Jehovas Zeugen – Statistik beweist ein massives Aussterben

Die Statistik über Jehovas Zeugen beweist eine Entwicklung, die ein eingeschlossener Anhänger nicht leugnen kann:

Mehrung der Verkündiger: 116.624

Täuflinge: 284.212

Differenz: 167.588

Verkündiger werden erst nach Jahren Täuflinge, indem sie predigen gehen, Sprich: erst werden sie verkündigen, dann werden sie „ungetaufte Verkündiger“ und nachher lassen sie sich taufen. Stellt man sich dieses System wie eine Alterspyramide vor, so ist eine „Urnenform“ zu vermuten. Warum?

„Der Wachtturm“ vom 15.08.2011 sagt auf Seite 22:

„Verkündigerhöchstzahl und Verkündigerdurchschnitt. Zu den ‚Verkündigern‘ gehören sowohl getaufte Zeugen Jehovas, als auch Ungetaufte, die die Voraussetzungen für den Predigtdienst erfüllen.

Die ‚Verkündigerhöchstzahl‘ ist der Spitzenwert, der im Laufe des Dienstjahres erreicht wurde. In dieser Zahl können Verkündiger enthalten sein, die im Vormonat keinen Bericht abgegeben haben und deshalb einen Monat später doppelt gezählt werden. Andererseits werden in der Höchstzahl diejenigen nicht berücksichtigt, die sich zwar am Predigtdienst beteiligt haben, aber vergessen haben, ihren Bericht einzuwerfen. Das zeigt, wie wichtig es ist, seinen Berichtszettel pünktlich abzugeben. Bei dem ‚Verkündigerdurchschnitt‘ handelt es sich um einen Mittelwert, der sich aus allen Monaten des Dienstjahres errechnet.“

Die Mehrung bei den Verkündiger sagt sehr wenig über die Mehrung derer aus, die „wirkliche“ Zeugen Jehovas sind, sprich getauft und keinen Ausweg mehr haben, solange sie instrumentalisierte Eingeschlossene sind. Wir besitzen keinerlei Daten hinsichtlich der Mortalität und der Austritte, so kann man nur orakeln, jedoch ist dies sicher auch interessant.

Die Mortalität weltweit beträgt ca. 0,78 %, in Europa sogar 1,02%

Basierend auf den 8.132.358 Verkündigern und 0,78%, ergibt sich:

63.432 Verstorbene je Jahr

Die Mitgliedschaft einiger ZJ wird durch den Ausschluss sowie den freiwilligen Austritt beendet, sagen wir 1%:

81.324 Personen

 

Dazu sollte man davon ausgehen, das Personen keine Verkündiger mehr sind, da sie aus persönlichen Gründen oder wegen ihrer Gesundheit dies nicht mehr vollbringen können. Auch hier würde man wieder 1% ansetzen.

81.324 Personen

In Summe bedeutet dies:

63.432 Verstorbene

81.324 Austritte/Ausschlüsse

81.324 Untätige/Kranke

226.080 Personen

 

Dies bedeutet, das fast 3% an neuen Verkündigern hinzukommen müssen, bevor es einen Ausschlag in der Statistik gibt. Jedoch kommt zu diesen 226.080 Personen noch einen Mehrung von 116.624 Personen.

226.080 Personen

116.624 Mehrung

342.704 Personen

 

Eine gewaltige Summe, oder?

Wie der Wachtturm sagt, sind dies nur Verkündiger. Jedes Jahr müssen also über 340.000 Personen den Dienst aufnehmen, um einen „Mehrung“ von etwas über 116.000 Personen zu erreichen.

Von diesen über 340.000 Personen, die jedes Jahr den Dienst aufnehmen, ließen sich jedoch nur viele Jahre später 284.212 Personen taufen.

Nimmt man nun die 8 Millionen und spielt dies durch, dann wird es spannend. Innerhalb einer überschaubaren Zeit werden die 8 Millionen Verkündiger zunehmend aus Ungetauften bestehen, da Ausgeschlossene, Verstorbene und Untätige primär getaufte Zeugen wären.

Doch wodurch entsteht diese Mehrung von 342.704 Personen? Dazu muss man die 8.132.358 aller Verkündiger weiter zerlegen. Die weltweite Geburtenrate liegt bei 1,85%. Da die Zeugen Jehovas weltweit vertreten sind und die Mehrung aktuell besonders in den ärmeren Ländern erfolgt, so kann man dies durchaus als Grundlage nehmen (wie erwähnt, es liegen keinerlei Daten der Organisation vor, somit kann man nur mit allgemeinen Zahlen arbeiten).

150.449 Personen werden rechnerisch in einen ZJ-Haushalt hineingeboren. Diese Kinder werden erst mit 6-8 Jahren frühestens als Verkündiger gezählt, und speisen erst ab diesen Punkt die Verkündigerzahlen. Somit besteht eine sehr große Ressource an neuen Verkündigern. Nimmt man nur die geborenen Kinder, zeigt sich, dass anzunehmen ist, dass die Hälfte der Mehrung nicht im Dienst gefunden werden, sondern hineingeborene Kinder sind.

Weitere Mehrung entsteht übrigens durch Familienangehörige, Ehepartner und Freundschaftswerbung, also kein klassischer Dienst. Dies ist auch ein Zeichen dafür, dass der Dienst mehr eine Form der Beschäftigung ist und nicht wirklich Ergebnisse bringt.

Dies weißt auf eines der Geheimnisse hin: die Zeugen bestehen aus wenigen Millionen aktiven Mitgliedern, welche hauptsächlich aus den eigenen Reihen stammen. Ein klares Zeichen, dass diese Gemeinschaft ausstirbt. Der Ausschluss wird bald niemand mehr ernsthaft einschränken können, da kaum noch jemand der Weisung von sieben alten, senilen Männern untersteht, die sich selbst zum „Kanal Gottes“ ernannt haben.

Siehe auch: Jahrbuch der Zeugen Jehovas und ihre Statistik für das Jahr 2016

von |Dezember 22nd, 2017|2017|1 Comment

Jehovas Zeugen – Das Bethel in Griechenland steht zum Verkauf

Das Gebäudekomplex der Zeugen Jehovas, dass als „Bethel“ bekannt ist, steht per Immobilie zum Verkauf in Marousi – 77 Kifisias Avenue, Athen.

