„Ich sage das, damit ihr euch schämt. Gibt es denn unter euch wirklich keinen, der die Gabe hat, zwischen Brüdern zu schlichten? Stattdessen zieht ein Bruder den andern vor Gericht, und zwar vor Ungläubige. Ist es nicht überhaupt schon ein Versagen, dass ihr miteinander Prozesse führt? Warum leidet ihr nicht lieber Unrecht? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen?“ (1. Korinther 6,5-7)

Wie die The Sunday Business Post berichtet, geht die JW.ORG gegen die Blogs mit Leaks von AvoidJW.org aus Irland vor.

Was es bringen soll, ist sicherlich schleierhaft. Die Leaks sind online und haben sich weltweit verteilt. Einzig und allein gibt es mehr Werbung für die internen Dokumente. Auch dies wurde bereits durch Wahrheiten jetzt! unter Beweis gestellt.

Spannend jedoch ist, dass die WTG aktuell anfängt, aggressiver als sonst, Gerichte einzusetzen um Meinungen und Informationen zu unterdrücken. So die Bücher von Konja Rohde und Misha Anouk. Es wird spannend, was passiert, wenn das Buch von Lloyd Evans in Deutschland erscheint.

Ist es ein Überlebenskampf, da die Selbstdarstellung immer weniger geglaubt wird, selbst von eingeschlossenen Zeugen Jehovas?

Die Presse schreibt dazu:

The Sunday Business Post (Irland), Sonntag, 28. Januar 2018, Titelseite

Anwälte am Hauptsitz der Organisation in New York versuchen seit mehr als einem Jahr herauszufinden, wer den Blog betreibt.

Die Zeugen Jehovas versuchen, ein von einem Iren geführtes Blog daran zu hindern, Hunderte von internen Memos zu veröffentlichen, die mit der Behandlung von Anschuldigungen gegen Kindesmissbrauch durch die Religion weltweit zusammenhängen.

Anwälte im Hauptquartier der Organisation in New York – bekannt als der Wachtturm – versuchen seit mehr als einem Jahr, die Identität der Person hinter dem Blog zu entdecken.

Der Wachtturm versucht auch, Log-Dateien für den WordPress-Account in die Hände zu bekommen, um herauszufinden, wer die Seite besucht hat.

Die Website, AvoidJW.org, wird von einem Iren geleitet. Dadurch hat er Tausende von Dokumenten veröffentlicht, die mit der Religion zu tun haben – von den Büchern und Broschüren, die auf der Straße verteilt werden, bis zu internen Memos und Vorschriften über mutmaßlichen Kindesmissbrauch. Im Juni letzten Jahres ging der Wachtturm an das US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York, um eine sogenannte DMCA-Vorladung zu beantragen, um den Blog zu schließen.

Eine DMCA-Vorladung ist eine wenig bekannte Bestimmung eines amerikanischen Gesetzes, das als Digital Millennium Copyright Act bezeichnet wird und es dem Beschwerdeführer ermöglicht, Personen zu identifizieren, die möglicherweise gegen ihre Urheberrechte verstoßen haben.

In juristischen Dokumenten, die dem Gericht in New York vorgelegt wurden – was die The Sunday Business Post gesehen hat – ersuchte der Wachtturm die Vorladung, die Suchmaschine Google und die Webhosting-Firma GoDaddy dazu zu zwingen, den Zeugen Jehovas die Kontaktinformationen des Kundenkontos, Kontaktinformationen für die Domain, alle zugehörigen E-Mail-Konten und Log-Dateien für das WordPress-Konto zu geben.

Die Dokumente zeigen, dass die Organisation versuchte, die wahren Leute hinter einer Reihe von Benutzernamen zu identifizieren, darunter Celia McCavidge, Tom Durbridge, Jehova McGeddon, Frank Malton, Kenneth Floodin, Eamon Lowe, Rose Mark Media, Bartley Trayors, Dork Benedict, Lorcan Clarke, Wachturm 1900s und Stephen Lett.

Alle Namen sind Pseudonyme eines irischen Mannes, der seitdem das Hosting an einen Offshore-Standort verlegt hat, um die Abschaltung zu vermeiden.

Die Religion der Zeugen Jehovas – bekannt für ihre strenge Auslegung der Bibel und für ihre evangelikale Missionierung – ist weltweit zunehmend in die Kritik geraten, wie sie mit Missbrauchsvorwürfen umgeht, wie in der The Sunday Business Post des letzten Monats berichtet wurde. Die Religion wurde durch gesetzliche Untersuchungen in Großbritannien und Australien kritisiert und vor US-Gerichten wegen Missbrauchs verklagt.

Quelle: Businesspost.ie

„Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.“ – Thomas Jefferson

Jehovas Zeugen fragen sich: Ist es wirklich christlich auf derartige Weise Menschen dazu zu zwingen, ihre freie Meinungsfreiheit zu durchbrechen? Ist es christlich, durch Gerichte an Account-Daten zu kommen, damit interne Dokumente nicht an die Öffentlichkeit geraten? Wenn alles in „Gottes Organisation“ vom „Geist Jehovas“ geleitet wird, warum erinnern dann diese Machenschaften fast schon an eine Mafia? Wenn alles in der Wachtturm-Organisation der reinen „Wahrheit“ entspricht, warum dürfen diese Dokumente nicht von der Öffentlichkeit gesehen werden? Was verschweigt die JW-Organisation dem einzelnen Menschen, was darf nicht an die Öffentlichkeit gelangen? Wovor hat die „wahre Organisation Gottes“ solch eine gewaltige Angst?