Jehovas Zeugen – „Als sei ich von einer anderen Welt“

Sektenanhänger, die den Ausstieg aus ihrer Gemeinschaft wagen und schaffen, sind oft stigmatisiert oder gar traumatisiert. Nach dem Leidensweg in der Sekte folgt der Leidensweg des Ausstiegs. Deshalb fehlt den meisten die Kraft, sich gegen die Sekte zu wehren. In jüngster Zeit wagen es aber immer mehr Aussteiger der Zeugen Jehovas, ihre schmerzlichen Erfahrungen publik zu machen und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und aufzuklären. Die Zahl der kritischen Publikationen ist in den letzten Jahren gestiegen.

Neu ist aber, dass es nun auch jüngere Personen die Kraft aufbringen, den Zeugen die Stirn zu bieten. Den Mut dazu aufgebracht hat auch die 23 Jahre alte Sophie Jones aus Leipzig. Sie schildert ihren Weg und den Ausstieg in mehreren bemerkenswerten Videos und Artikeln, die grosse Beachtung finden. Im Interview mit watson beschreibt sie ihre Motivation, sich zu outen und Aufklärungsarbeit zu betreiben.

War die Entfremdung von den Zeugen Jehovas ein langsamer Prozess oder hat ein einschneidendes Erlebnis die Einsicht bewirkt, dass Sie in einer sektenhaften Glaubensgemeinschaft leben?
Nachdem ich im Alter von 17 bei den Zeugen Jehovas getauft worden war, auferlegten mir die Ältesten, also das Führungsgremium, ein Kontaktverbot zu meinem Vater, der früher schon ausgeschlossen worden war. Ich verstand es nicht. Diese schmerzliche Erfahrung öffnete mir nach und nach die Augen.

Wie lang dauerte der Prozess von den ersten Zweifeln bis zur Überzeugung, dass Sie sich aus den Zwängen der Zeugen Jehovas befreien müssen? 
Ich hatte schon immer Zweifel, aber als Kind oder Jugendliche werden diese im Keim erstickt. Es fehlt noch die Kraft, sich aufzulehnen. Wenn man älter wird, kann man alles besser einordnen und sucht automatisch Kontakte zu Menschen ausserhalb der Gemeinschaft. Dann merkte ich langsam, dass vieles falsch dargestellt wurde und ich einem Irrglauben zum Opfer gefallen bin.

Wie haben Ihre Eltern und die Ältesten reagiert, als Sie realisierten, dass Sie der Glaubensgemeinschaft den Rücken gekehrt haben? 
Die Ältesten suchten den Kontakt und wollten Gespräche mit mir führen, was ich vehement abgelehnt habe. Als es meine Mutter erfahren hatte, wollte sie sofort mit mir darüber diskutieren. Da ich noch nie ein enges Verhältnis zu ihr hatte und ausgezogen war, fiel es mir nicht schwer, auch diese Gespräche abzublocken.

Sind Sie beim Loslösungsprozess von Selbstzweifeln geplagt worden, haben Sie Ängste entwickelt, Jehova zu verraten? 
Es gibt immer Momente, in denen man sich nicht sicher ist, ob das, was man tut, die richtige Entscheidung ist. Man verliert das bisherige Leben komplett: Familie, Freunde und den Glauben an alle Heilsversprechen. Am Anfang bricht alles über einem zusammen.

«Es war furchtbar. Alles war neu und unbekannt, ich hatte ständig Schuldgefühle und Angst, beobachtet zu werden. Ich habe mich abnormal gefühlt, als wäre ich von einer anderen Welt.»

Wann haben Sie das erste Mal gespürt, dass der Ausstieg ein Akt der Befreiung ist? 
Als ich den ersten Zeugen Jehovas in meinem Umfeld gesagt habe, dass ich nicht mehr in die Zusammenkünfte komme.

Haben Sie sich rasch in der Aussenwelt zurechtgefunden oder war die Integration in der «satanischen Gesellschaft» ein schmerzhafter Prozess? 
Es war furchtbar. Alles war neu und unbekannt, ich hatte ständig Schuldgefühle und Angst, beobachtet zu werden. Ich habe mich abnormal gefühlt, als wäre ich von einer anderen Welt. Es hat sehr lange gedauert, bis ich das Gefühl hatte, angekommen zu sein.

Hatten Sie das Bedürfnis, sich nach dem Ausstieg auszutoben und alles auszuprobieren, was bei den Zeugen Jehovas verboten oder verpönt war?
Ein bisschen schon. Die ganzen «bösen Dinge» zu tun war sehr aufregend. Ich verspürte diesen Kick, etwas Verbotenes zu tun. Trotzdem waren auch immer Hemmungen und Schuldgefühle da, die mich etwas gebremst haben. Ich musste einen gesunden Mittelweg finden.

Was hat Sie dazu bewogen, Ihren Ausstieg durch Videos öffentlich zu machen? 
Auch nach meinem Ausstieg habe ich mich jahrelang geschämt, für das, was ich war und was ich erlebt habe. Aber ich bin jetzt ein völlig neuer Mensch, und die Vergangenheit ist Teil meines Lebens. Ich möchte mithelfen, den Menschen die Augen zu öffnen. Gleichzeitig hoffe ich, viele Zeugen zu ermuntern, selbst auszusteigen.

Haben Ihre Angehörigen und die Zeugen Jehovas schon auf die Videos reagiert, die Sie veröffentlicht haben? 
Bis jetzt noch nicht, aber ich bin gespannt darauf, was noch kommen wird.

Haben Sie es je bereut, sich zu outen? 
Nein.

Haben Sie schon Rückmeldungen von Zeugen bekommen? Hat schon einer oder eine aufgrund Ihres Videos den Ausstieg gewagt? 
Ich habe einige Nachrichten erhalten von Ex-Zeugen, die vor kurzem ausgestiegen sind. Aber auch von Personen, die sich gerade im Ausstieg befinden. Es bestärkt mich zu sehen, wie ich mit meinen Erfahrungen anderen Mut machen kann. Allein durch meine Videos wird vermutlich keiner aussteigen, aber es freut mich, wenn ich einen Beitrag dazu leisten kann.

Quelle: watson.ch | Hugo Stamm

von |September 17th, 2018|2018|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – „Meine Eltern hätten mich sterben lassen“

Viele Jahre war unsere Gastautorin Mitglied der Zeugen Jehovas. Für NEON berichtet sie vom Alltag in der Glaubensgemeinschaft und dem Moment, in dem sie entschied, den Austritt zu wagen.

Ein ziemlich braves Mädchen, so mit langem Rock und hochgeschlossener Bluse, was da an deine Tür klopft und mit dir über das Paradies reden möchte – die Kleine war ich. Denn ich wuchs bei den Zeugen Jehovas auf.

Eigentlich war ich ein normales Kind. Aber wer genauer hinsah, merkte, dass etwas nicht ganz stimmte. Kaum Freizeit mit Klassenkameraden, keine Kinobesuche, keine Rapper oder Rockbands. Stattdessen war ich anders gekleidet, zurückgezogen und unsicher.

Bibelverse konnte ich auswendig und wenn andere Geburtstag oder Weihnachten feierten, betete ich zu Gott und der Tag verlief wie jeder andere.

„Der liebe Gott ist stolz auf dich“

Wenn man klein ist, geht das noch. Ich kannte nichts anderes, bin so aufgewachsen und deshalb dachte ich lange Zeit, die anderen seien komisch und unnormal. Bis ich dann irgendwann gemerkt habe: Ich bin der Außenseiter. Und je älter man wird, umso klarer war der Unterschied.

Mobbing von Schulkameraden? Ist doch nicht schlimm, immerhin erträgt man es für Gott! „Der liebe Gott ist stolz auf dich und sieht das alles“, wurde mir gesagt. Na, danke.

Eine Zeit lang redete ich mir das erfolgreich ein, weinte nachts ins Kopfkissen und bat Gott, das Leid zu beenden. Nichts passierte. Ich hatte zwar „Freunde“ in der Versammlung, das waren aber auch die einzigen. Meine Freizeit war gefüllt mit Predigtdienst und Bibellesen. Wenn ich Zeit mit anderen Teenagern verbringen wollte, die nur leider nicht in der „Wahrheit“ (also Ungläubige) waren, hieß es, sie wären schlechter Umgang für mich. Und gleich danach ein Bibeltext:“Schlechter Umgang verdirbt nützliche Gewohnheiten.“

Sieht Gott wirklich alles?

Da waren sie wieder: Schuldgefühle. Gott will nicht, dass du dich mit Menschen triffst, die nicht an ihn glauben, hieß es immer. Aber ich wollte Freunde haben! Auch normal sein. Einmal eingeladen werden, ins Kino oder auf eine Party und „Ja“ sagen können! Aber das hatte sich bald erledigt: Mit der Zeit wurde ich kaum noch eingeladen und musste mir auch keine Ausreden mehr überlegen.

Dennoch meldete sich die Schuld weiter. Ich sollte dazu stehen, was ich glaubte und es nicht verleugnen. „Jehova wird so enttäuscht sein. Und er sieht ALLES!“ war ein typischer Satz meiner Mutter.

Der Gedanke, dass Gott alles sieht, machte mich wahnsinnig. Als würde er nur darauf warten, dass ich sündige und angekrochen komme, um ihn um Vergebung anzubetteln. Um zu sehen, ob ich einen Ballerfilm gucke, Bier trinke, einen zu kurzen Rock trage, rumknutsche, rauche, fluche, lüge, was auch immer: Er sieht mich!

Aber auch von der anderen Seite kam Druck, der genau so schlimm war: „Warum feierst du keinen Geburtstag? Wo gehst du Donnerstagabend immer hin? Warum darfst du nicht mit uns zu der Party? Was hast du schon wieder für komische Sachen an? Waaaas, du kennst nicht diese neue krasse Band?“

Meine Mitschüler wollten es natürlich genau wissen. Und als sie sich dann über die Zeugen informiert hatten, wurden die Fragen schwieriger: „Du darfst keine Bluttransfusion bekommen, wenn du einen Unfall hattest? Du darfst keinen Sex vor der Ehe haben? Warum hast du zu deinem Vater keinen Kontakt mehr?“

Zeugen Jehovas dürfen keinen Kontakt zu Ausgeschlossenen haben

Auf diese Fragen hatte ich leider selbst keine Antwort. Ich war unglücklich. Mir war klar, dass ich diese ganzen Lehren nicht glauben konnte und nicht danach leben wollte. Ich wusste, dass im Falle eines medizinischen Notfalls meine Eltern für mich entschieden hätten: Kein Blut, auch wenn es den Tod bedeutet. Sie hätten mich im Namen Gottes sterben lassen. Und das Schlimmste: Ich wurde jahrelang so manipuliert, dass ich dem Ganzen noch mit Freuden zugestimmt hätte.

Lange hat es in mir gebrodelt. Mit 17 habe ich mich dennoch taufen lassen. Von da an war mir der Kontakt zu meinem Vater strengstens verboten, denn er war ein Ausgeschlossener. Und Zeugen Jehovas dürfen keinen Kontakt zu Ausgeschlossenen haben, auch wenn es die eigene Familie ist. Das habe ich nicht verkraftet. Ich war hin- und hergerissen, wütend und tieftraurig. Ich konnte einfach nicht glauben, dass ein „Gott der Liebe“ Familien geschaffen hat – und sie dann auseinander reißt.

Ich habe mein Leben zurück

Ungefähr ein Jahr später habe ich mich gelöst und mir ein völlig neues Leben aufgebaut. Ich habe alles hinter mir gelassen, bin umgezogen und habe einen neuen Menschen kreiert: MICH. So wie ich sein will, wie ich glücklich bin.

Jetzt bin ich 23 und lebe so frei und zufrieden wie nie zuvor. Ich muss es niemandem mehr recht machen, gehe meinen eigenen Weg und habe so viele wertvolle Menschen kennengelernt, die mich lieben, ohne Bedingungen zu stellen und immer da sind.

Es war nicht immer leicht, durchzuhalten und mich in einer Welt zurechtzufinden, die mir so oft fremd vorkam. Aber wenn man das Risiko eingeht, etwas hinter sich zu lassen, was einem nicht gut tut, kann man das Wichtigste gewinnen: sein Leben.

Ihre Erfahrungen bei den Zeugen Jehovas teilt Sophie Jones auch auf ihrem Youtube-Kanal. Außerdem hilft sie gemeinsam mit dem Verein JW Opfer Hilfe e.V. Menschen, die den Ausstieg wagen wollen.

Quelle: Stern.de

von |September 12th, 2018|2018|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Abgeordnete fordern Maßnahmen gegen die Missbrauchsvorwürfe der Zeugen Jehovas

Mehr als 100 Personen berichteten dem Guardian von sexuellen Kindesmissbrauchsansprüchen und anderen Misshandlungen.

Parlamentsmitglieder fordern Regierungsmaßnahmen, nachdem mehr als 100 Menschen den Guardian wegen Kindesmissbrauchs und anderer Misshandlungen in den Gemeinden der Zeugen Jehovas in Großbritannien kontaktiert haben.

„Ich bin sehr besorgt, aber nicht überrascht von den Vorwürfen des Kindesmissbrauchs innerhalb der Zeugen Jehovas. Wann immer es eine geschlossene Gesellschaft mit einem inhärenten Machtungleichgewicht gibt, ist das Potenzial für Missbrauch da“, sagte die Labour-Abgeordnete Sarah Champion.

Sie sagte, sie werde das Thema im Parlament zur Sprache bringen und fordern, dass die Regierung Maßnahmen ergreift, um sicherzustellen, dass alle Kinder in Sicherheit sind.

Alex Chalk, der konservative Abgeordnete für Cheltenham, sagte, er plane, das Thema im Parlament anzusprechen, und sagte, dass dies nicht nur ein historisches Problem sei, sondern ein fortlaufendes Anliegen der Kindersicherheit sei.

„Meine instinktiven Gedanken sind, dass die bloße Anzahl und Ernsthaftigkeit der bevorstehenden Vorwürfe sich auf … Wenn sogar die Hälfte der Anschuldigungen wahr ist, dann ist es klar, dass eine tief verwurzelte Kultur der Vertuschung und fehlerhaften internen Untersuchungen weiterhin besteht an diesem Tag“ , sagte Chalk.

Eine Guardian-Untersuchung hörte von 41 Personen, die behaupteten, sie seien Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch und behaupteten eine Kultur der Vertuschungen und Lügen mit älteren Mitgliedern der Organisation, die als Älteste bekannt sind und die Opfer davon abhalten, mit der Polizei zu sprechen.

Weitere 48 Personen sagten, sie hätten andere Formen des Missbrauchs erlebt, darunter körperliche Gewalt, als sie Kinder waren, und 35 behaupteten, sie hätten Zeugen oder hörten von anderen, die Opfer von Kinderpflege und -missbrauch waren.

Dem Guardian wurde mitgeteilt, dass den Mitgliedern der Gemeinschaft beigebracht wurde, die Interaktion mit externen Autoritäten zu vermeiden. Es wurde auch behauptet, dass nach den von der Gruppe festgelegten Regeln für den ernstzunehmenden sexuellen Missbrauch von Kindern mindestens zwei Zeugen anwesend sein müssen. Wenn dies passiert oder ein Täter Missbrauch gesteht, wird ein Rechtsausschuss einberufen und der Fall untersucht.

Eine Anwältin, die einige der mutmaßlichen Opfer vertritt, sagte, sie glaube, es gäbe Tausende von Beschwerdeführern in Großbritannien, und die Leute, die den Guardian kontaktiert hätten, seien „nur die Spitze des Eisbergs“.

Kathleen Hallisey, leitende Anwältin im Missbrauchsteam von Bolt Burdon Kemp, sagte im Namen von 15 mutmaßlichen Opfern: „Angesichts der Zahl der Zeugen Jehovas im Vereinigten Königreich und des Wissens über die Verbreitung von Missbrauch in der Organisation dort sind wahrscheinlich Hunderte und wahrscheinlich Tausende weitere Opfer. Das ist wirklich nur die Spitze des Eisbergs.“

Champion sagte, sie sei besorgt, dass die Opfer ihren Missbrauch den Ältesten melden müssten, ohne sich selbst zu kontrollieren.