DANOS, ein Allianzmitglied der BNP PARIBAS REAL ESTATE, wurde beauftragt, alle notwendigen Maßnahmen für den Verkauf einer Immobilie in Marousi durchzuführen. Es ist ein alleinstehendes Gebäude mit einer Fläche von 4.172,54 m² mit einem verbleibenden Gebäudekoeffizienten, der den Bau von zusätzlichen Quadratmetern ermöglicht.

Jehovas Zeugen, insbesondere die leitende Körperschaft, sagten immer, dass die „Gewässer Babylons“ vor Harmagedon fast vollständig ausgetrocknet sein würden. Heute muss man sich fragen, ob sie die ganze Zeit eigentlich über sich selbst prophezeit haben.

Wenn ein Bethelheim, das „Haus Gottes“, an „Weltmenschen“ verkauft werden muss, kann dies nicht für den „Segen Jehovas“ sprechen. Hieß es in der Heiligen Schrift nicht, dass „Jehova“ in der „Endzeit“ sein Volk übernatürliche Mehrung verschaffen würde, damit alle anderen auch erkennen können? Bei Jehovas Zeugen scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein. Immer mehr Bethelheime und Versammlungen werden aufgelöst, und später für teures Geld verkauft.

Was geschieht mit den Bethel-Mitarbeitern? Benötigt die Wachtturm-Organisation dieses Geld, um gegen die weltweiten Klagen und Strafprozesse bzgl. des Kindesmissbrauchs Schadensersatz zu zahlen? Versucht die leitende Körperschaft sich schleichend aus den Ländern immer weiter zurück zu ziehen, um vor dem kompletten Einsturz des Wachtturms als reiche Männer sich irgendwo anders ein sorgenfreies Leben aufzubauen?

Fest steht, dass jedem Zeugen Jehovas die aktuelle Entwicklung der Organisation ihm sehr zu denken geben sollte. Alles Ereignisse die weltweit stattfinden und zugleich immer wieder ein Faktum beweisen: Gottes Geist ist nicht mit dieser Organisation, die von sich selbst behauptet, das „wahre Volk Jehovas“ zu sein!

Quelle: danos.gr

von |Dezember 16th, 2017|2017|3 Kommentare

Jehovas Zeugen – Kindesmissbrauchs-Kommission attestiert massives Versagen

Die australische Komission für die Aufarbeitung von institutionellem Fehlverhalten im Umgang mit Kindesmissbrauch stellt fest: Neben der katholischen Kirche haben vor allem auch Zeugen Jehovas massiv versagt und grob fahrlässig gehandelt. Die wichtigsten Punkte aus dem Abschlussbericht.

Von September 2013 bis März 2017 hat die Australian Royal Commission into Institutional Responses to Child Sexual Abuse untersucht, inwiefern man Institutionen Versagen im Umgang mit Kindesmissbrauch nachweisen könnte.

6.875 Überlebende von Kindesmissbrauch wurden befragt. 4.029 fielen einem Täter in einer religiösen Organisation zum Opfer.

Weil man aufgrund dieser Masse nicht allen Fällen detailliert nachgehen konnte, untersuchte die Kommission insgesamt 57 Fallstudien näher, die danach ausgesucht wurden, in welchen Organisationen und Gruppen auffällig viele Berichte über Missbrauch vorlagen, sowie nach Verfügbarkeit von Zeugen, Dokumenten und hinsichtlich der Frage, ob systemisches Versagen vorlag.

Allein 2.489 der befragten Überlebenden von Kindesmissbrauch entfielen dabei auf die Katholische Kirche – knapp 62 Prozent aller Fälle.

Aus den Reihen der Zeugen Jehovas kamen 70 Opfer zu Wort.

Um diese Zahlen einzuordnen: Die 70 Zeugen Jehovas-Befragten machen 0,1 Prozent der Zeugen Jehovas in Australien aus – wohingegen der Prozentsatz in der katholischen Kirche bei 0,045 Prozent liegt.

Bei Jehovas Zeugen ist demnach im Durchschnitt der Missbrauch von Kindern über das Doppelte höher als bei der kath. Kirche!

Das gesamte Ausmaß des Versagens bei den Zeugen Jehovas in Australien wird im Abschlussbericht aber noch deutlicher:

  • Das Durchschnittsalter der Opfer von Kindesmissbrauch bei den Zeugen Jehovas lag bei 8,4 Jahren
  • 80 Prozent der Opfer waren weiblich
  • 83 Prozent wurden von einer volljährigen Person missbraucht (die große Mehrheit der Täter waren männlich)
  • Interne Dokumente der Zeugen Jehovas dokumentierten Missbrauchsfälle von 1.800 Kindern und über 1.000 mutmaßliche Täter
  • Die Kommission konnte den Zeugen Jehovas nachweisen, dass sie in 1.006 Fällen Kindesmissbrauch vertuscht hatten
  • Bis 1998 mussten Personen, die Kindesmissbrauch bei den Offiziellen der Zeugen Jehovas anzeigten ihre Aussage in Anwesenheit des mutmaßlichen Täters machen
  • Die biblische Zwei-Zeugen-Regel wurde angewandt: Ermittlungen (auch interne) wurden nur aufgenommen, wenn es zwei Zeugen für den Vorfall gab. Heißt: Bestritt der mutmaßliche Täter das Vergehen, wurde der Vorfall nicht weiter verfolgt
  • Gab es einen Verdacht, leiteten Versammlungs-Älteste (ohne Einbezug der Behörden) die Ermittlung — allesamt Männer ohne “nennenswerte Ausbildung (“relevant Training”)
  • “Wir [die Kommission] fanden keinen einzigen Hinweis darauf, dass die Organisation der Zeugen Jehovas im Falle eines Verdachts auf Kindesmissbrauch Behörden informiert haben.”
  • Die Zeugen Jehovas handelten laut Bericht fahrlässig im Umgang mit Tätern: Teilweise wurden sie wieder in die Gemeinde aufgenommen, in der die Tat begangen worden war
  • Befragte Opfer sagten aus, dass sie bei internen Untersuchungen des Missbrauchs das Gefühl hatten, es gehe vor allem um ihre eigene Glaubwürdigkeit und weniger um den Täter

Die Kommission empfiehlt in ihrem Bericht, dass Zeugen Jehovas  – um solch einem Versagen vorzubeugen –  zukünftig auch Frauen an internen Untersuchungen beteiligen.

