Zehn Plagen Gottes – die wissenschaftliche Sichtweise 2017-10-16T16:51:01+00:00

Zehn Plagen Gottes – die wissenschaftliche Sichtweise

Die zehn biblischen „Plagen“ oder „Landplagen“ (hebr. מַכּוֹת Makōt) bezeichnen eine Reihe von Katastrophen, die laut der Bibel im 13. Jahrhundert v. Chr. das Land Ägypten heimsuchten. Historisch ist die Überlieferung der Bibel nicht belegt, auch wenn dies über die Datierung von Vulkanausbrüchen versucht wurde, welche als ursprünglicher Auslöser für die Plagen von mehreren Wissenschaftlern angenommen werden.

Im 2. Buch Mose des Alten Testaments wird berichtet: Nachdem Mose eine Begegnung mit seinem Gott YHWH (deutsch Jahwe) hatte, wurden er und Aaron von diesem nach Ägypten zurückgesandt, um das Volk Israel aus der Sklaverei zu führen. Der Pharao wollte sie jedoch nicht ziehen lassen. Nach jeder Weigerung schickt JHWH eine weitere Plage. Jeder dieser Plagen stellte eines der Götter Ägyptens bloß, wodurch die überlegenheit des israelitischen Gottes und Oberhoheit deutlich wurde, sowie dass alle anderen leblose und falsche Götter sind, hingegen JHWH der einzig wahre und lebendige Gott. Diese sind wie folgt definiert und biblisch fundiert:

1. Blut (דָּם dām), Wasser wird für sieben Tage ungenießbar:

Sogleich taten Moses und Aaron so, wie es YHWH geboten hatte, und er erhob den Stab und schlug das Wasser, das im Nil war, vor den Augen Pharaos und seiner Diener, und alles Wasser, das im Nil war, wurde in Blut verwandelt.“ (2. Mose 7:20)

Wissenschaftliche Interpretation: Die Rotfärbung des Wassers und das Sterben ist auf die roten Tiden (Algenart, z.B. der Gattung Alexandrum) zurückzuführen, die zugleich solche Giftmengen produzieren können, dass es zu massivem Fischsterben und Muschelvergiftungen kommt.

2. Frösche (צְפַרְדְּעֵים ṣəfardəʕīm) im gesamten Land:

Später sagte YHWH zu Moses: „Sprich zu Aaron: ‚Strecke deine Hand mit deinem Stab über die Ströme, die Nilkanäle und die Schilfteiche aus, und laß die Frösche über das Land Ägypten heraufkommen.‘ “ Darauf streckte Aaron seine Hand über die Gewässer Ägyptens aus, und die Frösche begannen heraufzukommen und das Land Ägypten zu bedecken.“ (2. Mose 8:5, 6)

Kettenreaktion, wissenschaftliche Interpretation: Der Nil war die Lebensader des ägyptischen Pharaonenreichs. Extreme Hochwasser und Dürreperioden brachten das sensible Ökosystem aber immer wieder aus dem Gleichgewicht, Sinkstoffe aus abessinischen Seen färbten den Nil rot: der Nil wurde zu einem Seuchenherd. Noch heute lassen sich im Nil Mikroorganismen nachweisen, die Fischsterben und Stressreaktionen bei Fröschen auslösen können. Auch ein Vulkanausbruch könnte nicht nur sauren Regen, sondern auch toxische Substanzen nach Ägypten gebracht haben. Wahrscheinlich führten die Gifte der Algen zu sehr hoher Sterblichkeit vieler Fischarten, wodurch eine natürliche Bedrohung des Froschlaichs wegfiel, den die Fische sonst fraßen. Im Anschluss vermehrten sich Frösche und Kröten übermäßig und der vergiftete Nil trieb unzählige Frösche an Land.

3. Stechmücken (כִּנָּמ kinnām „Mücken, Läuse“) plagen Mensch und Vieh:

YHWH sagte nun zu Moses: „Sprich zu Aaron: ‚Strecke deinen Stab aus, und schlage den Staub der Erde, und er soll zu Stechmücken werden im ganzen Land Ägypten.‘ “Und sie machten sich daran, dies zu tun. Aaron streckte also seine Hand mit seinem Stab aus und schlug den Staub der Erde, und die Stechmücken kamen über Mensch und Tier. Aller Staub der Erde wurde zu Stechmücken im ganzen Land Ägypten.“ (2. Mose 8:16, 17)