Sie äußerte auch ihre Besorgnis darüber, dass Missbrauchsansprüche nur vor einem Untersuchungsausschuss erhoben werden könnten, wenn zwei Zeugen vorlägen. „Missbrauch geschieht in den Schatten, also ist es lächerlich, nach einem zweiten Zeugen zu fragen, und verhindert effektiv die Berichterstattung“, sagte Champion.

Mehrere weitere mutmaßliche Opfer meldeten sich, nachdem die ursprünglichen Ansprüche veröffentlicht worden waren. Eine Frau, die anonym sprach, sagte: „Ich bin ein ehemaliger Zeuge Jehovas und kenne persönlich zwei Mädchen, die in ihren Versammlungen missbraucht und zum Schweigen gebracht wurden.“

Eine andere Frau, die ebenfalls anonym sprach, sagte, sie habe versucht, sich selbst zu töten, als sie 14 Jahre alt war, nachdem sie von ihrem Vater misshandelt worden war. „Ich habe einen alten Artikel in der Zeitschrift“ Awake(Erwachet!) „über Missbrauch in der Gemeindebibliothek gefunden und ihn dem Ältesten offen gelassen. Ich hatte den gleichen Artikel für meinen Vater auf einer Stufe verlassen, in der Hoffnung, er würde es lesen und aufhören. Als es herausgefunden wurde, wurde auch ich angewiesen, nichts zu sagen und zu vertuschen. In meinem Fall wurden die Beweise auch von den Ältesten zerstört“, sagte sie.

Sie sagte, es wurde ihr gesagt, dass sie niemals mit jemandem darüber sprechen solle, was passierte und dass sie keine Beratung erhalten habe. „Ich habe die Ältesten privat gefragt, ob ich mit der Familie eines Freundes leben könnte … und sie sagten, ich müsse meinen Vater fragen, ob er der Haushaltsvorstand sei.“

Die Operation Hydrant, eine Untersuchung der britischen Polizei zu Vorwürfen über sexuellen Kindesmissbrauch in jüngerer Zeit, hat 45 potentielle Opfer von Kindesmisshandlung in einer Zeugen Jehovas Situation behandelt. Er sagte, Vorwürfe könnten von einer dritten Partei erhoben werden, die entweder ein potenzielles Opfer identifiziert oder nicht identifiziert.

Als die Wohltätigkeitskommission über die Ergebnisse des Guardian informiert wurde, sagte sie, dass ihre Untersuchung in der Wachtturm-Bibel- und Traktatgesellschaft Großbritanniens, dem Leitungsgremium der Zeugen Jehovas in Großbritannien, fortgesetzt werde. Es hieß, dass jeder, der von Bedenken betroffen sei, sich melden solle.

In einer Erklärung sagten die Zeugen Jehovas, Kinderschutz sei von größter Wichtigkeit. Sie sagten, dass ein Opfer und seine Familie das Recht hätten, der Polizei Anzeigen wegen Kindesmissbrauchs zu melden, und dass das Prinzip der ausreichenden Beweise eine Vorschrift des Schrifttums sei, die nichts mit der Meldung eines Verbrechens an die Behörden zu tun habe.

  • Im Vereinigten Königreich können die Samariter unter 116 123 kontaktiert werden. In den USA ist die Nationale Selbstmordpräventions-Lebenslinie unter der Nummer 1-800-273-8255 zu erreichen. In Australien ist der Krisenunterstützungsdienst Lifeline unter 13 11 14 zu sprechen. Weitere internationale Selbsthilfegruppen finden Sie unter www.befrienders.org.

Quelle: theguardian.com

Oliver Wolschke – Warum vier Zahlen mein Leben verändert haben

Wieder hat uns ein umfassender Bericht eines Aussteigers erreicht, der erst vor kurzer Zeit die Zeugen Jehovas verlassen hat. Oliver Wolschke schreibt in seinem Vorwort:

Ich schreibe hier über meine Zeit bei den Zeugen Jehovas, wie ich ins Zweifeln kam und welche Informationen letztendlich dazu geführt haben, dass ich den Schritt raus wagte. Ich musste raus, es gab keine andere Option. Du wirst erfahren, dass es nicht leicht ist, die Zeugen Jehovas zu verlassen, auch wenn die Organisation selbst den Austritt als eine formelle Angelegenheit beschreibt.

Seit meinem 7. Lebensjahr bin ich in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas aufgewachsen. Mit 31 Jahren habe ich den Ausstieg geschafft. Dieser Schritt ist alles andere als einfach. Denn entweder folge ich weiterhin einer Organisation, die ich nicht mehr respektieren kann oder ich verliere den Kontakt zu meinen Eltern sowie meinen engsten Freunden. Es hat mich innerlich zerrissen diese Entscheidung treffen zu müssen. Ich habe mich für letzteres entschieden. Im Anschluss brach der Großteil meines sozialen Umfeldes von heute auf morgen weg.

In erster Linie wollte ich meine Kinder aus dieser Organisation herausholen da es mein Wunsch ist, dass sie frei im Denken aufwachsen können. Besonders eilig hatte ich es ab dem Zeitpunkt, als ich in Erfahrung gebracht hatte, wie Zeugen Jehovas intern mit Fällen von sexuellen Kindesmissbrauch umgehen. In der Regel wissen die „einfachen“ Zeugen davon nichts, denn es herrscht eine ständige Informations- und Gedankenkontrolle.

Die größte Überwindung war es für mich mit meiner Frau über meine Zweifel zu sprechen. Ich wusste nicht ob sie diesen Weg mit mir mitgehen würde.

In einem sehr persönlichen Bericht erzähle ich über meine Zeit bei den Zeugen Jehovas, wie ich mich innerlich lossagte und wie schwer letztendlich der Prozess des Ausstiegs wurde.

In Teilen des Textes geht es um interne Informationen, die weder der Mehrheit der Anhänger, noch den Menschen außerhalb bekannt sind:

– Anleitungen für Gemeindeaufseher der Zeugen Jehovas zum Umgang mit Kindesmissbrauch
– Entwicklungen zu staatlichen Untersuchungen (Umgang mit sexuellem Missbrauch) und die Reaktion der Wachtturm-Gesellschaft
– Finanzielle Aktivitäten der Wachtturm-Gesellschaft die aufzeigen, dass aus noch unbekannten Gründen anscheinend massiv Gelder benötigt werden

Oliver berichtet auf seiner Seite, wie schmerzlich der Ausstieg bei den Zeugen Jehovas wirklich war. Mit seinem neuen Leben ist er und seine Frau glücklich. Insbesondere das Thema Kindesmissbrauch, aber auch vieles weitere, waren Anlass die Wahrheit hinter der „Wahrheit“ zu hinterfragen. Wahrheiten jetzt! wünscht Oliver und seiner Frau, sowie ihren Kindern, nur das Beste und empfehlen sein Lebensbericht und seine umfassende Ausarbeitung weiter.

Quelle: oliverwolschke.de

Die Evolution der Religion

Die Evolution der Religion

Jeder Mensch wird innerhalb seines Lebens sich eines Tages mit der Frage auseinander setzen, woran man persönlich glaubt. Die Fragen was der Sinn des Lebens ist, oder ob es ein Leben nach dem Tod gibt, sind essenziell. Oftmals wird auf der Suche nach Antworten innerhalb der bestehenden Religionen nach Antworten gesucht. Diese sind vielseitig und individuell verschieden. Wenn es einen Gott gibt, der das Leben erschaffen hat, so hat er sicherlich seinem Handeln und Tun einen Sinn gegeben – dies ist eine zentral-logische Konsequenz, da auch unser Handeln mit Sinn und Zweck verbunden ist.

Während man sich demnach auf der Suche nach der „Wahrheit“ orientiert, wird man eines Tages konfrontiert mit der Frage, welche Weltanschauung die richtigen Antworten uns geben kann. Natürlich gibt es viele Menschen, die diese Suche eingestellt haben, und ihren Blick auf ihr einziges Leben konzentrieren, da keine zu 100% faktisch göttliche Quelle existiert, die nachweislich die korrekte Antwort liefert. Die Überzeugung einer Weltanschauung basiert letztlich immer nur an dem persönlichen Glauben. Sie basiert ebenfalls auf die Erziehung, persönliche Erfahrungen sowie Vorurteilen. Der Glaube oder die Religion an sich mag vorzeitige Antworten liefern, insbesondere durch die Metaphysik, sind im Entschluss jedoch niemals faktisch und immer anzweifelbar.

Religion aus der Sicht der Wissenschaft

Die Evolution der ReligionBetrachten wir die Religionen der Menschheit, sowie ihren Anfängen, können wir feststellen, dass es eine geistige Evolution der Religion gab. Ur-Völker glaubten an das, was sie sehen konnten. Beispielsweise galt über viele Jahrhunderte der Mond, die Sonne oder die Sterne als Gottheiten. Auch in der Naturreligion ging es eher weniger um die Frage nach dem Sinn, sondern was älter und souveräner war – beispielsweise die Anbetung von Bäumen, die bereits vor der Entstehung der Zivilisation existierten oder durch das Schnitzen von Götzen.

Durch das Angebot von vielen Weltanschauungen und Gottheiten, entstand ebenfalls der Monotheismus. Während man selbst an den „wahren Gott“ glaubte, mussten alle andere Götter demnach „falsche Götter“ oder Götzen sein. Ebenfalls finden wir Merkmale von Göttern oder von Gott gesandte Personen, die aus dem „Himmel“ zur Menschheit kamen, um die „Wahrheit“ zu lehren. Bei dem Tod dieses Gottes oder der Repräsentant des „einzig wahren Gottes“, wurden Hirten eingesetzt, die das Werk fortführen sollten, wie beispielsweise im Christentum durch die Apostel.

Jetzt wurde nicht nur etwas Sichtbares angebetet, die „Schöpfung“, sondern das Unsichtbare trat in den Vordergrund, sowie eine Gruppe von Menschen, die glauben, dieses Unsichtbare vor „Nicht-Gläubigen“ vertreten zu müssen als einzige und universale Wahrheit über das Leben, der Sinn des Lebens sowie, was nach dem Tod geschieht. Die Schöpfung eines unsichtbaren Gottes trat in Kraft, in der es den Tod nach sich ziehen muss, wenn der Glaube anderes verehrt, als den einen, nicht sichtbaren Gott selbst.

Der Sinn der Religion

Einige Menschen haben ihren Frieden darin gefunden, wenn sie sagen, dass sie nur an das glauben, was sie sehen können, oder an nichts höheres glauben, wie ein intelligentes Wesen, dass man als Schöpfer und Gott betrachten muss. In Betracht gezogen werden muss, ist, dass Religion und persönlicher Glaube sich unterscheiden. Die Religion ist ein massentaugliches Weltanschauungs-Modell, dass auf den ersten Blick schnelle und leichte Antworten verspricht auf essenzielle Fragen des Lebens. Während der persönliche Glaube Abweichungen bietet auf bestehende Modelle, oder gar selbst völlig neue kreiert.

Wissenschaftlich betrachtet müssen wir uns die Frage stellen, warum und inwieweit der Sinn der Religion bzw. des Glaubens Einzug erhielt in der Weltanschauung der Menschen.

Religionen bieten für die Masse, wie bereits geschildert, „schnelle Antworten“ auf bestehende Fragen. Auch wenn gewisse Antworten für einen metaphysischen Menschen heute belächelt werden kann, und die wissenschaftliche Sichtweise uns „beweisbare Modelle“ verspricht, galt sie in den Jahrtausenden als alles Maß der Dinge. Die Religion wuchs ebenfalls schnell, weil sie Teil der Kultur wurde. Durch Geburten und Erziehung wurde dieses bestehende Weltbild in der Region von der Masse angenommen. Nur die „Querdenker“, die sich nicht so sehr von dem Zeitgeist und dem kulturellen Umstand beeinflussen ließen, stellten ernsthafte Fragen in den Raum. Oftmals jedoch wurde Kritik im Keim erstickt, und bekam erst in der Zeit der Aufklärung ihre volle Kraft.

Das Wohlbewusstsein der Religion

Abgesehen von den Antworten die man erhielt, oder der „Zwang“ der Erziehung durch die Kultur, bietet die Religion oder der persönliche Glaube auch einen entschiedenen Vorteil. Sie darf als eine Art biologische als auch geistige Evolution betrachtet werden.

Die Entwicklung des Lebens besteht darin, die bestehende Art zu erhalten durch die Fortpflanzung, das Überleben des Stärkeren sich zu sichern, und das Leben, durch seinen Selbsterhaltungstrieb, so lange es geht zu bewahren. Die biologische Evolution besteht insbesondere auch darin, sich modifizieren zu können, je nach regionalen Umstand. Durch das Modifizieren und Anpassen an die Umgebung und den gegebenen Umständen, konnte die stärkere Spezies überleben, während die Schwächere ausstarb. „Survival of the Fittest“ bedeutet im Sinne der Darwin’schen Evolutionstheorie das Überleben der am besten angepassten Individuen. „Fit“ oder „Fitness“ beschreibt im Darwinschen Sinne den Grad der Anpassung an die Umwelt – die adaptive Spezialisierung -, oder auch die Reproduktionsfähigkeit trotz geringer Spezialisierung, und nicht die körperliche Stärke und Durchsetzungsfähigkeit im Sinne einer direkten Konkurrenzverdrängung unter Einsatz von Gewalt. Dies bedeutet, dass nicht jene Art überlebt, die allem trotzt und andere Arten verdrängt, sondern diejenige, welche sich entweder der Umwelt anpasst oder es schafft, sich trotz widriger Umweltbedingungen kontinuierlich zu vermehren.

Die Natur bot daher dem Individuum die Möglichkeit, sich selbst und seine Art am Leben zu erhalten. Dennoch ist dieser Evolution einer Grenze unterworfen – der Tod. Ganz gleich, um welches Lebewesen es sich auf der Erde auch handelt, alles endet spätestens im natürlichen Tod. Dies führt unweigerlich dem Menschen zu der Frage, was passiert, wenn das Leben auf der Erde nicht mehr existiert. Die Religion oder der Glaube, ist bis heute noch eine Art Ausweg, um diese Frage so gut wie es geht zu beantworten, oder diese auszuweichen.

Das „Glück“ innerhalb der von Menschenhand gemachten Religion

Das, was die Biologie nicht halten konnte, kann über das „Geistige“ ausgewichen werden. Während man anerkennen muss, dass das materielle Leben eines Tages endet, bietet die Religion oder der Glaube ein Leben nach dem Tod an. Sei es der Himmel, das Paradies, das Jenseits, die Wiedergeburt oder anderes.

Jeder „echte Glaube“ ist immer verknüpft damit, dass man glaubt die Wahrheit zu kennen, und setzt den Glauben als Faktum dar. Die meisten „streng Gläubigen“ sind überzeugt, dass ihr Glaube auch entsprechende Früchte tragen wird, dass ihr Glaube „belohnt“ wird – insbesondere in dem Monotheismus.

Jeder Glaube beinhaltet demnach Hoffnung. Hoffnung ist eine entscheidende Quelle, um in seinem Glauben nicht geistigen „Schiffbruch“ zu erleiden. Hoffnung treibt die Menschen an, egal woran man auch glaubt.

Innerhalb einer gut-funktionierenden Biologie, strebt insbesondere der Mensch nach einem erfolgreichen, „glücklichen“ Leben. Die Menschen beschreiben Glück auf die verschiedenste Art und Weise, und wie man diese erreichen kann. Wissenschaftlich gesehen ist „Glück“ nichts weiteres, als individuelle Momente in einem Leben, in der es zu einem chemischen Prozess kommt. Welcher ist dies?