Sie empfiehlt auch, dass Opfer von Kindesmissbrauch zukünftig nicht mehr mit einem Kontaktverbot belegt werden sollen.

Die Kommission erwähnt anerkennend, dass die australischen Zeugen Jehovas mittlerweile die Vorgabe machen, Behörden im Falle eines Verdachts zu informieren – ein guter Anfang, wenn auch viel zu spät, und zu wenig.

Deshalb lässt die Royal Commission auch kein gutes Haar am Umgang der Zeugen Jehovas mit Kindesmissbrauch.

Sie schreibt:

“Solange diese Praktiken [erwähnt werden unter anderem: die Zwei-Zeugen-Regelung; die Tatsache, dass nur Männer Dienstämter innehaben dürfen; Ermahnungen, bei der Täter in der Gemeinde bleiben dürfen; Kontaktverbote für Opfer] auf Verdachts- und Vorfälle von Kindesmissbrauch angewandt werden, bleiben die Zeugen Jehovas eine Organisation, die Kinder nicht schützt und nicht ausreichend mit Kindesmissbrauch umgeht.”

Ein vernichtendes Urteil. Und eins, das nicht nur in Australien, sondern weltweit von Belang sein dürfte: Erst kürzlich bestätigte die Glaubensführung der Zeugen Jehovas für ihre Mitglieder weltweit, auch zukünftig nicht von der Zwei-Zeugen-Regelung absehen zu wollen.

Der Abschlussbericht der Kommission kann hier eingesehen werden.

Quelle: Medium

Siehe auch: Jehovas Zeugen: Kindesmissbrauch – Missbrauchsfälle vor der Royal Commission

von |Dezember 15th, 2017|2017|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Wenn Kinder den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen

Hallo Mama und Papa!

Meine Gefühle und Gedanken konnte ich bisher immer am Besten darlegen, wenn ich das schriftlich getan habe. Aus diesem Grund möchte ich euch ein paar Zeilen schreiben, die mir nicht sehr leicht fallen.

Seit einigen Tagen beschäftige ich mich mit diesen Gedanken und weiß nicht so recht, wie ich anfangen soll. Vielleicht ist es euch auch schon selbst aufgefallen, dass ich theokratische Themen meide. Und das aus gutem Grund.

Ich kann verstehen, dass euch einiges beunruhigt, aber ich denke nach wie vor, dass Jehova mit seiner Organisation handelt. Bestimmt laufen die Sachen nicht alle 100%ig. Kann es auch nicht. Jehova stehen auch nur unvollkommene Menschen zur Verfügung.

Es macht mich sehr traurig zu hören, wie ihr mittlerweile darüber denkt. Leider scheint es mir so, dass ihr euch nur noch auf Negatives konzentriert und den Blick für das Einzigartige in dieser Zeit verliert. Was mich jedoch sehr erschüttert hat, dass ich es mit eigenen Augen sehen musste, wie vor allen Dingen *Stefan sich öffentlich dazu bekennt. Das war auch der Grund, weshalb ich mich am gleichen Abend noch bei Facebook gelöscht habe. Leider können diese Zeilen auch von vielen *Münchener gelesen werden, da diese in euren Listen sind. Das macht es mir unmöglich, im August zu euch zu kommen. Vor allem, weil ich komme um für *Stefan da zu sein. Das ist auch der Grund, weshalb ich keine Bahnfahrt gebucht habe.

Bitte versteht mich nicht falsch. Ihr seid nach wie vor meine Familie. Ich liebe euch sehr, so sehr, das es mir schwer zu schaffen macht. Aber mein Gewissen würde mich plagen, wenn ich, wie versprochen, kommen würde, um *Stefan (und *Lisa) zu versorgen, mit diesem Gedankengut, den er offenbart.

Ich hoffe, ihr findet eine andere angemessene Lösung für die Zeit, die ihr im Urlaub seid.

Mir ist klar geworden, dass wir in diesen Dingen momentan unterschiedliche Meinungen haben. Mein Weg ist leider nicht euer.

Mein Herz schmerzt seit vielen Wochen. Viele Tränen laufen regelmäßig über mein Gesicht.

Ich wusste lange Zeit nicht, wie ich mich richtig verhalte. Doch vor ein paar Tagen hab ich mich unweigerlich selbst „therapiert“.

Die Umstände ließen es irgendwie zu, dass eine Aufgabe an mich herangetragen wurde. Zwei Schwestern hintereinander waren verhindert und konnten sie nicht machen. Kurzfristig erhielt ich sie und beschäftigte mich gleich mit den Gedanken. Ich war verwundert, dass gerade ich diese Aufgabe machen sollte. War es Zufall? Ich weiß es nicht. Aber ich glaube nicht.

Der Tenor war, dass es in der Zeit der Urchristen Personen gab, die „von der Lehre abwichen, die sie einmal gelernt hatten“ (NGU Rö. 16:17), mit dem Ziel den Glauben anderer in Gefahr zu bringen. (Halt stopp! Ich meine nicht euch damit. Aber eure Denkweise ähnelt diesen Personen.) Still und heimlich gelangten verkehrte Ansichten in die Versammlungen. Oft verdrehten sie die Schriften zu ihren Gunsten. Und so auch heute. Satan schläft nicht. Er nutzt jede Möglichkeit um die Versammlungen von innen heraus zu zerstören. Wie sollten sich Diener Gottes vor ihnen schützen? Solche Personen und ihre Denkweise sollten gemieden werden. Jehovas Rat ist in diesem Fall unmissverständlich. Ich habe verstanden, dass hier meine innere Haltung hinterfragt wird. Stehe ich loyal zu Jehova? Nehme ich in geistiger Hinsicht Abstand von solchen Personen, auch wenn es ein Familienangehöriger ist?

Das ist eine schwere Situation für mich. Aber ich weiß, dass ich mich nicht anstecken will. Ich möchte nicht diese Denkweise übernehmen. Deswegen meide ich geistige Gespräche. Natürlich seid ihr meine Familie. Ich liebe euch sehr. Doch hoffe ich einfach, dass ihr meinen Entschluss in dieser Hinsicht respektiert, wie ich auch euren respektiere. Doch wäre es mein Herzenswunsch, dass ihr eure Denkweise anhand des Wortes Gottes nochmal sorgfältig überprüft. Bitte seid mir nicht böse, dass ich euch diese Zeilen geschrieben habe. Es fällt mir unheimlich schwer diese überhaupt zu senden. Doch möchte ich in Moment Abstand davon nehmen euch im August zu besuchen.