Kettenreaktion, wissenschaftliche Interpretation: Durch das von den Algen ausgelöste Fischsterben fand die natürliche Regulation der Stechmückenbrut nicht mehr statt. Demzufolge entwickelten sie sich im Wasser des Nils ungehindert und wurden dann an Land zur Plage. Diese Plage wird in der Bibel mit dem hebräischen Wort für „Läuse“ bezeichnet. Die überlieferte Deutung des Begriffs als „Stechmücken“ ist sehr wahrscheinlich nicht zutreffend. Auf das beschriebene Ungeziefer passen die – im Erdstaub lebenden – Larven des Rattenflohs. Ihr eigenartiges Schlupfverhalten ist im Wortlaut der dritten Plage bereits angedeutet: Nach Erschütterung des Erdstaubs schlüpfen die Flöhe nahezu gleichzeitig, um möglichst schnell einen Wirt befallen zu können.

4. Stechfliegen (עָרֹב ʕārov „Geschmeiss, Ungeziefer, Bremsen“, wahrscheinl. Hundsfliege) füllen alle Häuser:

Dann sprach YHWH zu Moses: „Steh am Morgen früh auf, und stell dich vor Pharao hin. Siehe! Er kommt an das Wasser heraus. Und du sollst zu ihm sagen: ‚Dies ist, was YHWH gesagt hat: „Sende mein Volk weg, damit sie mir dienen. Wenn du aber mein Volk nicht wegsendest, siehe, so sende ich die Bremse über dich und deine Diener und dein Volk und in deine Häuser; und die Häuser Ägyptens werden geradezu voll sein von der Bremse und auch der Erdboden, auf dem sie sind.“ (2. Mose 8:20, 21)

Kettenreaktion, wissenschaftliche Interpretation: Der hebräische Begriff, der heute mit „Stechfliegen“ übersetzt wird, weist auf ein massenhaftes Auftreten von Fluginsekten hin. Im alten Ägypten trat der Nil im Spätsommer über seine Ufer und hinterließ fruchtbaren Schlamm auf den Äckern. Die vierte Plage begann vermutlich, als verrottende Rückstände der Überschwemmung Bremsen und Fliegen zur Eiablage anlockten. Die schnell wachsenden Larven der Stubenfliege können ihr Körpergewicht innerhalb von 72 Stunden um etwa das 230-Fache erhöhen. In dem subtropisch-mediterranen Klima konnten sich sehr viele Larven in kurzer Zeit zu Fliegen entwickeln und Menschen sowie Tiere mit gefährlichen Krankheiten anstecken.

5. Viehpest (דֶּבֶר dever „Beulenpest“) tötet alle Pferde, Kamele, Rinder, Schafe:

Demzufolge sprach YHWH zu Moses: „Geh zu Pharao hinein, und du sollst zu ihm reden: ‚Dies ist, was YHWH, der Gott der Hebräer, gesagt hat: „Sende mein Volk weg, damit sie mir dienen. Wenn du dich aber beständig weigerst, sie wegzusenden, und du sie weiterhin festhältst, siehe, so wird YHWH’s Hand über deinen Viehbestand kommen, der auf dem Feld ist. Über die Pferde, die Esel, die Kamele, die Rinderherde und die Kleinviehherde wird eine sehr schwere Pest kommen. Und YHWH wird bestimmt einen Unterschied machen zwischen dem Viehbestand Israels und dem Viehbestand Ägyptens, und nicht e i n [Stück] von allem, was den Söhnen Israels gehört, wird sterben.“ (2. Mose 9:1-4)

Wissenschaftliche Interpretation: Die fünfte Plage wird als Viehseuche beschrieben. Bemerkenswert ist, dass sich die Bibelschreiber in Bezug auf die Kamele geirrt haben müssen. Kamele gab es nämlich damals noch nicht in Ägypten. Wahrscheinlich wurden die ägyptischen Nutztiere von den Erregern der afrikanischen Pferdepest und der Blauzungenkrankheit befallen, die von blutsaugenden Mücken übertragen werden. Der Tod zahlreicher Weidetiere war nicht nur ein gravierender Verlust, sondern verletzte auch die religiösen Gefühle der Ägypter – denn einige dieser Tiere wurden als heilig verehrt.

