66 Millionen Kanadische Dollar-Sammelklage gegen Zeugen Jehovas wegen sexuellem Missbrauch

Eine Gruppe von mutmaßlichen Missbrauchsopfern aus dem ganzen Land haben eine 66-Mio-CAD-Sammelklage gegen die Zeugen Jehovas eingereicht, wie CityNews erfahren hat (Anm. ca. 51 Mio CHF). In der Klage wird der religiösen Organisation vorgeworfen, über Regeln und Richtlinien zu verfügen, die Täter , welche Kinder sexuell missbrauch(t)en, schützen und Kinder gefährden.

„Die Richtlinien und das Protokoll der Organisation zum Umgang mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs sind äußerst mangelhaft und führen zu weiteren Schäden bei den Opfern von sexuellem Missbrauch; legitime Vorwürfe werden nicht gemeldet“, steht in der Klageschrift.

„Das ist ein Thema, mit dem sich die Gesellschaft befassen sollte, nicht nur die Zeugen Jehovas“, sagt Tricia Franginha. Sie berichtet, dass ihre ersten 14 Lebensjahre als Zeugin Jehovas von sexuellem Missbrauch geprägt waren.

„Als Resultat der Verfahren – wenn Missbrauchsvorwürfe vorgebracht werden –, werden die Sexualstraftäter auf freiem Fuss belassen“, sagt Franginha. „Wie die meisten Leute über die Zeugen Jehovas wissen, sind sie es, die am Samstagmorgen vor Deiner Tür stehen, wenn Deine Kinder zuhause sind, und, wer weiss, diese Person ist vielleicht schon mehrmals jemandem zu nahe getreten“.

Keine der Anschuldigungen dieser Klage wurde vom Gericht in Ontario geprüft. Ein Sprecher der Zeugen Jehovas sagt, dass die Organisation – obwohl die Klage eingereicht wurde – diese noch nicht offiziell erhalten habe und somit keine Details kommentieren könne. „Die Zeugen Jehovas verabscheuen Kindsmissbrauch und würden niemals einen Täter decken“, sagt der Pressesprecher Mattieu Rozon. Die Organisation führt aus, dass die Ältesten einer Versammlung dem Gesetz zur Berichterstattung von Kindsmissbrauch nachkommen.

Franginha sagt, dass sie – als sie damals um Hilfe ersuchte – mundtot gemacht wurde: „Als ich etwa 12 war, sagte man mir, dass ich keine zwei Zeugen hätte und dass ich meine Eltern respektieren und nicht darüber sprechen solle“. Die Notwendigkeit, zwei Zeugen zu haben, die die Missbrauchsvorwürfe bestätigen, wird in der Klage hervorgehoben. Personen, die sexuell missbraucht wurden, müssen zwei glaubwürdige Zeugen ihres Missbrauchs präsentieren, erklärt Franginha und ergänzt, dass diese Augenzeugen andere Zeugen Jehovas mit gutem Ansehen in der Kirche sein müssen. „Das geschieht natürlich nie“, sagt sie. „Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Verbrechen verborgen sind“.

In der Klage wurde ferner behauptet, dass die Polizei nicht kontaktiert wurde, wenn Anschuldigungen auftauchten, sondern stattdessen durch einen Ältesten innerhalb des Königreichssaals abgewickelt wurden.

„Unsere Informationen, basierend auf Personen, die uns kontaktier haben, besagen, dass das jetzige System Missbrauchsvorfällen nicht vorbeugt, und dass – wenn Anschuldigungen vorgebracht werden – unzureichende Massnahmen zur Sicherstellung, dass die Beschwerden an die zuständigen Behörden gelangen, ergriffen werden“, sagt Bryan McPhadden, der Anwalt, der die Opfer vertritt.

Die Opfer beantragen 20 Mio Kanadische Dollar für den Schaden aufgrund des erfahrenen sexuellen und geistigen Missbrauchs durch Älteste, 20 Mio CAD für den mangelnden Kinderschutz und weitere 20 Mio CAD wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht. Es wird voraussichtlich Jahre dauern, bis sich der Prozess durch die Gerichte gewunden hat. Wenn Sie denken, Sie seien berechtigt, sich der Sammelklage anzuschließen, kontaktieren Sie mcst.ca.

Quelle: 680news.com

Von | 2017-11-09T20:25:43+00:00 Oktober 2nd, 2017|2017|2 Kommentare

Über den Autor:

Illustris

2 Kommentare

  1. Illustris
    Herbert 2. November 2017 um 17:47 Uhr - Antworten

    Guter Artikel! Sehr gut! Einfach toll! Fantastisch! Unglaublich gut! Danke!

    • Illustris
      Sven 2. November 2017 um 17:49 Uhr - Antworten

      Ja, finde ich auch!

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