„Glück“ durch Serotonin und Dopamin

Die Evolution der ReligionSerotonin, auch 5-Hydroxytryptamin (5-HT) oder Enteramin, ist ein Gewebshormon und Neurotransmitter. Es kommt unter anderem im Zentralnervensystem, Darmnervensystem, Herz-Kreislauf-System und im Blut vor. Der Name dieses biogenen Amins leitet sich von seiner Wirkung auf den Blutdruck ab: Serotonin ist eine Komponente des Serums, die den Tonus (Spannung) der Blutgefäße reguliert. Es wirkt außerdem auf die Magen-Darm-Tätigkeit und die Signalübertragung im Zentralnervensystem. Auch als „Wohlfühlhormon“ ist Serotonin bekannt, denn es wirkt nicht nur stimmungsaufhellend, sondern dämpft die Stressantwort des Körpers ab. Dabei wirkt es unter anderem entspannend, antidepressiv, schlaffördernd, schmerzhemmend und motivationsfördernd.

Auch Dopamin ist ein biogenes Amin aus der Gruppe der Katecholamine und ein wichtiger, überwiegend erregender Neurotransmitter. Es wird auch Prolaktostatin bzw. PIH (von Prolactin-Inhibiting Hormone) genannt. Im Volksmund gilt es als Glückshormon. Die psychotrope Bedeutung des Dopamins wird allerdings hauptsächlich im Bereich der Antriebssteigerung und Motivation vermutet.

Wie können wir „Glück“ wissenschaftlich, auf biologischer und chemischer Ebene, demnach formulieren? „Glück“ existiert in seiner reinen Form eigentlich nicht. Das Gefühl des „Glücks“ findet durch positiv-individuelle Momente im Leben statt. Im Hirn erfolgt ein erhöhtes Ausstoßen von Serotonin oder auch Dopamin, welches wir als „Glücksmoment“ empfinden. Wir geben diesen Moment ebenfalls noch eine emotionale, besondere Bedeutung und definieren es als „Glück“. Dieses Glück ist rein hormonbedingt, es ist eine Art „schöne Lüge unseres Gehirns“, dass uns den Moment als „besonders aufhellend“ vermittelt. Deswegen gibt es für „Glück“ keine „Zauberformel“, sondern es ist an individuellen Ereignissen gekoppelt, und kann daher kein Dauerzustand sein. „Glück“ ist wissenschaftlich betrachtet nur ein „Hormoncocktail“.

Die Rolle des „Glücks“ in der Religion

Sigmund Freud, österreichischer Neurologe, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker und Religionskritiker, stellte fest und war sich deshalb sicher:

Das zusammenfassende Urteil der Wissenschaft über die religiöse Weltanschauung lautet: Während die einzelnen Religionen miteinander hadern, welche von ihnen im Besitz der Wahrheit sei, meinen wir, daß der Wahrheitsgehalt der Religion überhaupt vernachlässigt werden darf. Religion ist der Versuch, die Sinnenwelt, in der wir gestellt sind, mittels der Wunschwelt zu bewältigen […] Aber sie kann es nicht leisten. Ihre Lehren tragen das Gepräge der Zeiten, in denen sie entstanden sind, der unwissenden Kinderzeiten der Menschheit. […] Die Religiosität führt sich biologisch auf die langanhaltende Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit des kleinen Menschenkindes zurück, welches, wenn es später seine wirkliche Verlassenheit und Schwäche gegen die großen Mächte des Lebens erkannt hat, seine Lage ähnlich wie in der Kindheit empfindet und deren Trostlosigkeit durch die regressive Erneuerung der infantilen Schutzmächte zu verleugnen versucht. […] Es wird aber behauptet, daß jeder von uns sich in irgendeinem Punkt ähnlich wie der Paranoiker benimmt, eine ihm unleidliche Seite der Welt durch eine Wunschbildung korrigiert und diesen Wahn in die Realität einträgt. Eine besondere Bedeutung beansprucht der Fall, daß eine größere Anzahl von Menschen gemeinsam den Versuch unternimmt, sich Glücksversicherung und Leidensschutz durch eine wahnhafte Umbildung der Wirklichkeit zu schaffen. Als solchen Massenwahn müssen wir auch die Religionen der Menschheit kennzeichnen. Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.“

Die Natur des Menschen ist mit vielen Problemen in dieser Welt behaftet. Für viele dieser Probleme gibt es Lösungen, die angewendet werden können. Die Natur, und damit auch das Individuum, steht jedoch vor dem unausweichlichen Problem den wir als „Tod“ definieren. Da es – zumindest derzeit – nicht möglich ist, ewig mit unserem materiellen Körper zu leben, bietet so die Religion den entscheidenden Vorteil des Auswegs an mittels eines geistigen Körpers, der nach dem Tod weiterlebt. Die Religionen bieten dafür die verschiedensten Möglichkeiten an, wie dieses „Leben“ nach dem Tod auszusehen habe.

Das Glück hat in erster Linie nicht mit der Psychologie zu tun. Glück ist, wie bereits gesagt, ein chemischer Prozess in unserem Gehirn, dass einen entschiedenen Vorteil in der biologischen Evolution bietet. Treffen wir als Individuum jedoch auf unlösliche Probleme, gerät unsere Psyche aus dem Gleichgewicht. Unser Unterbewusstsein, dass nicht filtert sondern aufnimmt, kann sich der Tatsache des Sterbens nicht entziehen. Eine „defragmentierte Psyche“ ist demnach kontraproduktiv wenn es um eine effizientes und ein aktives, chemisches Verhältnis von „Glücks“-Botenstoffen in unserem Gehirn geht.

Hoffnung als Ausweg aus dem Unvermeidlichen

Jeder „echte Glaube“ sollte rein effektiv und sinnbetrachtet ohne „Zweifel“ existieren, ansonsten wäre die Wirkung des Glaubens hinfällig. Hierbei spräche man von einer kognitiven Dissonanz, die das psychische Gleichgewicht zerstört. Die Hoffnung innerhalb des Glaubens ist ein entschiedenes Puzzleteil, damit das unausweichliche Problem des „Todes“ sich nicht auf unseren Serotonin und Dopamin Haushalt im Gehirn negativ auswirkt. Die Folgen wären beispielsweise Depressionen. Diese „geistige Krankheit“ stehe dem natürlichen Erhaltungstrieb maßgeblich im Wege. Unser Geist würde gegen unsere natürliche Biologie, gegen unserem Selbsterhaltungstrieb ankämpfen.

Die geistige Evolution

Durch das „erhöhte Bewusstsein“ des Menschen gegenüber dem Tier – nach jetzigem Wissensstand -, kam ein unausweichliches Problem zustande, das kognitiv „gefühlt“ und nachempfunden werden konnte. So ist sich jeder Mensch ganz biologisch-natürlich bewusst, dass er sterben werde. Der Mensch ist demnach in der Lage, zukünftiges Denken über sein Wohl und sein Individuum anzustellen, und ist unausweichlichen Problemen und Fragen konfrontiert. Durch dieses Bewusstsein wäre allerdings auch die Entwicklung stehen geblieben, ja sogar die „Rasse“ Mensch zum Aussterben verurteilt gewesen. Durch das ständige Bewusstsein dem Tod „ausgeliefert“ zu sein, hätte der Mensch Sinn, etwaige Hoffnung verloren. Der Mensch sehe zwar die Zukunft, die noch kommen wird, macht dies jedoch unterbewusst zu einem Problem in der Gegenwart. Die Folge wäre ein „psychisches Ungleichgewicht“ gewesen, und damit auch der Abbau von Serotonin und Dopamin. Über die Jahrhunderte wäre nicht nur die „Rasse“ Mensch depressiv geworden, sondern hätte immer weniger bis kein Serotonin und Dopamin entwickeln können. Die Folge wäre gewesen, dass eine Zivilisation ohne natürlichem „Lebenserhaltungs-Trieb“ sich entwickelt hätte.

Die Religion und der Glaube – ein Ausweg aus dem „natürlichen“ Aussterben

Die Evolution der ReligionReligion und Glaube bieten nicht nur Weltanschauungen und Modelle, die uns „schnelle Antworten“ liefern können, was mit uns nach dem Tod passiert. Sie hilft auch der „Nicht-Existenz“ auszuweichen. Durch Religion und dem persönlichen Glauben war es möglich, wieder einen echten Sinn im Leben zu sehen. So war es möglich, einer unausweichlichen Problematik „Lösung“ zu bieten.

Die kindlichen Fragen und Problemstellung, die uns bis zum Tod erhalten bleiben, können vollständig ausgewichen werden. Einer „natürlichen Auslese“ durch die Minderung des Selbsterhaltungstriebs wegen fehlender Serotonin und Dopamin Entwicklung im Hirn, werden durch die „schnellen Antworten“ die die Religionen, oder der persönliche Glaube, liefern, entgegen gewirkt.

Der evolutionäre Schritt, auf geistiger Ebene, der sich aber direkt auf die biologische Entwicklung auswirkt, bietet die universale Lösung für ein universales Problem mittels der Hoffnung. Durch die Hoffnung des Glaubens – die das Ur-Problem im Grunde nur verschiebt – ist der „nächste Schritt“ der Evolution in ein sorgen-freieres Leben ermöglicht. Die Psyche, das Unterbewusstsein, wird entlastet von einer Problematik, aus der sie sonst keinen Ausweg hätte finden können. Dadurch wiederum wird der chemische Prozess im Gehirn des Menschen gefördert, sodass Serotonin und Dopamin produziert und ausgeschüttet werden kann, und „gläubige Menschen“ einen echten Sinn wieder sehen können, sofern sie diesen nicht nur auf das Überleben und dem Fortpflanzen widmen, und sich damit zufrieden geben. Religion und Glaube, egal in welcher Form auch ausgeprägt, sind sich am „Ende“ immer gleich: Das Endziel des Glaubens besteht darin, den Tod in irgendeiner Form zu „besiegen“, sei es durch den Himmel, durch das Paradies, durch das Jenseits, durch die Wiedergeburt etc.

Religion wurde zu einer Waffe

Religion als „das Opium des Volkes“ ist eine Aussage von Karl Marx. Das Zitat stammt aus der um die Jahreswende 1843/44 verfassten Einleitung zu seiner Schrift „Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“. Karl Marx schloss sich in seiner Religionskritik zunächst Ludwig Feuerbach an, wie er am 10. Mai 1842 in der Rheinischen Zeitung über die christlichen Landtagsabgeordneten aus dem Ritterstande schrieb:

Weil ferner die wirkliche Stellung dieser Herren im modernen Staate keineswegs dem Begriff entspricht, den sie von ihrer Stellung haben, weil sie in einer Welt leben, die jenseits der wirklichen liegt, weil also die Einbildungskraft ihr Herz und ihr Kopf ist, so greifen sie, in der Praxis unbefriedigt, notwendig zur Theorie, aber zur Theorie des Jenseits, zur Religion […] Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben, oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Societät. Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr encyklopädisches Compendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur, ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks. Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammerthales, dessen Heiligenschein die Religion ist.

Menschen, die nach Macht, Reichtum und Einfluss strebten, nutzten über die Jahrtausende die Religionen zum Schaden der Menschen aus. In den Jahrhunderten geriet die Religion in Kritik, weil sie zum Instrumentalisieren der Allgemeinheit gebraucht wurde. So entwickelte sich die Religion weiter, oder starb vielmehr in ihrer Macht aus, und der Mensch lernte immer mehr den „persönlichen Glauben“ kennen.

Die „natürliche“ Evolution des Glaubens, für die biologische Evolution des Menschen, sowie die Sicherung seines Fortbestands als Rasse, wurde immer mehr als Mittel und Waffe zur Unterdrückung. Religion wurde, neben Politik, Hauptwerkzeug zur Instrumentalisierung der Menschheit für persönliche Interesse der Mächtigen. Um dieser „Macht“ Ausdruck zu verleihen, sowie der Prädestinierung, wurden ebenfalls Begrifflichkeiten wie „Kanal Gottes“, „Sprecher Gottes“, „Rechte Hand Gottes“, oder auch „Heiliger Vater“ ins Leben gerufen. Die Menschen, die die Religion und den Glauben ausbeuten und missbrauchen, sehen sich so in ihrer Stellung rechtfertigt und fundamentiert.

Insbesondere wurde Religion „verschärft“ durch die Abspaltung der Hauptreligionen in Form von Sekten. Sektenhafte Strömungen führten stärkere Kontrollen über das Bewusstsein des Menschen ein. Diese „negativen Formen“ der geistigen Evolution wurden zu einer Plage der Menschheit – Religionen ist die Instrumentalisierung für Macht und Einfluss, der zu Krieg und Blutvergießen führte. Symbiose: Während sich die Führer die Masse zu Nutze machen, gewinnt der jeweilige Gläubige „schnelle Antworten“ um aus der miserablen Lage des Todes einen Ausweg zu erhalten.

Das Juden- und Christentum mit der „Schuld-Lehre“

Die Evolution der ReligionReligion und der persönliche Glaube sind eine Art Entlastung des Lebens, da durch die Hoffnung konditionelle Lebenseinstellung gefördert werden, die „schnelle Antworten“ auf eine nicht abzuwendende Lage bieten.

Durch die Lehre des Judentums, auch später des Christentums wurde der Sinn der Religion, eine entlastende Antwort bzw. Hoffnung zu geben, verschärft. Gemäß dem jüdischen und christlichen Glaubensgrundsatz, ist die Erklärung, warum Menschen sterben müssen, die Schuld die wir vor Gott haben. Schulden, die vererbt wurden, gegen diese wir aus biologischer Sicht nichts ändern können. Umgangen wird diese Schuld mit dem Glauben an den Messias, der einem die Schuld vor Gott nehmen kann, wenngleich wir laut Glaubensbekenntnis täglich sündigen – gewollt oder ungewollt.

Schuld bzw. Sünde ist ein Laster für die Seele. Schuld ist wie ein zerrender Anker, der auf das Unterbewusstsein jedes Menschen zerrt, der daran glaubt. Der Apostel Paulus, ein Nachfolger Jesu, schreibt:

Was wollen wir hierzu sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. Denn ich wüsste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte (2. Mose 20,17): »Du sollst nicht begehren!« Die Sünde aber nahm das Gebot zum Anlass und erregte in mir Begierden jeder Art; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot. Ich lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, wurde die Sünde lebendig, ich aber starb. Und so fand sich’s, dass das Gebot mir den Tod brachte, das doch zum Leben gegeben war. Denn die Sünde nahm das Gebot zum Anlass und betrog mich und tötete mich durch das Gebot. So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut. Ist dann, was doch gut ist, mir zum Tod geworden? Das sei ferne! Sondern die Sünde, auf dass sie als Sünde sichtbar werde, hat mir durch das Gute den Tod gebracht, auf dass die Sünde über alle Maßen sündig werde durchs Gebot. Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft. Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern was ich hasse, das tue ich. Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, stimme ich dem Gesetz zu, dass es gut ist. So tue ich das nicht mehr selbst, sondern die Sünde, die in mir wohnt. Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. Wenn ich aber tue, was ich nicht will, vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt. So finde ich nun das Gesetz: Mir, der ich das Gute tun will, hängt das Böse an. Denn ich habe Freude an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Verstand und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Verstand dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde.“ (Römer 7,7-25)

Gemäß den aufgeschriebenen Worten des Apostels Paulus, wirkte in diesem Gläubigen, ein „antrainiertes“ Gesetz, dass in den Gliedern eines Menschen weilt – die Sünde, die Verfehlung. Interessant ist festzustellen, dass ohne der „Belehrung“ bzw. Konditionierung des Glaubens, der Mensch von Natur aus nicht einmal wüsste, dass er ein Sünder ist. Natürlich stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob Sünde tatsächlich existiert, oder nur ein antrainiertes Denken beinhaltet. Schlimmer noch, denn wir finden den Hinweis, dass erst durch die Kenntnisnahme, dass der Mensch von Natur aus ein Sünder sei, die Verfehlung bzw. Sünde wächst. Durch das moralische Verbot, dass die Religion auferlegt, kommt es erst zum Begehren der Sünde oder einer „Fehltat“.

Wäre der Mensch ohne die „Last des Glaubens“, oder der antrainierten Denkstruktur, nicht weitaus glücklicher? Wie zerrend sind diese Gedanken für das Unterbewusstsein, dass auf diese Art und Weise überhaupt erst instrumentalisiert wird? Wie geht die Psyche damit um, wenn ihr immer wieder gesagt wird, man sei ein Sünder und sie sei fehlerhaft?