6. Schwarze Geschwüre (שְׁחיִן אֲבַעְבֻּעֹת פֹּרֵחַ šəḥīn ʔăvaʕəbuʕot porēaḥ „Geschwür das Blasen schlägt“, Einheitsübersetzung: Geschwüre) befallen Mensch und Vieh:

Danach sprach YHWH zu Moses und Aaron: „Nehmt euch beide Hände voll Ruß von einem Brennofen, und Moses soll ihn vor Pharaos Augen gegen die Himmel streuen. Und er soll zu feinem Staub werden über dem ganzen Land Ägypten, und er soll zu entzündeten Beulen werden, die in Blasen an Mensch und Tier im ganzen Land Ägypten ausbrechen.““ (2. Mose 9:8, 9)

Kettenreaktion, wissenschaftliche Interpretation:  Überschwemmungen und die damit verbundene feuchtschwüle Witterung lockte Schwärme von Ungeziefer an, die Krankheiten auf Mensch und Tier übertrugen.  Höchstwahrscheinlich handelte es sich um zwei unterschiedliche Krankheiten, nämlich Milzbrand (Anthrax) und Rotz (Pferde-Hautwurm), die beide mit anschwellenden Geschwüren einhergehen. Die Bezeichnung Anthrax (Griechisch für: Kohle) und die Bedeutung des tiefschwarzen Rußes beziehen sich wohl auf die Art der Hautgeschwüre, die oft ein schwarzes Zentrum aufweisen. Der Milzbranderreger kann Tiere und manchmal auch Menschen anstecken. Bremsen und Stechmücken spielen bei der Übertragung eine Rolle. Damit besteht wohl auch ein Zusammenhang zwischen der sechsten Plage und der vierten (von Fliegenschwärmen hervorgerufenen).

7. Hagel (בָּרָד bārād) tötet Mensch und Vieh, zerstört Ernte und Bäume:

YHWH sprach nun zu Moses: „Strecke deine Hand gegen die Himmel aus, damit Hagel auf das ganze Land Ägypten komme, über Mensch und Tier und die ganze Pflanzenwelt des Feldes im Land Ägypten.“ (2. Mose 9:22)

Kettenreaktion, wissenschaftliche Interpretation: Vulkanische Tätigkeit bringt Asche und Schwefel mit sich und verändert auch das Wetter-System. Aber auch völlig unabhängig davon kann es heute in Ägypten in den Monaten Januar und Februar zu Hagelschlag kommen. Starke Gewitter mit Hagelstürmen hinterließen eine beeindruckende Schneise der Zerstörung. In Oberägypten verursachten schwüle Aufwinde im Februar manchmal dichte Wolkenbildung. Wenn danach ein heftiger Gewittersturm entstand, tobte sich dieser innerhalb der schmalen Nilsenke aus. In den höheren Luftschichten bildeten die Wolken große Hagelkörner aus, die heftig zu Boden schlugen und Pflanzen, Tiere und Menschen verletzten oder sogar töteten.

8. Heuschrecken (אַרְבֶּה ʔarbeh „Schwarm, Wanderheuschrecken“) bedecken das Land und fressen alles Grün: Da sprach der Herr zu Mose:

YHWH sprach nun zu Moses: „Strecke deine Hand über das Land Ägypten nach den Heuschrecken aus, damit sie über das Land Ägypten heraufkommen und den ganzen Pflanzenwuchs des Landes auffressen, alles, was der Hagel übriggelassen hat.“ (2. Mose 10:12)

Kettenreaktion, wissenschaftliche Interpretation: Heuschrecken waren und sind in den Ländern des Orients keine Seltenheit, zurück blieb nach den Heuschreckenschwärmen nur Ödland. Die Heuschreckenschwärme werden als eines der schlimmsten Schrecknisse beschrieben, das über die Bewohner Ägyptens kam. Die Bibelschreiber haben sich aber in Bezug auf die Einmaligkeit der Plage geirrt. Denn zu allen Zeiten hat die Bevölkerung des Nahen Ostens unter periodisch einfallenden Heuschreckenschwärmen zu leiden gehabt. Sie zogen gewaltige Ernteschäden und Hungerkatastrophen nach sich. An der biblischen Beschreibung ist interessant, dass ein Ostwind die Schwärme landeinwärts trug, während ein Westwind sie aus Ägypten vertrieb. Das gilt heute noch: Nur mitmilfe eines kräftigen Passatwindes können die Schwärme jene Gebiete erreichen, die den zur Eiablage erforderlichen feuchten Boden haben, auf dem genug Pflanzen zur Ernährung der Larven wachsen können.