Papa hat mal gesagt, er findet es besser offen und ehrlich zu sagen, wie man über eine Angelegenheit denkt. Was ich hiermit tue, auch wenn ich es schriftlich mache. Doch ich glaube, es euch mündlich mitzuteilen fiele mir unglaublich schwer. Ich möchte euch nicht verletzten. Vielleicht es nicht in die richtigen Worte zu kleiden. Aber ich möchte bestimmend für meine Entscheidung eintreten, die ich euch hiermit mitgeteilt habe.

Bitte verzeiht mir, wenn ich euch damit verletzt habe. Ich liebe euch.

Eure Tochter *Anna

Namen und Orte die mit einem Sternchen (*) versehen sind, wurden aus Datenschutzgründen geändert

 

Was lehrt die Bibel über das Verhalten von wahren Christen sowie über die Isolation und den Kontaktabbruch der eigenen Familienmitglieder?

Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“ (Johannes 13,34-35)

Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso? Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Matthäus 5,43-48)

Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen. Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halte auch die andere hin; und dem, der dir dein äußeres Kleid wegnimmt, enthalte auch nicht das untere Kleid vor. Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine wegnimmt, fordere [es] nicht zurück.“ (Lukas 6,27-30)

Da aber der Mann beweisen wollte, daß er gerecht sei, sagte er zu Jesus: „Wer ist in Wirklichkeit mein Nächster?“ In Erwiderung sagte Jesus: „Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem nach Jẹricho hinab und fiel unter Räuber, die ihn auszogen und ihm auch Schläge versetzten und weggingen und ihn halb tot zurückließen. Nun traf es sich, daß ein gewisser Priester jenen Weg hinabging, doch als er ihn sah, ging er auf der entgegengesetzten Seite vorüber. Ebenso ging auch ein Levịt, als er an die Stelle hinabkam und ihn sah, auf der entgegengesetzten Seite vorüber. Aber ein gewisser Samarịter, der des Weges zog, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er von Mitleid bewegt. Und er trat an ihn heran und verband ihm seine Wunden, wobei er Öl und Wein auf sie goß. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn. Und am nächsten Tag zog er zwei Denạre heraus, gab sie dem Herbergswirt und sprach: ‚Sorge für ihn, und was immer du darüber ausgibst, will ich dir zurückzahlen, wenn ich hierher zurückkomme.‘ Wer von diesen dreien hat sich, wie es dir scheint, als Nächster des Mannes erwiesen, der unter die Räuber fiel?“ Er sagte: „Derjenige, der ihm gegenüber barmherzig handelte.“ Darauf sprach Jesus zu ihm: „Geh hin, und handle selbst ebenso.““ (Lukas 10,29-37)

Wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen. Lasse dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.(Römer 12,20-21)

Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das geschriebene Recht: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. (Römer 13,8-10)

Jesus aber ging an den Ölberg. Bei Tagesanbruch jedoch fand er sich wieder im Tempel ein, und das ganze Volk begann zu ihm zu kommen, und er setzte sich nieder und begann sie zu lehren. Nun brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ertappt worden war, und sie stellten sie in ihre Mitte, und sie sagten zu ihm: „Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt worden. Im GESETZ schrieb uns Moses vor, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du nun dazu?“ Natürlich sagten sie das, um ihn auf die Probe zu stellen, damit sie einen Grund zur Anklage gegen ihn hätten. Jesus aber beugte sich nieder und begann mit seinem Finger auf die Erde zu schreiben. Als sie aber dabei beharrten, ihn zu befragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.“ Und sich wieder vornüberbeugend, schrieb er weiter auf die Erde. Diejenigen aber, die das hörten, begannen hinauszugehen, einer nach dem anderen, angefangen bei den älteren Männern, und er wurde allein zurückgelassen mit der Frau, die in ihrer Mitte war. Sich aufrichtend, sagte Jesus zu ihr: „Frau, wo sind sie? Hat dich keiner verurteilt?“ Sie sagte: „Keiner, Herr.“ Jesus sprach: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin; treibe von nun an nicht mehr Sünde.““ (Johannes 8,1-11)

Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen. (Lukas 6,31)

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe. (1. Korinther 13,13)

Bestimmt hat jemand, der für die Seinigen und besonders für seine Hausgenossen nicht sorgt, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger. (1. Timotheus 5,8)

Ehre deinen Vater und deine Mutter, welches das erste Gebot mit einer Verheißung ist. (Epheser 6,2)

„Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“ (Epheser 6,4; Kolosser 3,21)

Ihr aber behauptet, dass man seinen hilfsbedürftigen Eltern die Unterstützung verweigern darf, wenn man das Geld stattdessen für ›Korban‹ erklärt, das heißt, es Gott gibt. Dann hätte man nicht gegen Gottes Gebot verstoßen. In Wirklichkeit habt ihr damit aber nur erreicht, dass derjenige seinem Vater oder seiner Mutter nicht mehr helfen kann. Ihr setzt also durch eure Vorschriften das Wort Gottes außer Kraft. Und das ist nur ein Beispiel für viele.(Markus 15,11-13)

Denn Gott hat gesagt: „Du sollst Vater und Mutter ehren“, und: „Wer Vater oder Mutter schmäht, der soll des Todes sterben.“ Ihr aber lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: „Eine Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht“, der braucht seinen Vater nicht zu ehren. Damit habt ihr Gottes Wort aufgehoben um eurer Überlieferung willen. Ihr Heuchler, richtig hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen: „Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir; vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind; Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“ (Matthäus 15,4-9; Galater 6,7)

 

Siehe auch:
Kontaktverbot und Isolation – die Wahrheit des Gemeinschaftsentzuges und Ausschlusses
Psychische Erkrankungen: Die Folgen des familiären Kontaktverbotes

von |Dezember 9th, 2017|2017|2 Kommentare

Jehovas Zeugen – Ältester wegen Kindesmissbrauch verhaftet

San Antonio: Laura Avalos, Staatsanwältin aus der Stadt San Antonio, beantragte Haftbefehl gegen einen “Pastor“ der Zeugen Jehovas, Carlos Alcaráz.