Durch die Religion und den Glauben entstanden auch moralische Denkmuster, in denen wir Taten in „Gut“ und „Böse“ einstufen. Dualistisches Denken wurde über die Jahrhunderte in das Gewissen des Menschen konditioniert. Eine mächtige Waffe für alle „Führenden“ in den Religionen, da sich so Menschen stets manipulieren und reglementieren lassen.

Ist alles Egoismus?

Angesichts der genannten Faktoren ist eine Kettenreaktion durch biologische als auch geistige Evolution ausgelöst – der Mensch entwickelt ein erhöhtes Bewusstsein, weiß das er sterblich ist, muss durch die Sterblichkeit einen Weg finden, durch dem er dem unausweichlichen Tod umgehen kann, lässt sich durch Religion versklaven, die ihm Möglichkeiten durch den Glauben liefern, dass man nach dem Tod weiter leben könne, nur um dann zu erkennen, dass er ein Sünder ist, dem vergeben werden kann, wenn er denn weiterhin an die Erlösung der konditionellen Schuld glaubt, um sich so tiefer und tiefer durch den Glauben versklaven zu lassen. Dies ist wissenschaftlich betrachtet tatsächlich ein „Teufelskreis“.

Diese geistige Evolution der Religion knüpft tatsächlich an den natürlichen und naturalen Lebenstrieb eines Menschen. Da dieser sich dem Tod nicht fügen kann und will, sind die Möglichkeiten, die ihn auf Glaubensbasis heraus helfen, derselbe Treibsand, der ihn tiefer in die Gefangenschaft führt, obwohl dieser auf evolutionärer Basis sich eigentlich weiter entwickeln und als Individuum betrachtet frei sein will.

So darf behauptet werden, dass jeder Glaube, jede Religion in den verschiedensten Formen ein egoistischer und natürlicher Trieb ist, die diesen „Durst“ versucht zu stillen. Das Glück, als auch der Egoismus ergeben zusammen ein Puzzleteil, dass einem Paradoxon gleicht. Während die Religion, insbesondere das Christentum, darauf basieren, aus „freiwilligen“ Stücken als auch Liebe mit einer höheren Macht in Kontakt zu treten, sind sämtliche Versprechungen, die damit einhergehen, das Belohnungssystem, welches den innerlichen Drang nach Leben befriedigt, welche auf eine biologische Evolution zurückzuführen ist.

Dieser Egoismus wird weiter darin bestärkt, dass insbesondere im Christentum die Rolle des Erlösers, und die symbolische zur Schaustellung des „Todes“ an einem Kreuz „metastasiert“ wird – ein vollkommener Tod ersetzt den Eigenen, und den aller anderen Individuen. Ein zugleich trauriger Akt aber auch „heilender Effekt“ für die eigene Psyche, die sich im Unterbewusstsein schleichend mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert sieht.

Für den Menschen war es demnach ein völlig notwendiger Schritt, nicht nur auf molekulare Ebene einer Evolution oder Entwicklung nachzugehen, sondern auch eine Geistige, die nur mit den Glauben und der damit verknüpften Hoffnung das Problem der Sterblichkeit auf kognitiver Ebene umgehen.

Atheismus – keine Chance auf ein glückliches Leben?

Angesichts der Fakten, könnte man sich die Frage stellen, warum auch der Atheismus zufriedene und glückliche Menschen hervorbringen kann. Müssten diese nicht alle die selben, psychischen Merkmale wie Depressionen aufweisen? Kann nur der Glaube an Gott und der Glaube an einem Leben nach dem Tod Glück und Zufriedenheit hervorbringen?

Wissenschaftlich betrachtet wurden durch Jahrtausende Evolution und Menschheitsgeschichte, dem Menschen ebenfalls die Fähigkeit gegeben, durch die Religionen metaphysische Fragen zu stellen. Durch ein Modell oder einer Weltanschauung fängt der Mensch ebenfalls an Fragen zu stellen. Selbst wenn wir durch die Religionen antworten bekommen, kommen neue Fragen auf, sofern ein Individuum kritisch bleibt, und sich mit einer „einfachen Antwort“ nicht zufrieden stellen lässt.

Die Evolution der ReligionViele, die dem Atheismus folgen, wurden entweder so geboren, da eine Konditionierung durch das Elternhaus nicht stattgefunden hat, oder wurden durch negative Umstände in ihrem Leben geprägt, sodass sie sich ein „liebevollen Schöpfer“ nicht vorstellen können, der sich um alle sorgt. Der erste Gedanke beinhaltet, dass biologisch betrachtet die Fähigkeit des „Glaubens“ vorhanden ist, jedoch diese nicht „ausgebildet“ wurde. Es hat entweder kein „antrainiertes Denken“ auf diesem Gebiet stattgefunden, oder die Fähigkeiten und der Willen des Glaubens wurden durch „persönliche Erfahrungen“ zurückgebildet.

Sofern ein psychisch gesunder Mensch „mitten im Leben“ steht, in diesem Zufriedenheit empfindet, wäre es für ihn keine Alternative, einfach sterben zu wollen. Der Tod ist, wenn auch biologisch natürlich, über die Jahrtausende für die Menschen kognitiv unnatürlich geworden.

Das Leben, und wie wir es gestalten wollen, bietet uns eine Vielzahl an Möglichkeiten. Nicht selten kommt es vor, dass wir in unserer Arbeit, unseren Hobbys, Familienleben oder anderem vollstes aufgehen, und uns mit metaphysischen Fragen gar nicht auseinander setzen wollen. Der Atheismus beinhaltet die Akzeptanz des Lebens und des Sterbens. Durch die Akzeptanz signalisieren wir ebenfalls unserem Unterbewusstsein auch, dass ein „natürlicher Prozess“ nicht in Frage gestellt werden muss. Die Phase, über die wir natürlich lernen, mit dem Tod umzugehen, findet oftmals in der Zeit der Selbsterkennung und Erwachsenwerdens statt.

Sind gläubige Menschen, die die Hoffnung benötigen, emotionell betrachtet damit schwächere Menschen, weil sie den Tod nicht als natürliches Phänomen betrachten können, und durch den Glauben nach einem „Ausweg“ suchen? Die Betrachtungsweise ist entscheidend. Einerseits mag die „geistige Evolution“ einen entschiedenen Vorteil bieten, muss sich jedoch die Frage gefallen lassen, ob eine veränderte Wirklichkeit die Antwort auf den nächsten „evolutionären Schritt“ wirklich sein sollte, oder ob die Akzeptanz des Leben und Todes maßgeblich für den „besseren Fortschritt“ sind, betrachtet auf die Rasse Mensch.

Fundamentalistisch den eigenen Glauben als „Wahrheit“ zu deklarieren, oder zu glauben, dass der Glaube fundiertes Wissen sei, ist immer wieder gefährlich. Dieses Denken wurde und wird immer wieder von Menschen ausgenutzt, die den Glauben missbrauchen, und dadurch an Macht, Reichtum und Einfluss gelangen.

Doch faktisch betrachtet, kommen auch Atheisten immer wieder zu der Frage, insbesondere wenn sie am Rande des Todes stehen, ob es nicht doch ein Leben nach dem Tod gibt. Wir können, ob durch den Glauben, oder durch unsere alltägliche Gestaltung des Lebens, die „Todesfrage“ umgehen, doch angesichts dessen wird diese uns durch unser „erhöhtes Bewusstsein“ eines Tages thematisiert werden müssen – ob gewollt, oder ungewollt.

Der Lebenserhaltungstrieb wird uns auch dann einholen, ob gläubig und bestehend mit einer Hoffnung, oder nicht, wenn sich unser Leben dem Tod nähert. Dies ist absolut natürlich, da ein gesunder Egoismus durch diesen Trieb erst ermöglicht, dass sich das Leben weiterentwickelt und nicht ausstirbt. Ohne diesen Trieb wäre ein Leben unmöglich, da es keinerlei Grund gebe diesen zu wählen. Selbst wenn ein Leben mit „Glück“ empfunden werden kann, wäre jede Last, die man zu tragen hätte, unmöglich zu bewältigen, da der Tod der sofortige Ausweg aus diesem wäre. Es gäbe keinerlei Sinn fühlen als auch erleben zu wollen.

Ob Gläubiger oder Atheist, werden wir durch den natürlichen Selbsterhaltungstrieb am Leben bleiben wollen. Die Zeit, die wir in diesem Leben haben, lass sich mit Ereignissen ausfüllen, die Serotonin und Dopamin Ausstöße verursachen, und wir Momente, die gekoppelten an besonderen Ereignissen sind, als „Glück“ wahrnehmen lassen.

Interessanterweise ist der Ausschuss von Serotonin und Dopamin, natürliche „Glückshormone“, verbunden mit evolutionär „wichtigen Tätigkeiten“, wie beispielsweise Sex (Fortpflanzung), Sport (Überlebensfähigkeiten), oder auch beruflicher Erfolg (Lebensunterhalt und Lebenserhaltung). Mit Serotonin und Dopamin lässt sich nicht der Sinn des Lebens beantworten, doch zeigen diese Glückshormone, dass diese ausgeschüttet werden, wenn es um Tätigkeiten oder Ereignisse geht, die entweder unser Leben selbst, als Individuum, stärken und positiv beeinflussen, oder es dienlich ist für die eigene Arterhaltung der Rasse Mensch. Demnach geht Serotonin als auch Dopamin unweigerlich mit der biologischen Entwicklung des Menschen einher. Auch wenn die damaligen Kenntnisse nicht so fortgeschritten waren wie heute, um erklären zu können, was biologisch gesehen „Glück“ bedeutet, so haben diese Hormone maßgeblich dazu beigetragen, dass der Mensch sich in die „richtige Richtung“ entwickelt hat und haben ein natürlichen Schutz gegeben, um ein glückliches, und damit sinnvolles, Leben zu führen. Nicht nur der persönlichen Entwicklung, sondern vielmehr der Rassenentwicklung wurde so der entscheidende Kurs geliefert.

Ist die Suche nach Gott unsinnig?

Wenngleich auch biologisch betrachtet die Religionen als auch der Glaube zu einer „geistigen Evolution“ führten, bleibt die Frage dennoch bestehen, woher wir kommen, und was der Sinn des Lebens ist. Die Suche nach Gott ist ein entscheidendes Faktum um den Grund unserer Herkunft zu bestimmen. Das „erhöhte Bewusstsein“ des Menschen stellt unweigerlich immer wieder die Frage nach Grund und Zeit auf. Die zeitlichen Abläufe und Gründe zur Entstehung des Lebens sind auch ein entscheidender Faktor, um Antworten darauf zu erhalten, warum der Tod ein natürlicher Prozess ist, und ob dieser mit dem jetzigen Gottesbild der Menschen übereinstimmen kann. Es wäre möglich, dass die Menschen sich auf der Suche nach Antworten machen, weil insbesondere unser Unterbewusst, dass den Tod nicht akzeptieren kann, einen Weg sucht, das Problem, dass es selbst niemals lösen kann, aus seinem Bewusstsein zu schaffen oder gar die „Nicht-Existenz“ völlig zu besiegen.

Zusammenfassung

Die Evolution der ReligionDas „erhöhte Bewusstsein“ des Menschen wird unumgänglich auf die unüberwindbare Frage des Todes stoßen. Religionen und persönlicher Glaube boten über viele Jahrtausende hinweg, bis jetzt und in die Zukunft, die Möglichkeit, einen „kognitiven“ Ausweg aus dem Faktum Tod und der „Nicht-Existenz“ zu schaffen. Eine „fragmentierte“ Psyche sind Grundfundamente für ein natürlichen und chemischen Prozess mittels Hormonen wie Serotonin und Dopamin, um ein sinnvolles und „glückliches“ Leben zu führen, trotz des Wissens, dass der Tod das endgültige Ende unseres jetzigen, materiellen Leibes und Geistes bedeuten. Doch Religionen wurden immer wieder missbraucht und konditioniert. Die Religionen und der Glaube wurden zum notwendigen Schritt, eine „geistige Evolution“, die „Glücksversicherungen“ mittels der Umgestaltung der Wirklichkeit bieten kann. Doch die Religionen nahmen im Laufe der Zeit „strengere“ Züge an. Glaube wurde immer mehr mit Leistung verbunden. Einzelne Religionen wurden auch zum „Schuld-Zwang“ der Gläubigen, die diesem so konditionierte, dass er bis auf den Tod diesem Glauben angehören muss, damit Leben nach dem Tod in Aussicht gestellt werden kann. Damit beinhaltet jeglicher Glaube egoistische Wesenszüge.

Die Frage nach dem Leben über den Tod hinaus, ist eine aus „Kindesalter“ bekannten Problematik, die natürlich und auf die Kausalität des „höhere Bewusstseins“ des Menschen zurückzuführen ist.

Doch auch der Atheismus kann zu einem „glücklichen“ und befriedigenden Leben führen, sofern die individuellen Ziele im Leben gekoppelt an „besonderen Momenten“ werden, in der es zu hormonellen Ausstößen von „Glückshormonen“ kommt. Glück ist aus wissenschaftlicher Sicht ein rein chemischer Prozess. Die Auswirkungen dessen sind individuell unterschiedlich. Der Atheismus bedeutet auch eine natürliche Akzeptanz des Todes, und eine Realisierung des Glückes ohne einem höheren Wesen. Angesichts des Todes werden diese jedoch ebenfalls mit der Problematik des Todes zum Denken geführt, ob es nicht doch ein Leben nach dem Tod geben könne. Dies ist ein natürlicher, evolutionärer Trieb der Selbsterhaltung des Lebens.

Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel heißt, sondern der Mensch schuf […] Gott nach seinem Bilde; Der Mensch ist der Anfang der Religion, der Mensch der Mittelpunkt der Religion, der Mensch das Ende der Religion.“ (Ludwig Feuerbach)

von |Juni 25th, 2017|Kommentare deaktiviert für Die Evolution der Religion

Missbrauchswelle bei den Zeugen Jehovas Basel: Wachturmverteiler gar nicht wachsam

Gut gekleidet, harmlos lächelnd ziehen sie durchs Quartier, klingeln am Wochenende hier und dort und verteilen den Wachtturm in Basler Haushalte. In den beiden Basel leben und missionieren 1’400 Zeugen. Die Fragen zur Endzeitsekte Zeugen Jehovas haben Rekordhöhe erreicht, nachdem weltweit Missbrauchsfälle bekannt wurden.

«Wenn die Zeugen Jehovas im öffentlichen Raum auftreten, wirken sie mit ihren Klappplakaten und Broschüren eigentlich harmlos», erklärt Susanne Schaaf von der Beratungsstelle Infosekta in Zürich. Auch ein erstes Gespräch könne durchaus harmlos und freundlich verlaufen, erst später folge eine eigentliche Verengung des Denkens und Fühlens. «Die Normen in der Glaubensgemeinschaft werden strikt umgesetzt», sagt die Psychologin und Sektenexpertin. Die Statistik der Beratungsstelle zeigt, dass es im vergangenen Jahr zu 44 Erstanfragen betreffend Zeugen Jehovas aus Basel kam. Neben den Zeugen Jehovas sei auch die Eröffnung der Ideale Org der Scientologen im Frühjahr 2015 ein Thema gewesen und auch rund ums «Praise Camp» in der Messe habe es einige Anfragen gegeben.

Schweizweit sind die Erstanfragen zu den Zeugen Jehovas am stärksten. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Zeugen Jehovas wegen sexuellen Übergriffen und vor allem dem problematischen Umgang mit den Vorfällen immer mehr in die Schlagzeilen geraten. Die Ansichten der Wachtturm-Gemeinschaft zur Sexualität sind zwar rigoros. So wird Jugendlichen empfohlen: «Gemäß der Bibel ist Sex nur etwas für Mann und Frau, die miteinander verheiratet sind (Sprüche 5:18). Wer also Gott gefallen möchte, wird erst dann sexuell aktiv, wenn er/sie verheiratet ist». Und auch sonst solle man die Finger voneinander lassen, wie die Website der Zeugen zu Sex und Moral erklärt: « Wer schon Sex hatte — und dazu zählt eben auch Oralsex und Analsex sowie das Befriedigen einer anderen Person — kann nicht von sich behaupten, noch Jungfrau zu sein.»

