regelung jährlicher Besuche bei solchen Personen zu verzichten.

Stattdessen werden Älteste einfach mit gutem Urteilsvermögen entscheiden, wann und in welcher Form sie solche Personen kurz kontaktieren. Lässt ein Ausgeschlossener beispielsweise erkennen, dass er in seinem Leben etwas geändert hab könnte ein Ältester ihn daran erinnern, wie er zu Jehova zurückkommen kann. Solch ein kurzer Kontakt könnte erfolgen, während ein Ältester im Haus-zu-Haus-Dienst ist. Vielleicht sieht ein Ältester heim Einkaufen einen Ausgeschlossenen, der mehrere Jahre nicht kontaktiert wurde, und entscheidet, ihn anzusprechen. Ein älterer oder gebrechlicher Ältester zieht es vielleicht vor, per Telefon Kontakt aufzunehmen.

Nach einem solchen Kontakt ist jedes Mal der Koordinator der Ältestenschaft zu informieren. Nicht kontaktiert werden natürlich Personen, die aktive Abtrünnige sind oder andere zur Sünde verleiten wollen oder erklärt haben, dass sie mit der Christenversammlung rechts zu tun haben möchten.

Dieser Hinweis ersetzt das, was im Lehrbuch „Hütet die Herde“, Kapitel 10, Absatz 1 gesagt wird. Jeder Älteste sollte den Absatz streichen und am Rand vermerken: „Siehe Brief an alle Ältestenschaften vom 28. Februar 2017.“

Dieser Brief wurde den Briefen zu Verfahrensweisen hinzugefügt, auf die im Index der Briefe für Ältestenschaften (S-22) verwiesen wird.“

Viele Leser fragen sich:

Wie kann es sein, dass die Wachtturm-Organisation nun keinen Wert mehr darauf legt, ausgeschlossene Zeugen Jehovas zu besuchen? Christus lehrte eindeutig, dass er die 99 Schafe zurück lässt, um das eine Schaf zu suchen, dass gebrechlich ist und nicht mehr zur Gemeinschaft von alleine finden konnte. Wieso drehen Jehovas Zeugen die Lehren von Jesus Christus komplett um, indem sie schön umschmückt letztendlich zu verstehen geben, dass ihnen das Schaf, das verloren gegangen ist, egal ist, weil sie ja noch die anderen 99 Schafe in der Herde besitzen? Wo geht aus dem Gleichnis hervor, dass das gebrochene Schaf selbst und von alleine zur Herde zurück finden musste? Ist dies der christliche Weg, den Jesus vorgegeben hat? Warum handeln Jehovas Zeugen exakt entgegengesetzt dem Beispiel und den Lehren Jesus Christus? Kann dies der Segen YHWH’s sein, und führt diese Lehre wirklich auf den heiligen Geist zurück?

Möchte die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas nicht, dass Älteste von sich aus Ausgeschlossene besuchen gehen, weil diese höchst wahrscheinlich durch das Internet und Aufklärungsseiten, wie z.B. wahrheitenjetzt!, genügend Argumente und Beweise haben, um jeden Ältesten deutlich aufzeigen zu können, dass die Wachtturm-Organisation nicht die Wahrheit besitzt und lehrt? Dass sie keine wahren Christen sind und keinesfalls YHWH’s Segen besitzen können?

von |Februar 28th, 2017|2017|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Tödliche Beziehung

Kim Anderson lernt ihren zweiten Ehemann Jeff Anderson kennen. Er gibt sich als vorbildlicher Zeuge Jehovas aus, doch bereits bei der Eheschließung hätten Kim erste Zweifel kommen sollen, da er nicht einmal Eheringe kaufte und gewalttätig wurde. In der Ehe selbst kommt es zu Misshandlung, Vergewaltigung und vermutlichen Kindesmissbrauch. Die Ältesten der Gemeinde glauben jedoch Kim nicht, als sie dies ihnen berichtete. Beständig beharrten sie darauf, die Ehe fortzuführen und glaubten, dass Kim böse Unterstellungen nur äußere und Lügen über ihren Ehemann vorwirft. Nachdem sie keine Unterstützung, weder in der Gemeinde noch in der Familie, bekam, entschloss sie sich ihre Kinder zu nehmen und in Sicherheit zu bringen. Eine lebensbedrohliche Situation beginnt zu eskalieren.

An die leitende Körperschaft

Wahrheiten jetzt! ist dankbar dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft der Website so viel Aufmerksamkeit gibt. Die Themen auf dieser Website müssen die Wachtturm-Gesellschaft so sehr stören, dass sie alles daran setzen den Betreiber in Gerichtsprozesse zu ziehen um ihm hohe Geldstrafen (bis zu 250.000€) oder ersatzweise 6 Monate Haft anzudrohen. Liebe leitende Körperschaft, D. H. Splane, A. Morris III., D. M. Sanderson, G. W. Jackson, M. S. Lett. S. F. Herd, G. Lösch und G. H. Pierce:

Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, nur die Lüge braucht Gesetzesschutz!

Erwartet Gott und Jesus das von euch? Hätte Jesus so gehandelt? Ihr sagt von euch selbst das ihr vom "Geist geleitet" seid. Ihr sagt selbst das ihr geistgesalbte Christen seid. Ihr sagt selbst das die Bibel über allem steht. Warum macht ihr euch dann selbst, durch Gerichtsprozesse lächerlich? Warum versucht ihr erneut zu richten? Warum wollt ihr nicht in die Fußstapfen Jesu treten, der so mild gesinnt war?

"Nun hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?" (Johannes 18:10, 11)

Da ihr euch offensichtlich auf dem Weg der Finsternis befindet, wünscht euch Wahrheiten jetzt! sehr baldig, Jesus anzuerkennen und ihm nachzufolgen, um dem Willen des Vaters zu tun!

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