Der Vorwurf von Avalos lautet auf eine angeblich sexuelle Belästigung von Kindern.

Laut Avalos soll der spirituelle Berater ein Mädchen seit dem 7. Lebensjahr unsittlich berührt haben. Heute ist es bereits 10 Jahre alt. „Dieser Mann hat das Kind am Gesäß und an den Brüsten angefasst“, sagte Avalos.

Die Staatsanwältin berichtete weiter, dass Alcaráz die Abwesenheit der Mutter ausgenutzt habe, wenn er das Kind nach Hause brachte. Sie ist ebenfalls eine Zeugin Jehova.

Der Fall kam an die Öffentlichkeit als das Opfer sich ihrer Mutter offenbarte und diese eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft aufgab.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass Alcaráz von der Religionsgemeinschaft intern vor Gericht gestellt worden sei. Er darf das Amt als Prediger nicht mehr ausüben und bei Versammlungen nur noch zuhören.

„Die gesamte Gemeinschaft der Zeugen Jehovas wusste was Alcaráz getan hatte und meldete dies nicht bei der Staatsanwaltschaft weil dieser die Tat zugab und sich entschuldigte. Es kann doch wohl keine Strafe sein nicht mehr an gesellschaftlichen Veranstaltung teilzunehmen und nur Zuhörer sein. Das Vergehen wiegt schwer und muss strafrechtlich verfolgt werden“, sagte Avalos.

Quelle: wochenblatt.cc

Siehe auch:
Kindesmissbrauch – Missbrauchsfälle vor der Royal Commission

von |Dezember 9th, 2017|2017|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Abschiedsbrief einer Aussteigerin an ihre Eltern

Liebe Mama, lieber Papa, liebe J.,

es fällt mir nicht leicht, Euch diesen Brief zu schreiben, aber ich hege schon so lange diesen Gedanken, dass ich ihn nun einfach schreiben muss – unabhängig davon, wie schwer oder einfach mir das nun auch fallen mag. Wahrscheinlich gibt es nicht „die richtigen“ Worte, die ich hier wählen kann, aber manchmal kommt es vermutlich gar nicht darauf an, etwas auf die „falsche“ oder „richtige“ Art und Weise zu sagen, sondern es überhaupt zu sagen. Ich glaube, seit unserem letzten Kontakt sind vier Monate vergangen, ganz sicher bin ich nicht, vielleicht waren es auch fünf. In jedem Fall waren es Wochen, in denen wir kein Wort miteinander gewechselt, nicht telefoniert und uns auch nicht gesehen haben. Und mit diesem Brief möchte ich, dass genau das auch weiterhin so bleibt. Ich weiß, dass ich nicht die Tochter bin, deren Lebenswandel ihr Euch gewünscht habt oder hättet und vermutlich bin auch diejenige, bei der Ihr, zumindest am Anfang nicht gedacht hättet, dass sie diesen Weg einschlägt. Aber das, was ihr „Zur Vernunft kommen“ nennt, Euren Wunsch, zurück zur „Wahrheit“ zu kehren kann und will ich nicht erfüllen und deswegen glaube ich fest, dass es das Beste ist, wenn wir unseren so schmal gewordenen Kontakt zum Erliegen bringen.

Ich bin Euch, wahrscheinlich entgegen dem, was Ihr glaubt, dankbar für das, was Ihr mir ermöglich habt. Ich weiß, dass ich ohne Euch, Mama und Papa, nicht auf dieser Welt wäre. Ich konnte Euren Ansprüchen nicht genügen und ich werde Euren Ansprüchen, die eng mit der „Wahrheit“ verknüpft sind, niemals genügen. Vielleicht bin ich der Vogel, der in den Lüften wohnt und Ihr die Fische im Wasser. Und vielleicht sind unsere Welten zu weit auseinander entfernt und eine Annäherung ohne Verletzung nicht möglich. Ich habe inzwischen verstanden, dass es unmöglich ist, Eure bedingungslose Liebe zu erhalten, so wie ich begriffen habe, dass ich diese nur dann bekommen kann, wenn ich zurück zur „Wahrheit“ finde. Ich akzeptiere Euch und Eure Gedanken und auch, dass ihr fest verankert in Eurem Glauben seid.

Aber ich kann diesen Glauben für mich nicht teilen und ich will meine Liebe nicht an ein Aber knüpfen. Ich will mein Leben leben, ohne ständig befürchten zu müssen, dass Ihr eines Tages den Kontakt zu mir abbrecht, weil ich Eure Hoffnung, zurückzukehren nicht erfüllen kann. Ich habe Euch enttäuscht, aber an dieser Stelle mag ich sagen, dass es mir mit Euch nicht anders geht. Denn das, was ich gewünscht und gebraucht hätte, wäre bedingungslose Liebe gewesen. Das Gute aber an Ent-Täuschung ist, dass die Täuschung über einen Irrglauben zu Ende ist. Man sieht anders, man sieht klarer, egal wie groß der Schmerz auch sein mag. Ich mag mir keine Gedanken mehr darüber machen, dass vieles von dem, was ich mir in meinem Leben erhoffe und nach dem ich strebe, für Euch ohne Bedeutung oder gar falsch und verwerflich ist. Von Eurer Warte aus mag ich ein verlorenes Schaf sein, eine verlorene Tochter.

Aber von meiner Warte aus bin ich ein Mensch, der seinen Weg geht und ich glaube, ich habe in all der Zeit mit Euch, mit der „Wahrheit“ aber auch danach sehr viel über mich und über das Leben gelernt. Ich kann keinen Kontakt mehr zu Euch halten und vielleicht helfe ich auch Euch damit, denn es „heißt, dass loyale Christen keine religiöse Gemeinschaft mit jemandem haben, der aus der Versammlung ausgeschlossen wurde. […] Die früheren geistigen Bande sind völlig aufgelöst worden. Das trifft selbst auf seine Angehörigen zu, auch auf die im engsten Familienkreis.“ (Unser Königreichsdienst, 8/02, Seite 3, Absatz 3-7, „Christliche Loyalität bekunden, wenn ein Verwandter ausgeschlossen ist)“. Wenn Ihr Euch fragt: „Ist es wirklich nötig, den Kontakt völlig abzubrechen? Ja, aus mehreren Gründen […] In seltenen Fällen könnten es gewisse Familienangelegenheiten zwar erfordern, dass man mit dem Ausgeschlossenen begrenzt Kontakt hat, doch sollte dieser auf ein Minimum beschränkt werden […] Durch den Verlust lieb gewordener Kontakte zu Freunden und zur Familie kommt er womöglich „zur Besinnung“ […] Aus Herzenstreue gegenüber Jehova und seiner Organisation wird er die biblische Regelung des Gemeinschaftsentzugs nicht unterlaufen.“ (Bewahrt euch in Gottes Liebe, Seite 209, „Wie man sich gegenüber Ausgeschlossenen verhalten sollte“)“.