Rigorose Normen und Gebote

Diese verklemmte Weltsicht passt zur Idee, die gegenwärtige Weltordnung sei nur vorübergehend. Die selbsternannte Wachtturm-Gesellschaft wartet auf das Reich Jehovas. Dieses wird dann von Jesus und genau 144’000 Mitherrschern regiert werden. Um ein solcher Mitherrscher zu werden, strampeln sich die Zeugen Jehovas Tag für Tag ab. Der getaufte Zeuge lebe in einer Welt von engen Normen und rigorosen Geboten. Für Infosekta ist darüber hinaus äusserst problematisch, dass die Zeugen Jehovas eine eigene Gerichtsbarkeit kennen. Während in Australien über 500 sexuelle Übergriffe von den Tätern gestanden worden waren, tun sich andere Länder noch schwer mit Untersuchungen gegen die Gemeinschaft.

Für Susanne Schaaf ist problematisch, dass die Zeugen sehr patriachalisch und hierarchisch funktionieren. Etwa, dass die Rolle von Frauen und Mädchen systematisch geschwächt wird. Innerhalb der Gemeinschaft werde ein Vorwurf von sexuellem Missbrauch nur untersucht, wenn es zwei Zeugen gebe. Gibt es neben dem Opfer keinen Zeugen, werde der Fall einfach in Jehovas Hände gelegt. Es liegt allerdings in der Natur der Sache, dass bei sexuellem Missbrauch ausser den Beteiligten kaum weitere Zeugen gibt. Die Regel funktioniert somit im Sinne des Täterschutzes. In einem Schreiben der Organisation vom Herbst 2016 an die Ältesten werden verschiedene Anweisungen festgehalten, wohl als Folge der Ergebnisse der Untersuchungskommission: So sei den Opfern oder deren Eltern neu explizit erlaubt, Anzeige bei den Behörden zu erstatten. Oder dass der Missbrauch dann angezeigt werden soll, wenn es die Rechtsprechung des Landes erfordert. Und dass ein minderjähriges Opfer nicht mehr vom Ältesten alleine befragt wird, sondern ein Elternteil zugegen ist. Jedoch erst kürzlich bestätigte der Zeugen Jehovas-Sprecher Terrence O’Brien vor der Kommission, dass die Zwei Zeugen-Regel von den Schriften verlangt und daher nicht abgeändert werde – das sei die Position.

Unvermeidlich traumatisierend

Mittlerweile laufen auch in den USA Dutzende von Verfahren wegen des Missbrauchs von Kindern. Innerhalb der Gemeinschaft seien die Kinder und Frauen zu wenig geschützt, sagt Susanne Schaaf. Das belegen auch die aufgedeckten Fälle aus Australien: Es sei «unvermeidlich traumatisierend», dass die minderjährigen Opfer der sexuellen Übergriffe bei der Befragung dem Täter gegenübertreten müssten und ausschliesslich von Männern befragt würden.

Während in der Schweiz noch kaum Fälle bekannt geworden sind, herrscht in Deutschland Aufruhr. So berichtet eine ehemalige Zeugin auf der Plattform Silent Lambs davon, wie ihre Tochter von einem Glaubensbruder missbraucht worden sei, der ihrer Tochter eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen wollte, so sagt Cornelia Wagner: «Sie müssen sich vorstellen, ich steh und mach meine Bügelwäsche, mach meinen Abwasch und dieser junge Mann ist im Zimmer meiner Tochter, liest ihr Geschichten vor und missbraucht sie im Zimmer weiter.» Ihre Tochter ergänzt: «Ich hab auf eine gewisse Weise gewusst, dass es nicht recht ist, was der macht. Aber ich war irritiert, bei den Zeugen Jehovas gab’s ja so was nicht.»

Verhängnisvolle, abgeschottete Welt

Das Opfer Ursel Wagner erklärt: «Wie die Leute damals damit umgegangen sind, das macht mich heute noch wütend. Ich bin mir sicher, wir hätten bestimmt einige Mädchen schützen können. Und es ist nichts passiert, gar nichts.» Trotz der weltweiten Enthüllungen geben sich die Zeugen unbelehrbar, so sagt Cornelia Wagner: «Also, man hat uns sehr spüren lassen, dass wir auf einmal zu, dass die Rolle umgedreht wird, dass wir Täter werden. Wir sind Ankläger und das passte überhaupt ja gar nicht in dieses perfekte Bild.»

Für Susanne Schaaf und Infosekta ist klar, dass die totalitären Strukturen Gewalt gegen Kinder und mangelnden Schutz der Opfer begünstigen. In ihrem Alltag hat sie vor allem mit persönlichen Dramen zu tun: «Wenn die Leute aussteigen wollen, so stehen viele plötzlich vor dem Nichts.» Den Ausstiegswilligen fehle generell die Unterstützung, da sie ja über Jahre in der Organisation sozialisiert worden seien. Die Missbrauchsbeispiele zeigen, wie verhängnisvoll eine derart abgeschottete Welt sein kann.

Quelle: barfi.ch

Jehovas Zeugen – Der Club der Geächteten

Er verteilte „Wachtürme“, studierte die Bibel, ging zu den Gottesdiensten – dann verließ Andreas Wendt die Zeugen Jehovas und sucht nun nach Gleichgesinnten. „Wer den Kopf zu weit rausstreckt, wird schneller platt gemacht.“ Andreas Wendt* schaut sich unruhig um. Seine Hände zittern. Es fällt ihm schwer, den Blick zu halten. Der Verfolgungswahn ist geblieben. Die Angst auch.

Das Erlebte liegt beinahe zwei Jahrzehnte in der Vergangenheit. „Einer muss ja den Anfang machen“ sagt Andreas Wendt. Er ist ein Aussteiger der religiösen Sondergemeinschaft Zeugen Jehovas. „Ich habe viele Jahre gebraucht, um wieder auf eigenen Beinen zu stehen“, sagt er. Die Erinnerungen schmerzen. „Wenn man der Gruppierung den Rücken zukehrt, heißt das nicht, dass man alles vergisst, was man jahrelang löffelweise eingeflößt bekam.“ Er war noch ein Kind, als er in den Sog der Gruppierung geriet. „Ich war naiv, hatte den Aussagen der Organisation nicht viel entgegen zu setzen.“ Er ging zwei- bis dreimal in der Woche zur sogenannten Zusammenkunft, dem Gottesdienst der Zeugen Jehovas. Er studierte die Bibel, klingelte mit der Zeitschrift „Wachturm“ in der Hand an Haustüren, versuchte Unbekannte zu bekehren. „Ich habe mich nicht wohl dabei gefühlt bei Fremden zu klingeln“, sagt er heute. „Das war nicht meins.“

Gezieltes Ansprechen von Trauernden

Laut den Zeugen Jehovas gibt es in Deutschland derzeit knapp 170 000 Verkünder, von denen mehr als 1800 in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause sind. Bestätigt werden konnte diese Zahl vom Statistischen Landesamt allerdings nicht. Daten zur Zugehörigkeit zu Glaubensrichtungen würden demnach nicht erhoben. Die Glaubensgemeinschaft hält ihre Treffen in so genannten Königreichssaalgebäuden ab. Auch in MV gibt es 20 solcher Lokalitäten, unter anderem in Rostock, Schwerin, Güstrow und Stralsund.

Pastor Jörg Pegelow warnt davor, die Zeugen Jehovas als Sekte zu bezeichnen. „Nicht alles, was religiös ist, ist eine Sekte. Früher wurde durch den Begriff eine Gemeinschaft definiert, die sich von einer Weltreligion abgespalten hat. In der öffentlichen Diskussion ist daraus ein Bewertungsbegriff geworden. In Hinblick auf die Zeugen Jehovas benutzen wir daher den Begriff der christlichen Sondergemeinschaft“, erklärt der Leiter der Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen der Nordkirche in Hamburg.

Sich als Religionsgemeinschaft organisieren zu dürfen, ergibt sich unter anderem aus dem Recht der Glaubensfreiheit, definiert in Artikel vier des Grundgesetzes. 2006 erhielt die Religionsgemeinschaft Jehovas Zeugen in Deutschland zusätzlich die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts, verliehen durch das Bundesverfassungsgericht. Vorangegangen war ein insgesamt 15 Jahre andauerndes Verfahren, in dem geprüft wurde, ob sich die Gemeinschaft rechtstreu verhalte. Mit dem Körperschaftsstatus stellt der Staat den Gemeinschaften besondere Rechte zur Verfügung, zum Beispiel die Rechtssetzungsgewalt, nach der eine Organisation die Befugnis erhält, eigene Rechtsvorschriften und Satzungen zu entwickeln und anzuwenden. Darüber hinaus geht der Status mit Steuervorteilen einher.

Momentan konzentrierten sich die Zeugen Jehovas bei ihrer Akquise verstärkt auf Migranten. „Sie gehen offenbar gezielt auf Flüchtlingsunterkünfte zu, haben sogar ein Merkblatt zur Bearbeitung von Asylheimen erarbeitet. Sie dürfen zwar nicht reingehen, aber davor jemanden anzusprechen, ist ihnen nicht verboten“, beschreibt Pegelow. Im Jahresabschlussbericht der Gemeinschaft heißt es: „Viele lernten eine neue Fremdsprache, um mit ihren ausländischen Nachbarn besser kommunizieren“ – und sich über Glaubensfragen austauschen zu können. Ihre Dokumente – Audio-, Video-, Printdateien – wurden inzwischen in mehr als 870 Sprachen übersetzt. „Jehovas Zeugen sind davon überzeugt, dass die biblische Botschaft für alle Menschen zugänglich sein muss“, so die Begründung seitens der Glaubensgemeinschaft. „Die größte Zahl ihrer Mitglieder gewinnen die Zeugen Jehovas durch familiäre Zusammenhänge. Meistens gehört die gesamte Familie der Gemeinschaft an“, erläutert Jörg Pegelow. „Aller Wahrscheinlichkeit ist die Erfolgsquote der Straßen- und Haustürtätigkeit sehr gering. Geschätzt wird ein Erfolg pro 50 Mitglieder pro Jahr.“ Eine weitere Methode sei laut Pegelow Briefe an Trauernde zu schreiben. „Sie gehen Zeitungsannoncen durch, suchen nach Todesanzeigen, sagen den Angehörigen, dass sie bei den Zeugen Jehovas neuen Mut für die Zukunft schöpfen können.“ Nach Einschätzung des Pastors sei die Gemeinschaft friedfertig. „Aber was die lebensbestimmenden Dimensionen in der Psyche eines Menschen auslösen können, ist eine andere Frage. “

Jahrzehnte im Schatten der Gesellschaft

Andreas Wendt verließ die Gemeinschaft Mitte der 90er-Jahre. „Ein erstes Umdenken setzte ein, als ich als Wehrdienstverweigerer in der DDR in Haft saß.“ 20 Monate hätten an ihm gezerrt wie zehn Jahre. Die Zweifel wurden stark. „Eigentlich sollte es mir doch gut gehen, doch mir ging es nicht gut. Die Zeugen Jehovas zeigen Bilder von einer schönen heilen Welt, doch die Realität ist eine andere. Sie gehen Konflikten aus dem Weg, leben in ihrem Paralleluniversum.“

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis blieb Andreas Wendt von Versammlungen fern. Er hinterfragte die Lehren, kritisierte sie. Seine Kinder und damalige Frau hielten an den Gesetzen der Gemeinschaft fest. „Sie sagte, ich hätte die Prüfung nicht bestanden, weil ich nicht die richtige Herzenseinstellung zum Glauben hatte.“ Nach der Scheidung brach der Kontakt zu seiner Familie vollständig ab. „Sie sagte, sie müsse die Kinder vor mir schützen.“ Auch von der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas wurde er verstoßen. „Wenn Mitglieder mich sahen, haben sie die Straßenseite gewechselt oder mich ignoriert.“

Die Entscheidung auszusteigen, habe sein Leben auf den Kopf gestellt. Dennoch ist Andreas Wendt kein Ungläubiger geworden. „Aber ich sage niemandem mehr, wie er die Bibel zu verstehen hat.“ Den Erfolg der Zeugen Jehovas sieht er in der Hoffnungslosigkeit der Menschen. „Viele suchen nach einem Sinn, nach Halt im Leben.“ Die Gemeinschaft glaubt an Harmagedon, an die Endzeit, die nur diejenigen überleben, die sich an die strengen Regeln der Gruppierung halten. „Anhand der Bibel formt sich die Lebenseinstellung. Man hat keinen Geburtstag und es wird auch nicht Weihnachten gefeiert. Sich damit in die Gesellschaft zu integrieren, ist nicht immer einfach.“ Andreas Wendt spricht aus Erfahrung. „Vieles von dem, was die anderen machen, ist Sünde. Sie verhalten sich unmoralisch. Und wer sich in Sünde begibt, verliert das ewige Leben“, erklärt er. Harmagedon habe er selbst schon vier Mal erlebt. „Die Zeugen Jehovas sagen, dies seien alles voreilige Verkündungen gewesen. Das wahre Ende wird noch kommen.“ An die Lehren zu glauben, sei naiv gewesen, sagt er mit dem nötigen Abstand. „Ich habe das teuer bezahlen müssen. Jahrzehntelang stand ich alleine da.“

Neuen Lebensmut fand er erst durch Selbsthilfegruppen. Nun will er ein eigenes Treffen ins Leben rufen, weitere Aussteiger aus ihrer Deckung locken. Am 6. Februar wird er ab 18 Uhr in der KISS-Beratungsstelle, Spieltordamm 9, in Schwerin auf Gleichgesinnte warten. „Es gibt ein Leben nach den Zeugen Jehovas und das ist gar nicht mal so schlecht. Um das zu realisieren, benötigt man manchmal nur einen kleinen Anstoß. Ich hoffe, dass jemand kommt. Wir sind der Club der Geächteten.“

*Name von der Redaktion geändert

Quelle: svz.de

JW Broadcasting

JW Broadcasting

Werbevideos von Jehovas Zeugen umfassend widerlegt!

Jehovas Zeugen – 
Kindesmissbrauch: Der Fall „Candace Conti“

Die Zeugen Jehovas leben in der strengen Doktrin, die von der Wachtturm-Gesellschaft vorgegeben wird. Das interne Disziplinar-Verfahren fordert eine „Zwei-Zeugen-Regelung“ bei Missbrauchsvorwürfen. Durch Ausschluss und Isolation wurden in der Vergangenheit das Leben von ehemaligen Zeugen Jehovas, sowie aktiven Mitgliedern, nachweislich zerstört. Der Fall „Candace Conti“ dokumentiert die perfide Ächtungs-Politik. Vorschläge für den Schutz für Minderjährige und Kinder, um sie vor dem Fall des Kindesmissbrauchs zu schützen, werden von der Führung abgelehnt. Dieser 35 Millionen US-Dollar schwere Fall ging um die Welt und wird auf lange Zeit durch vorhandene Beweiskraft bestätigen, dass die Wachtturm-Organisation und deren Führungsspitze, die leitende Körperschaft, maßgeblich durch interne Praktiken es versäumt, Kinder vor Missbrauch zu bewahren.

Jehovas Zeugen –
Die Zerstörung der Familie

Die Zeugin Jehovas Sonja Erikson wächst von Geburt an bei ihren Eltern auf. Diese sind seid Jahren Missionare und später vorbildliche Pioniere in der eigenen Versammlung. Sonja gibt zu erkennen, dass sie innerhalb der Organisation der Zeugen Jehovas niemand verstand. Sie leidet unter Depressionen, Einsamkeit und fühlt sich unverstanden. Sie selbst beschreibt, dass sie weder frei noch glücklich in „Gottes Organisation“ lebt. Später lernt sie einen Arbeitskollegen kennen, wird mit diesem Intim und wird aufgrund dessen von den Ältesten ausgeschlossen. Auch die Familie schmeißt sie aus dem eigenen Haus raus, und bricht den Kontakt völlig ab. Durch Jahrelange Indoktrinierung, und nachdem sie stolze Mutter von zwei Kindern ist, die ihre Großeltern nie kennen gelernt haben, nimmt sie nach 15 Jahren Kontakt zur Versammlung, den Eltern sowie den alten Freunden wieder auf.