9. Finsternis (חֹשֶׁךְ ḥošex) dauert drei Tage:

YHWH sprach dann zu Moses: „Strecke deine Hand gegen die Himmel aus, damit Finsternis über das Land Ägypten kommt und man die Finsternis betasten kann.““ (2. Mose 10:21)

Kettenreaktion, wissenschaftliche Interpretation: Die Finsternis wurde durch vulkanische Asche, einen Glutwind oder einen dramatischen Sandsturm hervorgerufen. Auch Heuschreckenschwärme verdunkeln den Himmel. Eine irdische Sonnenfinsternis würde höchstens 7,7 Minuten dauern und kommt damit als Ursache nicht infrage. Die plausibelste Erklärung der ägyptischen Finsternis ist ein Sandpartikel führender Wüstenwind, der drei Tage und Nächte wehte. Ein solcher Wüstenwind, den man unter dem Namen Chamsin kennt, weht zwischen März und Mai in Ägypten. Er wird meist von einem heftigen Wirbelsturm abgelöst, der beträchtliche Staub- und Sandmassenverstreut und das Firmament verdunkelt. Der tägliche Sonnenlauf war das Sinnbild der drei höchsten altägyptischen Götter, sein Verschwinden muss damals zweifellos größte Bestürzung in der Bevölkerung ausgelöst haben.

10. Tod aller Erstgeborenen (מֵת כָל־בְּכוֹר mēt kāl-bəxōr) von Mensch und Vieh:

Und Moses sprach weiter: „Dies ist, was YHWH gesagt hat: ‚Um Mitternacht werde ich ausziehen mitten durch Ägypten, und jeder Erstgeborene im Land Ägypten soll sterben, vom Erstgeborenen Pharaos, der auf seinem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Magd, die an der Handmühle ist, und alles Erstgeborene des Viehs.“ (2. Mose 11:4, 5)

Wissenschaftliche Interpretation: Der Tod der Erstgeborenen passt nicht in den Rahmen der Naturkatastrophen. Nach Ansicht von Historikern verschlechterte sich die Ernährungslage der Ägypter von Plage zu Plage, bis sie zu einer gravierenden Hungersnot wurde, die zur Zeit der zehnten Plage zahlreiche Todesopfer forderte. Vermutlich litten die Ägypter unter mangelhafter Versorgung und konnten weder ihre Felder bestellen noch Vorräte anlegen, während die Hebräer in einer klimatisch begünstigten Provinz lebten und über gute Ernten und genügend Nahrung verfügten. Die zehnte Plage bewirkte den Tod der erstgeborenen Söhne und männlichen Weidetiere, die durch unzureichende Ernährung ohnehin bereits geschwächt waren. Forscher sehen in der Plage ein religiöses Symbol: Die Erstgeburt alles Bösen soll mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden – eine Floskel, die auch im Nilland seit alters her bekannt war. Eine Deutung, die den Text wörtlicher nimmt: Dieses Pogrom fand real statt, um den Wegzug der Israeliten zu erpressen. Und Moses und die Israeliten haben diese Tat selbst begangen im Auftrag JHWHs- so wie sie auch anschließend selbst die Ägypter ihrer „silbernen Geräte und goldenen Geräte und Kleider […] beraubten“ (2. Mose 12:35)

An die leitende Körperschaft

Wahrheiten jetzt! ist dankbar dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft der Website so viel Aufmerksamkeit gibt. Die Themen auf dieser Website müssen die Wachtturm-Gesellschaft so sehr stören, dass sie alles daran setzen den Betreiber in Gerichtsprozesse zu ziehen um ihm hohe Geldstrafen (bis zu 250.000€) oder ersatzweise 6 Monate Haft anzudrohen. Liebe leitende Körperschaft, D. H. Splane, A. Morris III., D. M. Sanderson, G. W. Jackson, M. S. Lett. S. F. Herd, G. Lösch und G. H. Pierce:

Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, nur die Lüge braucht Gesetzesschutz!

Erwartet Gott und Jesus das von euch? Hätte Jesus so gehandelt? Ihr sagt von euch selbst das ihr vom "Geist geleitet" seid. Ihr sagt selbst das ihr geistgesalbte Christen seid. Ihr sagt selbst das die Bibel über allem steht. Warum macht ihr euch dann selbst, durch Gerichtsprozesse lächerlich? Warum versucht ihr erneut zu richten? Warum wollt ihr nicht in die Fußstapfen Jesu treten, der so mild gesinnt war?

"Nun hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?" (Johannes 18:10, 11)

Da ihr euch offensichtlich auf dem Weg der Finsternis befindet, wünscht euch Wahrheiten jetzt! sehr baldig, Jesus anzuerkennen und ihm nachzufolgen, um dem Willen des Vaters zu tun!