Ich glaube, unser Kontakt ist ohnehin schon auf ein Minimum beschränkt aber ich werde nicht zurückkehren. „Was aber, wenn wir mit jemand, der ausgeschlossen werden musste, verwandt oder eng befreundet sind? Dann steht jetzt unsere Treue auf dem Prüfstand, und zwar nicht gegenüber dieser Person, sondern gegenüber unserem Gott. Jehova schaut nun darauf, ob wir uns an sein Gebot halten, keinen Kontakt mehr mit jemandem zu haben, der ausgeschlossen ist. (Lies 1. Korinther 5:11-13.) […] Da jedoch keiner aus seiner Familie auf ihn zuging, um sich mit ihm auszutauschen, war der starke Wunsch, wieder mit ihnen zusammen zu sein, eines der Motive dafür, seine Freundschaft mit Jehova zu reparieren. Gibt einem das nicht zu denken, falls man je versucht sein sollte, sich über Jehovas Gebot hinwegzusetzen und mit ausgeschlossenen Angehörigen Umgang zu haben?“ (Wachtturm, 15.04.2012, Seite 12 „Verrat — Ein bedrohliches Zeichen der Zeit“)“

Ich danke Euch für die gemeinsame Zeit die wir hatten und für das, was Ihr mir gegeben habt. So wie ich Euch auch für das Danke, was ich nicht hatte und was Ihr mir nicht gegeben habt. Meine Liebe ist nicht an ein „aber“ geknüpft. Und wenn ich nur dann liebens-wert bin, wenn ich in der „Wahrheit“ bin, dann möchte ich diese noch weniger. „Die Ausübung von Zwang in seelischen Bereichen ist das schlimmste Verbrechen, dessen sich Menschen schuldig machen können“ (Erich Limpach (1899 – 1965), deutscher Dichter, Schriftsteller und Aphoristiker).

Ich wünsche Euch alles Gute und ich hege keinen Groll gegen Euch. Wenn jemals die Zeit kommen sollte, in der Ihr mich braucht, werde ich da sein. Bis dahin aber ist es besser, wenn wir getrennte Wege gehen. Gerne dürft Ihr mich enterben. Ein handschriftliches Schreiben, das notariell beglaubigt ist, füge ich diesem Brief bei. Ich möchte nichts haben und nicht in Eurer Schuld stehen.

Lebt wohl

 

Was lehrt die Bibel über das Verhalten von wahren Christen sowie über die Isolation und den Kontaktabbruch der eigenen Familienmitglieder?

Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“ (Johannes 13,34-35)

Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso? Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Matthäus 5,43-48)

Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen. Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halte auch die andere hin; und dem, der dir dein äußeres Kleid wegnimmt, enthalte auch nicht das untere Kleid vor. Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine wegnimmt, fordere [es] nicht zurück.“ (Lukas 6,27-30)

Da aber der Mann beweisen wollte, daß er gerecht sei, sagte er zu Jesus: „Wer ist in Wirklichkeit mein Nächster?“ In Erwiderung sagte Jesus: „Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem nach Jẹricho hinab und fiel unter Räuber, die ihn auszogen und ihm auch Schläge versetzten und weggingen und ihn halb tot zurückließen. Nun traf es sich, daß ein gewisser Priester jenen Weg hinabging, doch als er ihn sah, ging er auf der entgegengesetzten Seite vorüber. Ebenso ging auch ein Levịt, als er an die Stelle hinabkam und ihn sah, auf der entgegengesetzten Seite vorüber. Aber ein gewisser Samarịter, der des Weges zog, kam zu ihm, und als er ihn sah, wurde er von Mitleid bewegt. Und er trat an ihn heran und verband ihm seine Wunden, wobei er Öl und Wein auf sie goß. Dann hob er ihn auf sein eigenes Tier und brachte ihn in eine Herberge und sorgte für ihn. Und am nächsten Tag zog er zwei Denạre heraus, gab sie dem Herbergswirt und sprach: ‚Sorge für ihn, und was immer du darüber ausgibst, will ich dir zurückzahlen, wenn ich hierher zurückkomme.‘ Wer von diesen dreien hat sich, wie es dir scheint, als Nächster des Mannes erwiesen, der unter die Räuber fiel?“ Er sagte: „Derjenige, der ihm gegenüber barmherzig handelte.“ Darauf sprach Jesus zu ihm: „Geh hin, und handle selbst ebenso.““ (Lukas 10,29-37)

Wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen. Lasse dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.(Römer 12,20-21)

Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das geschriebene Recht: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. (Römer 13,8-10)

Jesus aber ging an den Ölberg. Bei Tagesanbruch jedoch fand er sich wieder im Tempel ein, und das ganze Volk begann zu ihm zu kommen, und er setzte sich nieder und begann sie zu lehren. Nun brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ertappt worden war, und sie stellten sie in ihre Mitte, und sie sagten zu ihm: „Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt worden. Im GESETZ schrieb uns Moses vor, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du nun dazu?“ Natürlich sagten sie das, um ihn auf die Probe zu stellen, damit sie einen Grund zur Anklage gegen ihn hätten. Jesus aber beugte sich nieder und begann mit seinem Finger auf die Erde zu schreiben. Als sie aber dabei beharrten, ihn zu befragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.“ Und sich wieder vornüberbeugend, schrieb er weiter auf die Erde. Diejenigen aber, die das hörten, begannen hinauszugehen, einer nach dem anderen, angefangen bei den älteren Männern, und er wurde allein zurückgelassen mit der Frau, die in ihrer Mitte war. Sich aufrichtend, sagte Jesus zu ihr: „Frau, wo sind sie? Hat dich keiner verurteilt?“ Sie sagte: „Keiner, Herr.“ Jesus sprach: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin; treibe von nun an nicht mehr Sünde.““ (Johannes 8,1-11)

Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen. (Lukas 6,31)

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe. (1. Korinther 13,13)

Bestimmt hat jemand, der für die Seinigen und besonders für seine Hausgenossen nicht sorgt, den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger. (1. Timotheus 5,8)

Ehre deinen Vater und deine Mutter, welches das erste Gebot mit einer Verheißung ist. (Epheser 6,2)

„Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn.“ (Epheser 6,4; Kolosser 3,21)

Ihr aber behauptet, dass man seinen hilfsbedürftigen Eltern die Unterstützung verweigern darf, wenn man das Geld stattdessen für ›Korban‹ erklärt, das heißt, es Gott gibt. Dann hätte man nicht gegen Gottes Gebot verstoßen. In Wirklichkeit habt ihr damit aber nur erreicht, dass derjenige seinem Vater oder seiner Mutter nicht mehr helfen kann. Ihr setzt also durch eure Vorschriften das Wort Gottes außer Kraft. Und das ist nur ein Beispiel für viele.(Markus 15,11-13)

Denn Gott hat gesagt: „Du sollst Vater und Mutter ehren“, und: „Wer Vater oder Mutter schmäht, der soll des Todes sterben.“ Ihr aber lehrt: Wer zu Vater oder Mutter sagt: „Eine Opfergabe soll sein, was dir von mir zusteht“, der braucht seinen Vater nicht zu ehren. Damit habt ihr Gottes Wort aufgehoben um eurer Überlieferung willen. Ihr Heuchler, richtig hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen: „Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir; vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind; Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“ (Matthäus 15,4-9; Galater 6,7)

 

Siehe auch:
Kontaktverbot und Isolation – die Wahrheit des Gemeinschaftsentzuges und Ausschlusses
Psychische Erkrankungen: Die Folgen des familiären Kontaktverbotes

von |November 30th, 2017|2017|2 Kommentare

Jehovas Zeugen – „Neues Licht“ über die Generationen-Lehre im Laufe der Jahre

„Neues Licht“, was eine „Wahrheit Gottes“ ist, muss natürlich auf eine andere Lehre bzw. Wahrheit aufbauen. Gott muss sich nicht revidieren! Demnach muss auch „das Licht“, welches „seine Diener“ auf Erden verbreiten, ebenfalls „helleres Licht“ hervorbringen, ein immer klareres Sehen und ein besseres Verständnis der biblischen Wahrheit. Trifft dies auf Jehovas Zeugen zu? Wurde das Licht immer heller, oder wurde eine „alte Wahrheit“ durch eine neue ersetzt? Wie sieht es mit der Generationen-Lehre aus?

Änderungen der Generationen-Lehre:

1. 1875: ”Diese Generation” begann am 6. April 1875.
(The Midnight Cry and Herald of the Morning, die Seiten 71-72)

2. 1878: ”Diese Generation” begann 1878.
(Herald of the Morning, 1878, Juli Seite 5)

3. 1879: ”Diese Generation” begann 1840, würde 74 Jahre dauern und 1914 enden.
(Herald of the Morning, 1879, Februar, Seite 3)

4. 1882: “Diese Generation” bezieht sich auf die Gegenwart Jesu vor seiner Wiederkunft und begann im Frühjahr 1878.
(Zion’s Watch Tower, 1882, April Seite 6; Mai, Seite 5)

5. 1908: “Diese Generation” wird im Oktober 1914 enden.
(Zion’s Watch Tower, 1908 Januar, Seite 3)

6. 1909: “Diese Generation” begann 1878 und wird 1914 enden.
(Zion’s Watch Tower, 15. Februar 1909, Seite 57)

7. 1909: “Diese Generation” wird möglicherweise nicht 1914 enden aber die “Zeiten der Heiden” werden im Oktober 1914 vorbei sein.
(Zion’s Watch Tower, 1. Dezember 1909, die Seiten 371-372; Zion’s Watchtower, 15. Juli 1912, die Seiten 221-223)

8. 1912: “Diese Generation” wird möglicherweise nicht 1914 enden aber wir glauben immer noch dass die Zeit ziemlich nahe ist.
(Zion’s Watch Tower,15. Oktober 1912, Seite 327)

9. 1916: Eingeständnis, dass 1874, 1878 und 1881 chronologische Fehler waren, womit Jesus die Schuld daran gegeben wurde. Trotzdem soll der 1. Oktober 1914 zweifelsohne das Ende der Heidenzeiten sein.
(Zion’s Watch Tower 1. Februar 1916, Seite 38)

10. 1950: ”Diese Generation” begann 1914 und bezieht sich auf die Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts.
(The Watchtower 15. September 1950, Seite 324)

11. 1952: “Diese Generation” begann 1914, enthält überlappende Generationen von Einzelpersonen, jede Generation überspannt jeweils 33 Jahre und wird noch am Leben sein wenn Harmagedon beginnt.
(The Watchtower 1. September 1952, die Seiten 542-543; 15. Februar 1953, Seite 124, Absatz 35)

12. 1953: “Diese Generation” dauert nur noch ein paar Jahre.
(The Watchtower 15. Oktober 1953, Seiten 615-616)

13. 1956: Jesus sagte das die Generation die 1914 sah nicht vergehen wird bis alle diese Dinge geschehen sind.
(The Watchtower 15. Oktober 1956, die Seiten 615-616)

14. 1959: Die Weltereignisse seit dem Ersten Weltkrieg, 1914-1918, zeigen das sich diese Prophezeiungen erfüllt haben. Die Zeit für Jehova ist endgültig gekommen um die Erde zu säubern und der Menschheit ewigwährenden Frieden zu bringen. Die Generation von 1914 wird es miterleben.
(The Watchtower 1. September 1959, Seite 519)

15. 1961: “Diese Generation” von 1914 die immer noch am Leben ist, ist die Generation von der Jesus sagte das Sie alle Dinge geschehen sehen würde, einschließlich dem Ende dieser Welt. Die Errettung der treuen Nachfolger Jesu in Gottes Neue Welt findet innerhalb dieser Generation statt.
(The Watchtower 1. März 1961, Seite 132)