Jehovas Zeugen –
Die Bibel auf der Buchmesse?

Jehovas Zeugen versuchen sich daran weltweit ihre Lehre zu verbreiten. Wie geschieht dies? Spielt das Wort Gottes, der Name Gottes und der Sohn Jesus Christus dabei die Hauptrolle? Sind die gezeigten jungen Menschen und Interessierten wirklich Außenstehende, oder nicht vielmehr involvierte Schauspieler und Zeugen Jehovas, die das Denkschema der leitenden Köperschaft auswendig wiedergeben?

Jehovas Zeugen –
Das Ende der Welt bis 2014?

Ein Helfer der leitenden Körperschaft, Kenneth Flodin, betrachtet in seinem Vortrag das Thema: „Die Generation die nie vergehen wird“. Dabei untersucht er die Abhandlung von Brd. Splane der leitenden Körperschaft und setzt erneut ein „Datum“ für das Ende des „Systems der Dinge“. Laut seiner Aussage dauert dieses System wohl kaum noch bis 2040 an! Obwohl Jehovas Zeugen viele Daten veröffentlicht haben, wann das Ende kommt, und sich so zu falschen Propheten Jehovas gemacht haben, begehen sie erneut wieder diese schwere Sünde gegen Gott und der Lehre Christi und spekulieren über ein neues Datum mit Veranschaulichungen für die Berechnung des Tages Gottes.

Jehovas Zeugen –
Die Lügen über ihren Bibelkurs

Jehovas Zeugen sind weltweit für ihre kostenlosen Bibelkurse bekannt. Wie läuft so ein Bibelstudium ab? Hier ein kleiner Einblick. Allerdings ein Einblick der tiefer geht. Ein Einblick der Ihnen die Möglichkeit geben soll selbst zu erkennen ob Zeugen Jehovas die „Wahrheit“ gerne so drehen wie sie Ihnen gefällt um Menschen ohne Hintergrundinformationen zu manipulieren.

Jehovas Zeugen –
Okkulte Musik im Paradies Video

Zeugen Jehovas verwendeten auf ihren Kongress-Video 2016, das ein Vorgeschmack auf das Paradies geben soll, Musik von okkultistischem Ursprung. Der Soundtrack der im Hintergrund zu hören ist, stammt von dem Label Audiomachine, die für viele Filme, die die Werke des Fleisches verherrlichen, die Musik produzieren. Eternal Flame – nie endende Flamme – aus dem Album Epica ist ein Track von vielen anderen Meisterwerken, die in folgenden Kinofilmen verwendet wurden: „Harry Potter“, „The Hobbit“, „X-Men“, „Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street“, „Prometheus – Dunkle Zeichen“, „Hellboy“, „Helloween“, oder auch „Angels and Demons“. Außerdem finden sich Titel in Video-Games wieder wie dem bekannten Ego-Shooter „Call of Duty: Advanced Warfare“ und „Modern Warfare“.

Jehovas Zeugen –
Verbannt für die Ewigkeit

Eine Dokumentation über Robert und Janet Bryant. Beide wuchsen als Zeugen Jehovas auf und verliebten sich ineinander. Kurze Zeit nach dem Robert Bryant sich Janet zur Frau nahm und sie heirateten, wurde er von der Gemeinde zum Ältesten ernannt. Robert war anders als andere Älteste in seiner Versammlung. Er übernahm nicht nur seine Pflichten, sondern zeigte besonderes Engagement für seine Brüder und Schwestern. Im Dienst traf Robert auf eine EX Zeugin Jehovas, die ihm erzählte, dass sie von einem Glaubensbruder vergewaltigt wurde, sie jedoch ausgeschlossen wurde, weil sie nicht um Hilfe schrie – für die Versammlung gilt sie bis heute als Ehebrecherin. Die Ereignisse spitzen sich für Robert und seinen Glauben immer weiter zu.

Jehovas Zeugen –
Tödliche Beziehung

Kim Anderson lernt ihren zweiten Ehemann Jeff Anderson kennen. Er gibt sich als vorbildlicher Zeuge Jehovas aus, doch bereits bei der Eheschließung hätten Kim erste Zweifel kommen sollen, da er nicht einmal Eheringe kaufte und gewalttätig wurde. In der Ehe selbst kommt es zu Misshandlung, Vergewaltigung und vermutlichen Kindesmissbrauch. Die Ältesten der Gemeinde glauben jedoch Kim nicht, als sie dies ihnen berichtete. Beständig beharrten sie darauf, die Ehe fortzuführen und glaubten, dass Kim böse Unterstellungen nur äußere und Lügen über ihren Ehemann vorwirft. Nachdem sie keine Unterstützung, weder in der Gemeinde noch in der Familie, bekam, entschloss sie sich ihre Kinder zu nehmen und in Sicherheit zu bringen. Eine lebensbedrohliche Situation beginnt zu eskalieren.

Jehovas Zeugen –
Im Schatten der Sünde

„Jehovas Zeugen im Schatten der Sünde“, so lautet der Titel des aufrüttelnden TV-Beitrags im portugiesischen Fernsehen über jahrelange vertuschte Missbrauchsfälle bei Kindern. Wie immer bei weltweit brisanten Themen, die ans Eingemachte gehen, wollte die portugiesische Niederlassung der Zeugen Jehovas trotz Interview Zusage letztendlich keine Stellung nehmen. Wahrscheinlich ist es ihnen so peinlich, dass sie im Boden versinken würden. Statt dessen bezeichnete Herr Splane, ein Mitglied der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, den Fernsehbericht als Lüge. Pech nur für ihn und seine Glaubensgenossen, dass diese Behauptung zerpflückt wird!

Jehovas Zeugen –
Wie es ist, die Zeugen Jehovas zu verlassen

Was wissen wir über die Zeugen Jehovas? Sie feiern keine Geburtstage oder Weihnachten, Bluttransfusionen sind böse. Ihr Leben besteht aus beten, missionieren und sehr vielen Verboten. Oliver Wolschke erzählt über seinen Austritt aus der umstrittenen Glaubensgemeinschaft und berichtet über die Hintergründe und Motive.

Jehovas Zeugen –
Vom Mut zur Veränderung

Zeugen Jehovas und ihre Aussteiger: Wie zufrieden sind wir mit unserem Leben? Welche Träume wollten wir uns eigentlich schon lange erfüllen? – Und warum haben wir es noch nicht gewagt? Fehlt der Mut zur Veränderung? Für viele von uns bleiben dies nur Überlegungen. Aber einige erfüllen sich ihre Träume, springen ins kalte Wasser und brechen auf in ein ganz neues Leben. Oft entgegen großer Widerstände, finanzieller Hürden, Angst und Gegenwind. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt – so weiß es der Volksmund.

Was aber, wenn ich ein Wagnis eingehe und damit scheitere? War dann alles umsonst, eine Fehlentscheidung, eine begangene Dummheit? Oder kann auch diese Erfahrung etwas Sinnvolles, Wegweisendes bedeuten?

Wann lohnt es sich, ein Wagnis einzugehen? Und was brauchen wir dafür?

Jehovas Zeugen – 
Ausstieg ins Leben

Der ehemalige Zeuge Jehovas Konja Simon Rohde erzählt bei Vera von seinem Leben in der Wachtturm-Organisation. Sein Vater war Katholik, hatte sogar katholische Theologie studiert, bis er zu den Zeugen Jehovas konvertierte. Simon berichtet über den Suizid seines Bruders, Gewalt in der Familie, erste Zweifel in der Organisation bzgl. Kindesmissbrauch und der „Zwei-Zeugen-Regelung“, sowie den psychischen Folgen.

Jehovas Zeugen –
Die Folgen des Ausstiegs

Der ehemalige Zeuge Jehovas und Buchautor Konja Simon Rohde spricht über seine Erlebnisse und Erfahrungen der umstrittenen Glaubensgemeinschaft. Dabei geht es insbesondere über die Ächtung der eigenen Familienangehörigen, dem Suizid seines Bruders, die Indoktrinierung innerhalb der Gemeinschaft, die Langzeitfolgen wie psychosomatische Störungen sowie dem erfolgreichen Leben danach.

Jehovas Zeugen –
Der schwierige Ausstieg

21.000 Zeugen Jehovas leben in Österreich. Robert Jagarinec ist nicht mehr dabei. „Als ich begonnen habe, kritische Fragen zu stellen, bin ich gegen eine Mauer gelaufen. Da habe ich beschlossen, zu gehen“, erzählt der Familienvater.

Jehovas Zeugen –
Ein Aussteiger packt aus

Die Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas ist in Österreich rechtlich anerkannt. Dennoch gibt es viele Stimmen, welche sich gegen die Organisation erheben. Wir haben mit einem Aussteiger gesprochen. Er erzählt, warum die Zeugen aus seiner Sicht ganz und gar nicht unbedenklich sind.

Jehovas Zeugen –
Sexueller Missbrauch von Kindern

Zeugen Jehovas: Opfer sexuellen Missbrauchs innerhalb der Religionsgemeinschaft haben sich an die Report-Mainz-Redaktion gewandt. Sie berichten darüber, dass sie als Kinder missbraucht wurden und dass die Gemeinschaft dies zu vertuschen versucht hat. Wer redet, bekommt Druck und wird aus der Gemeinde ausgeschlossen, so das Fazit.

Jehovas Zeugen –
Aus dem Paradies verstoßen

Es ist ein Schock für Stephan, als der geliebte ältere Bruder Michael eines Tages bei den Zeugen Jehovas austritt. Denn mit dem Austritt bricht auch der Kontakt zur Familie ab. Stephan ist sehr bedrückt, denn nach seiner tiefen Überzeugung wird den Bruder das Harmagedon treffen – der Tag, an dem alle Ungläubigen auf Erden vernichtet werden. Was bedeutet es, ein Leben als Zeuge Jehovas hinter sich zu lassen?

Jehovas Zeugen –
Religion oder politisches Instrument?

Jeder kennt sie, die Zeugen Jehovas, die aufgrund ihrer intensiven missionarischen Tätigkeit immer wieder an die Haustür klopfen – aber wer kennt sie wirklich? Nach zwei Jahren des intensiven Kontakts und der vertrauensbildenden Maßnahmen gelang es dem Filmteam um Regisseur Krzysztof Kaczmarek erstmals Zugang zur Innenwelt der Zeugen Jehovas zu bekommen, während vielen Dokumentationen aufgrund der strikten Kommunikationspolitik der „Bibelforscher“ meistens nur die Sichtweise der „Aussteiger“ bleibt, um sich überhaupt dem Thema anzunähern. Ein echter Einblick in den Alltag und hinter die Kulissen einer Religion, die ein großes Geheimnis um ihre Glaubenspraxis macht.

Jehovas Zeugen –
Strafprozess wegen Kindesmissbrauch

Candace Conti klagte an, die Führer der Zeugen Jehovas haben sie nicht vor einem vorbestraften Pädophilen geschützt, der sie als Kind missbraucht hatte. Die Wachtturm-Organisation bestreitet das vor Gericht! Sehen Sie eine berührende Dokumentation auf ABC-News!

Jehovas Zeugen – 
Razzia wegen Kindesmissbrauch

Zeugen Jehovas: Kindesmissbrauch in den 6 Uhr Nachrichten – Polizei und Vertreter der Justiz durchsuchten das Zweigbüro, zwei Königreichssäle und vier Wohnungen der Zeugen Jehovas in den Niederlanden. Es werden derzeit 9 Fällen von Missbrauch untersucht, in den Zeugen Jehovas verwickelt sind. Es ist kein einziger Fall bekannt, in dem die Justiz zu einem vergleichbaren Vorgehen in einer religiösen Gemeinde oder Kirche gezwungen war. Der Niederländische Justizminister unterstützt das Vorgehen ausdrücklich. Wie reagieren Jehovas Zeugen darauf? Wie immer mit den gleichen leeren Worthülsen.

Jehovas Zeugen –
Kindesmissbrauch in Neuseeland

Zeugen Jehovas: In dieser Dokumentation kommen mehrere betroffene Frauen zu Wort, die als Kind missbraucht wurden. Sie schildern, wie es in ihrem Fall zu den Verbrechen kam und wie Jehovas Zeugen als Institution – vertreten durch die Ältesten – damit umgegangen sind. In fast allen Fällen mussten die Kinder vor den Ältesten und dem Täter die sexuellen Handlungen beschreiben und es wurde auch geprüft, ob es ihnen Spaß gemacht hat. Stritt der Täter den Missbrauch ab, wurde nichts weiter unternommen. Gab der Täter den Missbrauch zu, wurde er zwar vielleicht ausgeschlossen, aber nach einiger Zeit wieder aufgenommen. In keinem der Fälle wurde die Polizei eingeschaltet und die Versammlung, in der der Täter lebte, informiert, so dass Eltern gewarnt waren. Das Zweigbüro der Zeugen Jehovas weißt jede Verantwortung zurück und tut so, als ob sie damit nichts zu tun hätten, obwohl bei allen Missbrauchsmeldungen die Rechtsabteilung informiert werden musste.

Jehovas Zeugen – 
Bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen

Zeugen Jehovas: Oliver Wolschke ist mit den Zeugen Jehovas aufgewachsen und war überzeugt davon, dass der Untergang der Welt bevorsteht, dass vorehelicher Sex Sünde ist oder dass es richtig ist, Bluttransfusionen zu verweigern

Jehovas Zeugen – 
Einmal Zeuge Jehovas und zurück

Zeugen Jehovas: Sowohl der Eintritt in als auch der Austritt aus einer Glaubensgemeinschaft ist ein großer Schritt, der mitunter schmerzhaft sein kann. Oliver Wolschke hat diesen Schritt gewagt und spricht mit Andrea Horn darüber.

Jehovas Zeugen –
Das Leben danach

Jehovas Zeugen werben täglich dafür eine christliche Religionsgemeinschaft zu sein. Die Liebe wird offiziell in ihren Reihen groß geschrieben. Doch wie ergeht es Menschen, die die Gemeinschaft von Jehovas Zeugen verlassen haben? Wie ist das Leben danach? Wie wirkt sich die jahrelange Isolation, Fremdsteuerung des Glaubens, und dogmatische Lebenseinstellung auf einen Gläubigen aus, wenn er beginnt ein normales Leben ohne die Gruppe zu führen? Eine Aussteigerin berichtet, wie sie selbstständig zu denken begann, von Grund auf alles neu erlernen musste, und wie sich die Lebensqualität nachweisbar gesteigert hat.

Jehovas Zeugen –
Russland: US-Trojaner der Grund für den Verbot

Zeugen Jehovas: In Russland sind landesweit Königreichssäle geschlossen bzw. beschlagnahmt worden. Es wird befürchtet, dass 395 regionale Abteilungen der Zeugen Jehovas auf gerichtlichem Wege geschlossen werden. Warum geht Russland mit seinen Zeugen Jehovas so empfindlich ins Gericht und was bedeutet dies für die Religionsfreiheit? Kla.TV geht der Frage nach, inwiefern Aktionen unter falscher Flagge dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen könnten.

Jehovas Zeugen –
Opferorganisation klagt an

Ehemalige Mitglieder der Glaubensgemeinschaft haben Anzeige erstattet. Sie würden ihre Mitglieder unter Druck setzen. Der Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) wurde vor Gericht „erschlichen“, unter Vorbehalt der gesamten Wahrheit über die Glaubensgemeinschaft. Desweiteren wird der Umgang mit Blut kritisiert, die lebenswichtig seien. Auch die umstrittene „Zwei-Zeugen-Regelung“ und pädophile Täter nicht bei den Behörden zu melden, spräche gegen ihren Status mit allen staatlichen Vorteilen. Mit der Anzeige verfolgen die ehemaligen Zeugen Jehovas ein bestimmtes Ziel.

Jehovas Zeugen –
Protestaktion gegen interne Praktiken

Am 26. März 2017 fand in der Breslauer Altstadt eine Kundgebung der ehemaligen Zeugen Jehovas statt. Ihr Ziel war es, Information der Gesellschaft über die schädlichen Praktiken innerhalb der Organisation, der sie angehört haben, aufzuzeigen. Es ging, unter anderem, um den Kontaktabbruch mit ehemaligen Mitgliedern der Gemeinde, das Verbot der Bluttransfusion und auch um das Verheimlichen von Straftaten durch pädophile Zeugen Jehovas innerhalb der Versammlungen.

Jehovas Zeugen –
Wenn Kindesmissbrauch vertuscht wird

Zeugen Jehovas sind weltweit angeklagt, dass sie Tausende von pädophile Straftätern durch die interne „Zwei-Zeugen-Regelung“ schützen. Dem einzelnen Zeugen Jehovas wird immer wieder versichert, dass die Organisation die Kinder schütze, und dies alles nur die „Angriffe Satans“ seien durch seine Helfer, den sogenannten „Abtrünnigen“. Entspricht dies der gesamten Wahrheit? Sehen Sie selbst, wie falsch die Aussagen der leitenden Körperschaft sind, verbunden mit der wirklichen Realität und den aufgedeckten Missetaten.

Jehovas Zeugen – 
Tagesschau: Hunderte Kindesmissbrauchsfälle in den Niederlanden

Die Zeugen Jehovas stehen in den Niederlanden unter dem Tatbestand von über hunderten Fällen von Kindesmissbrauch. Die Tagesschau berichtet im deutschen Fernsehen darüber in einem kleinen Bericht. Es ist ein erster Sieg für die Opfer, dass jetzt nun auch darauf hingewiesen wird in aller Öffentlichkeit.

Jehovas Zeugen – 
Die Struktur der Organisation

Weltweit sind rund acht Millionen Menschen Mitglied bei den Zeugen Jehovas. Alleine in Deutschland sind es 170.000. Die Religionsgemeinschaft ist streng hierarchisch organisiert und gleicht dabei eher einem Konzern als einer Religionsgemeinschaft.

Jehovas Zeugen –
Kontaktabbruch: Die Ächtung der eigenen Kinder

Ein Interview vom regionalen Kongress 2015. Es wird als löblich dargestellt, das eigene Kind für Lapaliengründe zu ächten und den Kontakt vollständig abzubrechen. Unchristliches Verhalten wird an den Tag gelegt, entgegengesetzt den warnenden Worten des Christus. Jedes Jahr werden Jehovas Zeugen ausgeschlossen und so dem sozialen Tod überliefert durch den vollständigen Kontaktabbruch von Familienangehörigen und Freunden. Viele werden so in den Suizid geführt! Diese menschenverachtende Behandlung, die auch gegen die Menschenrechte verstößt, führen Jehovas Zeugen aufgrund der indoktrinierten Glaubensüberzeugung der leitenden Körperschaft jährlich aus.

von |Januar 3rd, 2017|Kommentare deaktiviert für JW Broadcasting

DOWNLOAD

Jehovas Zeugen – Ihre Prophezeiungen

Jehovas Zeugen – Ihr Verständnis von „Wahrheit“

Jehovas Zeugen – Ihre Finanzen

Jehovas Zeugen – Ihre Verbindung zu den Vereinten Nationen

Jehovas Zeugen – Ihre Kontrolle über das Bewusstsein

Jehovas Zeugen – Ihr Umgang mit Kindesmissbrauch

Jehovas Zeugen – Christus Zweites Kommen (parousia)

Jehovas Zeugen – Ihre Lehren und Kritikpunkte

Jehovas Zeugen – Falsche Zeugen stehen wider mich

Jehovas Zeugen – Gruß- und Kontaktverbot

Jehovas Zeugen  – Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR)

Jehovas Zeugen – Haben sie die Wahrheit?

Jehovas Zeugen – Zwischen Aneignung und Abwehr

Jehovas Zeugen – Psychische Erkrankungen

Jehovas Zeugen – Wachtturm-Opfer-Gedenktag

Jehovas Zeugen – Praxis von Ausschluss und Ächtung

Raymond Victor Franz – Auf der Suche nach christlicher Freiheit

Raymond Victor Franz – Der Gewissenskonflikt: Menschen gehorchen oder Gott treu bleiben?

Johanne t. g. Joan – Das Ur-Evangelium der Essener und seine Verfälschung


Theokratie

von |Januar 2nd, 2017|Kommentare deaktiviert für DOWNLOAD

Für alle Menschen die nach der Wahrheit hinter der „Wahrheit“ suchen. Ihre Illustration dient dazu Individuen zu einer Bewusstseinsveränderung zu führen, durch eigendynamische Hinterfragung des persönlichen Weltbildes und den daraus resultierenden Konsequenzen. Höre auf Menschen blind nachzulaufen, ihren Worten Glauben zu schenken, sondern prüfe alles selbst! Zerschlage die geistigen Ketten, die dich mental gefangen nehmen und lasse niemals deine Gedanken und die universale Wahrheit in die primitive Sichtweise von Menschen pressen, sondern besiege sie stets mit der wahren Gotteserkenntnis! (2. Korinther 10,3-5; Epheser 5,8-11)

Wisse, dass jede in der Vergangenheit geglaubte Wahrheit für eine spätere Zeit ein Paradoxon ist, eine Anomalie des Glaubens, ein Widerspruch mit ihrer Vernunft, der neuen Wahrheit, ihrer unendlichen Stimmigkeit. So dient jede Entwicklung des Geistes als die Enträtselung des wahren Sinnes einer vergangenen Wahrheit und hat die Aufgabe, diesen Widerspruch aufzulösen, dieses Paradoxe abzustreifen, den falschen Gedanken in der Individualität abzulehnen und den wahrheitsvolleren Gedanken anzunehmen, nicht durch tiefenpsychologische Kompensation sondern völlige Grunderneuerung und diesem dem Individuum als solches neu erkennen zu lassen – dies ist die neue Überzeugung der theosophischen und anthropologischen Liebe zur Erkenntnis sowie des universalen Glaubensgrundsatzes der Wahrheit verbunden mit echter Christusnachfolge. (Johannes 4,23-24; 8,32)

Wir müssen heute nach den Wahrheiten leben, die uns zur Verfügung stehen, dabei aber immer bereit sein, sie morgen Irrtümer zu nennen.(William James)

Der beste Weg zur Wahrheit zu gelangen ist dieser, dass man die Dinge untersucht, wie sie wirklich sind und nicht schließt, sie wären so, wie es uns andere zu glauben gelehrt haben.(John Locke)

Die Wahrheit hat den Irrtum nicht zu fürchten, wohl aber der Irrtum die Wahrheit.(Raymond Victor Franz)

Wenn Irrlehre gezwungen ist, sich im Kampf mit Wahrheit zu messen, dann findet sie ihre bevorzugte Waffe und auch ihre letzte Zuflucht in Macht. Allzu oft hat die beanspruchte Macht keine größere Daseinsberechtigung als die Irrlehre selbst.“ (Raymond Victor Franz)

Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben.(André Gide)

„Dogmen, ob religiöse, politische oder wissenschaftliche, entspringen der irrigen Überzeugung, Gedanken könnten die Wirklichkeit oder Wahrheit in sich schließen. Dogmen sind kollektive mentale Gefängnisse. Das Unmanifeste befreit dich erst, wenn du bewusst in es eintrittst. Deshalb sagt Jesus nicht: „Die Wahrheit wird dich befreien“, sondern: „Du wirst die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird dich befreien.““ (Eckhart Tolle)

Hütet euch vor „Organisation“. Sie ist vollkommen unnötig. Die Richtlinien der Bibel sind die einzigen, die ihr benötigt. Versucht nicht, andere in ihren Gewissensentscheidungen auf etwas festzulegen, und laßt das auch nicht bei euch zu. Glaubt und gehorcht soweit, wie ihr Gottes Wort im Augenblick versteht, und wachst so weiterhin Tag für Tag in der Gnade, in der Erkenntnis und der Liebe.(Charles Taze Russell)

Je weiter sich eine Gesellschaft von der Wahrheit entfernt, desto mehr wird sie jene hassen, die sie aussprechen.(George Orwell)

Die Wahrheit wird den Menschen erst dann frei machen, wenn er den Mut besitzt, das zu hinterfragen, was ihm als Wahrheit gelehrt wurde.(Illustris)

Wenn Treue zur Glaubensgemeinschaft über die Suche nach Wahrheit und Recht gestellt wird, verdirbt die Religion.(Illustris)

„Erlaubt man seinen Geist das Unmögliche in Betracht zu ziehen, findet man die Wahrheit, für die man blind gewesen wäre.“  (Illustris)

In Zeiten der universellen Täuschung wird das Faktum zu einer revolutionären Rarität.“ (Illustris)

Über 2000 Jahre dauerte es um entbunden von der Kirche und „christlichen“ Organisationen zu leben, als freier und loyaler, einzig allein Gott gehorchender Christ. Wenn zu dienen bedeutet erneut Sklave von Menschen zu sein, durch das Gehorchen ihres Wortes allein, würde dies die Vergangenheit neu aufleben lassen! Eines Tages kommt für jeden aufrichtigen und wahrheitsliebenden Nachfolger Jesu Christi der Zeitpunkt, wo er sich fragen muss, ob er Gott treu bleiben möchte, oder Menschen allein folgen will. Deutlich sind die niedergeschriebenen Gedanken der gesunden Lehre aus Gottes Heiliger Schrift indem sie verkünden lässt:

Ihr aber, lasst euch nicht Lehrer nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Auch laßt euch nicht Führer nennen, denn nur einer ist euer Führer, der Christus.(Matthäus 23,8-10 – Neue-Welt-Übersetzung)

Denn dies ist unser Bekenntnis: Nur einer ist Gott, und nur einer ist auch der Vermittler zwischen Gott und den Menschen: Jesus Christus.(1. Timotheus 2,5 – Gute Nachricht)

Wir sind dann nicht mehr wie unmündige Kinder, die kein festes Urteil haben und auf dem Meer der Meinungen umhergetrieben werden wie ein Schiff von den Winden. Wir fallen nicht auf das falsche Spiel herein, mit dem betrügerische Menschen andere zum Irrtum verführen. Vielmehr stehen wir fest zu der Wahrheit, die Gott uns bekannt gemacht hat, und halten in Liebe zusammen. So wachsen wir in allem zu Christus empor, der unser Haupt ist.(Epheser 4,14-15 – Gute Nachricht)

Denn wer als Sklave in die Gemeinschaft des Herrn gerufen wurde, ist ein Freigelassener des Herrn, und wer als Freier berufen wurde, ist ein Sklave von Christus. Gott hat einen hohen Preis für euch bezahlt. Macht euch also nicht zu Sklaven von Menschen!(1. Korinther 7,22-23 – Neue evangelistische Übersetzung)

Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.(Apostelgeschichte 5,29 – Einheitsübersetzung)

Verflucht sei jeder Mensch – und das gilt auch für mich -, der eine andere Botschaft verkündet als die, die wir euch gepredigt haben. Und käme ein Engel vom Himmel und verkündete euch eine andere Botschaft: Er soll in Ewigkeit verflucht sein. Ich sage es noch einmal: Wenn irgendjemand eine andere Botschaft weitersagt als die, die ihr angenommen habt, dann soll Gottes Fluch ihn treffen. Wie ihr seht, geht es mir nicht darum, Menschen zu gefallen! Nein, ich versuche, Gott zu gefallen. Wollte ich noch Menschen gefallen, wäre ich kein Diener von Christus.(Galater 1,8-10 – Neues Leben)

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen! Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? Brüder, ihr seid zur Freiheit berufen!(Galater 5,1-13 – Luther 1984)

Es ist mir zwar alles erlaubt, doch ich will mich von nichts beherrschen lassen.(1. Korinther 6,12 – Begegnung fürs Leben)

Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe; Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.(Johannes 14,26; 16,13 – Schlachter 2000)

Das müsst ihr über diese Leute wissen, die euch vom richtigen Weg abbringen wollen. Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine Menschen als Lehrer, der Heilige Geist selbst ist euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt, und bleibt bei Christus; uns hat Gott durch seinen Geist sein Geheimnis enthüllt. Denn der Geist Gottes weiß alles, er kennt auch Gottes tiefste Gedanken.(1. Johannes 2,26-27; 1. Korinther 2,10 – Hoffnung für Alle)

Wenn aber selbst ihr sündigen Menschen wisst, wie ihr euren Kindern Gutes tun könnt, wie viel eher wird euer Vater im Himmel denen, die ihn bitten, den Heiligen Geist schenken.(Lukas 11,13 – Neues Leben)

Wenn jemand unter euch Weisheit braucht, weil er wissen will, wie er nach Gottes Willen handeln soll, dann kann er Gott einfach darum bitten. Und Gott, der gerne hilft, wird ihm bestimmt antworten, ohne ihm Vorwürfe zu machen.(Jakobus 1,5 – Neues Leben)

In den letzten Tagen, spricht Gott, werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen.(Apostelgeschichte 2,17 – Neues Leben)

Überlasse dem Herrn die Führung deines Lebens und vertraue auf ihn, er wird es richtig machen. Deine Unschuld wird er sichtbar machen so hell wie das Licht des Tages, und die Rechtmäßigkeit deiner Sache wird leuchten wie die Mittagssonne.(Psalm 37,5-6 – Neues Leben)

Nur ein gedankenloser Mensch glaubt jedes Wort! Der Vernünftige prüft alles, bevor er handelt.(Sprüche 14,15 – Hoffnung für Alle)

Glaubt nicht jedem, der behauptet, dass er Gottes Geist hat. Prüft vielmehr genau, ob er wirklich von Gottes Geist erfüllt ist. Es hat in dieser Welt schon viele falsche Propheten gegeben.(1. Johannes 4,1 – Hoffnung für Alle)

Regiert uns Gottes Geist, dann schenkt er uns Frieden und Leben.(Römer 8,6 – Hoffnung für Alle)

In den letzten Tagen, spricht Gott, will ich die Menschen mit meinem Geist erfüllen. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und die alten Männer bedeutungsvolle Träume. Allen Männern und Frauen, die mir dienen, will ich in jenen Tagen meinen Geist geben, und sie werden in meinem Auftrag prophetisch reden; Gott redet durch Träume, durch Visionen in der Nacht, wenn tiefer Schlaf auf die Menschen fällt. Sie liegen da und schlummern, doch dann lässt er sie aufhorchen und erschreckt sie mit seiner Warnung.(Apostelgeschichte 2,17-18; Hiob 33,15-16 – Hoffnung für Alle)

Böse Menschen verstehen die Wahrheit nicht; wer nach Jahwe sucht, versteht alles.(Sprüche 28,5 – Neue evangelistische Übersetzung)

Die Juden in Beröa waren nicht so voreingenommen wie die in Thessalonich. Mit großer Bereitwilligkeit gingen sie auf das Evangelium von Jesus Christus ein, und sie studierten täglich die Heilige Schrift, um zu prüfen, ob das, was Paulus lehrte, mit den Aussagen der Schrift übereinstimmte.(Apostelgeschichte 17,11 – Neue Genfer Übersetzung)

Ich werde meine Gesetze in ihr Innerstes legen und werde sie in ihre Herzen schreiben. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Keiner muss seinen Mitbürger dann noch belehren, keiner mehr zu seinem Bruder sagen: „Komm und lerne den Herrn kennen!“ Nein, vom Kleinsten bis zum Größten werden alle mich kennen. Denn ich werde ihnen alles Unrecht vergeben und werde nie mehr an ihre Sünden denken.(Hebräer 8,10-12 – Neue Genfer Übersetzung)

Daher gibt es für die, welche mit Christus Jesus in Gemeinschaft sind, keine Verurteilung. Denn das Gesetz des Geistes, der in Gemeinschaft mit Christus Jesus Leben gibt, hat dich von dem Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht.(Römer 8,1-2 – Neue-Welt-Übersetzung)

Verflucht ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt; Es ist besser, Zuflucht zu Jehova zu nehmen, als auf Menschen zu vertrauen; Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt; Vertraut auf Jehova zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht. Ja, die Söhne des Erdenmenschen sind ein Dunst, die Menschensöhne sind eine Lüge. Wenn auf die Waage gelegt, sind sie alle zusammen leichter als ein Dunst.(Jeremia 17,5; Psalm 118,8; 146,3; 62,8-9 – Neue-Welt-Übersetzung)

Glücklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen und wann immer sie euch ausschließen und euch schmähen und euren Namen als böse verwerfen um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tag, und hüpft; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel; macht euch also keine Sorgen darüber, wie oder was ihr reden sollt; denn was ihr reden sollt, wird euch in jener Stunde gegeben werden;  denn die Redenden seid nicht nur ihr, sondern der Geist eures Vaters ist es, der durch euch redet.(Lukas 6,22-23; Matthäus 10,19-20 – Neue-Welt-Übersetzung)

Für mich nun ist es etwas sehr Geringfügiges, daß ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtshof beurteilt werde. Ja, ich beurteile mich auch selbst nicht. Denn mir ist nichts bewußt, was gegen mich spräche. Doch dadurch werde ich nicht als gerecht befunden, der mich aber beurteilt, ist Jehova; Denn wenn wir leben, leben wir für Jehova, und auch wenn wir sterben, sterben wir für Jehova. Darum, wenn wir leben und auch wenn wir sterben, gehören wir Jehova.(1. Korinther 4,3-4; Römer 14,8 – Neue-Welt-Übersetzung)

Der einzige Wahrheitsweg ist die direkte Nachfolge Jesu Christi durch den heiligen Geist, lassen wir jedoch Menschen führend vorangehen, die zwischen uns und Christus Fußstapfen treten, wird die vollkommene Spur des Sohnes Gottes bis zur Unkenntlichkeit verwischt als auch zertreten sein, ehe wir sie noch erreichen und genau ihrem Pfad nachahmen können! (Johannes 13,15; 1. Petrus 2,21)

In ihm allein [Jesus Christus] gibt es Erlösung! Im ganzen Himmel gibt es keinen anderen Namen, den die Menschen anrufen können, um errettet zu werden; Nur Jesus kann den Menschen Rettung bringen. Nichts und niemand sonst auf der ganzen Welt rettet uns!(Apostelgeschichte 4,12 – Neues Leben; Hoffnung für Alle, siehe auch Philipper 2,9-11)

Gottes Sohn ist allein der Weg, die Wahrheit und das Leben, nur durch ihn werden wir wirklich frei sein (Johannes 14,6; Johannes 8,36). Was wirst du erwidern, wenn Christus dich persönlich eines Tages fragen wird, warum du dem göttlichen Gebot aus 2. Korinther 6,17-18 und Offenbarung 18,4-5 nicht nachgekommen bist, kein Teil von dem geistigen Babylon mehr zu sein, warum du Jesus nicht allein gefolgt bist? Was wirst du entgegnen, wenn der Tag des Herrn gekommen ist, und du immer noch einer menschlichen Kirche, Organisation, Sekte, Vereinigung, Gruppierung oder Spaltung angehörst? Wirst du mit Einwänden argumentieren, desillusioniert und schockiert wie die Menschen aus Matthäus 7,21-23 reagieren, die auch fest davon überzeugt waren, das Richtige getan zu haben und echte Nachfolger Jesu Christi zu sein? Erkenne die Wahrheit hinter der „Wahrheit“ und du wirst frei sein, für immer!

Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf; [denn] wo der Geist YHWH’s ist, da ist Freiheit; es gab diesen Menschen, der in den dritten Himmel, in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die zu reden einem Menschen nicht erlaubt ist; darum lass mich in Deiner Wahrheit wandeln, und lehre mich, denn Du bist mein Gott der Rettung; sende Dein Licht und Deine Wahrheit aus. Mögen nur diese allein selbst mich leiten; Denn YHWH gibt Weisheit, von ihm allein kommen Erkenntnis und Verstand; Menschen daher, die der Schlechtigkeit ergeben sind, können das Recht nicht verstehen, die aber YHWH suchen, diese können alles verstehen.

(Epheser 5,10-11; 2. Korinther 3,17; 12,3-4; Psalm 25,5; 43,3; Sprüche 2,6Sprüche 28,5)

Der Weg zu Gott durch Christus ist der unmittelbar Direkte und nicht der über unvollkommene Menschen!
Zur herrlichen Freiheit der Gotteskinder immerdar!

Abba, Vater – Maranatha!

von |Januar 2nd, 2017|Kommentare deaktiviert für

Anfragerekord zu Zeugen Jehovas – die Fachstelle Infosekta führte noch nie so viele Beratungen zu den Zeugen Jehovas durch wie 2015. Insgesamt stieg die Anzahl Anfragen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent

Noch nie verzeichnete die in Zürich ansässige Fachstelle Infosekta so viele Anfragen zu den Zeugen Jehovas wie 2015, nämlich 103 Erstkontakte. Das hat nicht nur mit dem erhöhten Druck der Organisation auf die Mitglieder zu tun, wie die Fachstelle schreibt. Die gestiegene Nachfrage nach Beratungen sei auch eine Folge der gezielten Aufklärungsarbeit von Infosekta und anderen Stellen.

Zudem habe die Berichterstattung über grobe Missstände innerhalb der Wachtturm-Gesellschaft die Öffentlichkeit sensibilisiert. Gemäss Jahresbericht ist die Zahl der Kontakte auch 2015 insgesamt gestiegen. Gegenüber 2014 erhöhte sich die Zahl der Beratungen um 11 Prozent, auf 2283. In 23 Prozent der Anfragen waren mit Sicherheit Kinder und Jugendliche involviert. Am zweitmeisten Anfragen erhielt Infosekta zu Scientology, insbesondere zur neuen Scientology Org Basel, zur umstrittenen Kirschblütengemeinschaft von Samuel Widmer in Lüsslingen-Nennigkofen und zur charismatischen Jugend- und Familienkirche International Christian Fellowship (ICF). Wie bereits in den Vorjahren zeigten sich Probleme mit Anbietern, die sich dem Gedankengut des ehemaligen VPM (Verein zur Förderung der psychologischen Menschenkenntnis) verpflichtet fühlen.

Auch das Direktvertriebssystem Forever Living Products, das hauptsächlich junge Menschen über Social Media anspricht, war vermehrt ein Thema. In vielen sektenhaften Gruppen existierten Grundrechte nicht oder nur teilweise, schreibt Infosekta. Ein getaufter 18-Jähriger beispielsweise verliere bei den Zeugen Jehovas seine Familie und sein gesamtes soziales Umfeld, wenn er den Glauben anzweifle und austrete. Kritisiere eine Scientologin die Methoden der Organisation, dürfe sie «vernichtet» werden.

Quelle: nzz

25 Jahre war Hildegard Laimer Mitglied der Zeugen Jehovas – bis zu ihrem Rauswurf im vergangenen Jahr. Die 52-Jährige aus Lana über Gehirnwäsche, Manipulation und ihren Kampf um Aufklärung

Hildegard Laimer steht die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Ich habe im wahrsten Sinne des Wortes meinen Glauben verloren.“ 25 Jahre lang war die zweifache Mutter aus Lana Mitglied der Zeugen Jehovas.

„Ich war immer schon sehr neugierig, ich wollte Antworten auf meine vielen Fragen. Mich haben Religionen interessiert, daher habe ich mich auch viel damit beschäftigt“, erzählt die 52-Jährige. Bei den Zeugen Jehovas fand sie Antworten: „Sie nehmen die Bibel als Vorlage und geben mit ihr auf jede Frage eine Erklärung.“ Heute sagt sie: „Alle Antworten sind so zurechtgelegt, dass sie in ihr Konzept passen. Die Wachturmgesellschaft missbraucht die Bibel, um Menschen zu manipulieren und auszunutzen.“

Das sah Laimer am Anfang nicht: 1989 schloss sie sich der Religion an, sie war von der Bibel „begeistert.“ Jahrelang hat sie das Buch der Bücher tagtäglich studiert und viel Zeit für die Religionsgemeinschaft investiert. Sie ging von Haus zu Haus, um Mitglieder anzuwerben und Broschüren zu verteilen. „Wie viel ich an Spendengeldern abgegeben habe, kann ich nicht mehr sagen. Tatsache ist, dass sich die Wachturmgesellschaft mit den Spendengeldern ihrer Mitglieder bereichert hat“, sagt die Frau.

Vor einem Jahr habe sich dann die wahre Liebe unter den Zeugen Jehovas gezeigt: „Mein Mann geriet unter betrieblichen Stress, musste deswegen auch nach einem Unfall für längere Zeit ins Krankenhaus.“, sagt Laimer, „In dieser Zeit hat man uns fallengelassen. Wir waren nicht mehr nützlich, weil wir nicht mehr spenden und für sie arbeiten konnten.“ Das Ehepaar Laimer wurde vor drei intern ernannte Richter zitiert – und schlussendlich von der Gemeinschaft ausgeschlossen.

Wenn sie jetzt an die vergangenen Jahrzehnte zurückdenkt, kann sie sich ihre Begeisterung nicht mehr erklären. Im Gegenteil: „Erwachet!“ nennt sich eine Zeitschriften der Religionsgemeinschaft. „Erwacht bin nun auch ich“, sagt sie. Ihr jetziges Resümee ist bitter: „Die Religionsgemeinschaft benutzt die Mitglieder, lässt sie für sich arbeiten und ist ein gut aufgebautes Machtsystem, das Frauen unterdrückt und nur darauf ausgerichtet ist, immer mehr Anhänger zu überzeugen, Geld zu liefern. Es wird Gehirnwäsche betrieben und Angst geschürt.“

Die Mitglieder treffen sich allwöchentlich zu Versammlungen – diese sind für jedes Mitglied Pflicht. „Bei diesen Zusammenkünften wird einem das Paradies als Lohn versprochen. Es gibt nur Gebote und Verbote und alles wird von oberster Liga abgesegnet“, schildert Laimer.

Eigentlich aber gehe es um etwas anderes: Bei den Treffen wird gelehrt, wie man Broschüren an den Mann bringt. „Es gibt permanente Schulungen, es wird instruiert, wann und wie oft man nach dem ersten Hausbesuch wiederkommen soll“, so Laimer.

Die Broschüren zur Mitgliederakquirierung müssen von den Zeugen Jehovas selbst finanziert werden. „Es wird Buch geführt, wer wie viele Broschüren erworben hat. Auch die Arbeitsstunden für die Gemeinschaft werden detailliert aufgelistet. Ist den Oberen die Leistung zu gering, wird den Gläubigen ein schlechtes Gewissen eingeredet. Es entsteht ein Konkurrenzkampf unter den Mitgliedern.“

Die Religion funktioniere nach einem patriarchalischen System: Die Männer können sich vom Studierenden zum Gehilfen bis zur Führungskraft vorarbeiten und dann noch weiter auf der Karriereleiter hochklettern. Frauen hingegen sind den Männern untergeordnet, sie haben nur Vorgaben einzuhalten: „Äußere Erscheinung, Verhalten und sogar die Gedanken werden vorgegeben. Als Frau ist man nichts, man hat nur die Aufgabe, neue Mitglieder zu gewinnen.“

Weltweit besitzt die Organisation eine Vielzahl von Immobilien, Bauwerken und Versammlungsräumen, Baukomitees aus Anhängern der Religionsgemeinschaft arbeiten kostenlos. „Alle Spendengelder für Immobilien gehen an die Organisation“, sagt Laimer, „uns gehört nichts, wir dürfen die Gebäude nur nutzen. Jeder Einzelne wird zum Spenden genötigt, es wird Buch geführt. Es ist eine Manipulationsmaschinerie, die sogar die Kinder dazu bewegt, ihr Taschengeld abzugeben.“

Im Jahresbuch werden nicht nur Spenden sondern auch die Arbeitsstunden jedes Einzelnen festgehalten und veröffentlicht. „Viele arbeiten nur mehr Teilzeit, um ihre Zeit der Gemeinschaft zur Verfügung stellen zu können. Für diese Stunden wird man nicht entlohnt, auch ist man nicht versichert, mit den entsprechenden Folgen im Alter. Alles wird im Namen Gottes gerechtfertigt“, erzählt Laimer.

Diese Unterdrückung hat die Familie Laimer jahrelang im guten Glauben toleriert: „Nach Jahren bei den Zeugen Jehovas hat man nur mehr dort Freunde. Von Andersgläubigen isoliert man sich immer mehr.“

Ihre beiden Töchter haben sich im Jugendalter von dieser Gemeinschaft distanziert. „Ich ließ ihnen immer ihre freie Entscheidung“, sagt die Mutter heute, „sie wollten von dieser Religion nichts wissen. Für mich war das nicht schlimm. Ich und mein Mann wurden jedoch als schlechte Eltern abgestempelt“.

Auch nach dem Ausschluss aus der Gemeinschaft hoffte Familie Laimer auf das Verständnis der anderen Mitglieder. „Wir wollten unsere Freunde aufklären, was da alles abläuft“, erzählt die 52-Jährige, „Aber ihnen wurde verboten, mit uns zu reden, sie durften uns nicht mal mehr grüßen. Das letzte Mal drohte man uns sogar an, die Polizei zu holen und uns rauschmeißen zu lassen“, ist Laimer enttäuscht.

Erst dadurch entfernte sich das Ehepaar von der Religionsgruppe. „Anfangs taten wir uns schwer. Wir hatten abseits dieser Gesellschaft keine Freunde mehr, wir fühlten uns isoliert. Aber heute bin ich froh und frei: Ohne Angst und Druck kann ich mein Leben genießen.“

Das Ehepaar will nun auch anderen die Augen öffnen. „Wir können nicht mehr still sein. Wir wollen, dass alle wissen, wie das System funktioniert“, sagt Laimer. Sie ist nicht die einzige: „Im Internet sind haufenweise Erfahrungsberichte mit den Zeugen Jehovas zu lesen. Alle waren zuerst geblendet von der vorgegaukelten heilen Welt – bis sie erwachten“.

Quelle: tageszeitung.it

25 Jahre war Hildegard Laimer Mitglied der Zeugen Jehovas – bis zu ihrem Rauswurf im vergangenen Jahr. Die 52-Jährige aus Lana über Gehirnwäsche, Manipulation und ihren Kampf um Aufklärung

An die leitende Körperschaft

Wahrheiten jetzt! ist dankbar dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft der Website so viel Aufmerksamkeit gibt. Die Themen auf dieser Website müssen die Wachtturm-Gesellschaft so sehr stören, dass sie alles daran setzen den Betreiber in Gerichtsprozesse zu ziehen um ihm hohe Geldstrafen (bis zu 250.000€) oder ersatzweise 6 Monate Haft anzudrohen. Liebe leitende Körperschaft, D. H. Splane, A. Morris III., D. M. Sanderson, G. W. Jackson, M. S. Lett. S. F. Herd, G. Lösch und G. H. Pierce:

Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, nur die Lüge braucht Gesetzesschutz!

Erwartet Gott und Jesus das von euch? Hätte Jesus so gehandelt? Ihr sagt von euch selbst das ihr vom "Geist geleitet" seid. Ihr sagt selbst das ihr geistgesalbte Christen seid. Ihr sagt selbst das die Bibel über allem steht. Warum macht ihr euch dann selbst, durch Gerichtsprozesse lächerlich? Warum versucht ihr erneut zu richten? Warum wollt ihr nicht in die Fußstapfen Jesu treten, der so mild gesinnt war?

"Nun hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?" (Johannes 18:10, 11)

Da ihr euch offensichtlich auf dem Weg der Finsternis befindet, wünscht euch Wahrheiten jetzt! sehr baldig, Jesus anzuerkennen und ihm nachzufolgen, um dem Willen des Vaters zu tun!