16. 1995: “Diese Generation” bezieht sich einmal auf die ungläubige Generation der Juden im ersten Jahrhunderts und außerdem auf eine Gottlose Generation von Menschen in der Neuzeit. Darüber hinaus ist die Länge einer „Generation“ unwichtig. Zeugen Jehovas müssen Harmagedon als unmittelbar bevorstehend betrachten und müssen von der Bösen zeitgenössischen Generation getrennt bleiben und mit Eifer Gottes Willen tun.”
(The Watchtower 1. November 1995, die Seiten 10-21)

17. 2008: “Diese Generation” bezieht sich auf die Apostel des ersten Jahrhunderts und auf die gesalbten Zeugen Jehovas der Neuzeit. Die Länge einer „Generation“ ist weiterhin unwichtig. Das revidierte Verständnis hilft einem Zeugen Jehovas das Gefühl der Dringlichkeit zu intensivieren.
(The Watchtower 15. Februar 2008, die Seiten 21-25)

18. 2010: “Diese Generation” muss nicht nur eine Generation sein, sondern kann auch aus zwei Generationen bestehen. Die erste „Gruppe“ von „dieser Generation“ würde die Ereignisse von 1914 erfahren und verstehen, und die zweite Gruppe würde aus Personen bestehen, die geboren wurden, bevor das letzte Individuum aus der ersten Gruppe gestorben ist (deswegen eine „überlappende“ Generation“).
(The Watchtower 15. April 2010, die Seiten 10-11, Absatz 13-14; 15. Januar 2014, Seite 30-13, Absatz 14-16 )

„Diese Generation“ ist der Kern der Zeugen Jehovas Lehre. Genauso wie der „treue und verständige Sklave“ der Kern ihrer Lehren ist sind es Lehren die sich ständig ändern. Wenn das Verständnis dieser Lehren „Geschenke“ von Jehova sind, warum ändern sie sich? – Jakobus 1,16-17:

Lasst euch nicht täuschen, meine geliebten Brüder und Schwestern! Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Himmelslichter, bei dem es keine Veränderung und nicht die Spur eines Wandels gibt.“ (Zürcher Bibel)

Hat sich der „treue und verständige Sklave“ wirklich als „treu“ und „verständig“ erwiesen? Vergessen wir dabei nicht: Die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas behauptet selbst von sich der „Kanal Gottes“, das „Sprachrohr Jehovas“ zu sein. Demnach behaupten sie, dass alle Lehren direkt von Gott stammen. Der Fall des Wachtturms ist deutlich, denn jeder Stein, jede Lehre, die auf Sand gebaut ist, wird keiner der „Wahrheits-Gezeiten“ jemals überstehen können!

Siehe auch: „Neues“ und „helleres Licht“ – die luziferische Lehre!

von |November 23rd, 2017|2017|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Russland: US-Trojaner der Grund für den Verbot

Zeugen Jehovas: In Russland sind landesweit Königreichssäle geschlossen bzw. beschlagnahmt worden. Es wird befürchtet, dass 395 regionale Abteilungen der Zeugen Jehovas auf gerichtlichem Wege geschlossen werden. Warum geht Russland mit seinen Zeugen Jehovas so empfindlich ins Gericht und was bedeutet dies für die Religionsfreiheit? Kla.TV geht der Frage nach, inwiefern Aktionen unter falscher Flagge dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen könnten.

von |November 19th, 2017|2017|2 Kommentare

Jehovas Zeugen – Die Diebe, die uns beraubten

Ich wuchs in einer christlich fundamentalistischen Sekte auf, die man als Zeugen Jehovas kennt. Für einige mag diese Organisation harmlos wirken und nichts mit einer Sekte zu tun haben: dabei handelt es sich genau um das Bild, an dem so hart gearbeitet wird. Dies ist auch was mich dazu drängte zu schreiben: aus meiner Erfahrung und der von anderen Aussteigern stimmt eben jenes harmlose Bild nicht. In Wirklichkeit nutzt diese Organisation eine allumfassende Gedankenkontrolle und Persönlichkeitsformungstechniken um ihren Mitgliedern alle Neigungen zu rauben die nicht den Interessen der Sekte dienen. Wir alle erkannten später, das wir der Fähigkeit kritisch zu denken beraubt wurden, aber auch der Fähigkeit kritisch zu FÜHLEN, das Stehlen dieser beiden Dinge ist entscheidend um erfolgreich konditioniert und versklavt zu werden.

Die meisten Menschen werden Mitglied einer Sekte, da sie einen größeren Sinn und Zweck ihres Lebens suchen und zu einer andersartigen Gemeinschaft mit anderen Regeln gehören wollen. Die Sektenführer und Anwerber spielen dabei mit diesen Gefühlen um Schwachstellen zu finden. Einmal in das Sektenleben integriert, werden unsere Ideen und Gedanken durch gezielt angewandte Manipulationstechniken verformt und konditioniert. Der Gläubige muss mit der Doktrin übereinstimmen – wenn er dies nicht tut, wird er verurteilt, kritisiert oder sogar ausgestoßen. Dies geschieht meist bei Erwachsenen die Mitglied in einer Sekte werden, Kinder hingegen die in einer solchen Gruppe aufwachsen, werden während sie heranwachsen geformt und konditioniert. Dadurch wird es für sie umso schwerer aus diesem System auszubrechen – sie haben nie eine Alternative kennengelernt.

Eine Änderung umzusetzen, wie zum Beispiel der Kontaktabbruch, ist für den Gläubigen nur eine Frage von wenigen Stunden, und auch wenn es vielleicht nicht einfach ist, es wird in kürzester Zeit als normal betrachtet. Für Menschen die Heranwachsen erfolgen vielleicht kleinere Veränderungen unter dem Blickwinkel des „Anziehens der neuen Persönlichkeit“. Diese Form der extremen Konditionierung erzeugt eine ungesunde Loyalität zu einer Organisation oder einem Führer; diese Loyalität widerspricht aber in Wirklichkeit diametral allen natürlichen Neigungen. Man wird gezwungen seine Gefühle bezüglich Liebe und Sehnsüchten zu verleugnen und durch eine Kontaktsperre wird verboten, seine homosexuellen, frei denkenden, transgender oder einfach nur an Religion desinteressierten Kinder und Freunde zu sehen oder zu kontaktieren. Man wird gelehrt, das innere Bedürfnis seine Kinder, Eltern oder Geschwister zu lieben zu verleugnen, wenn sie einen anderen Lebensstil oder Glauben haben, welcher als unakzeptabel gebrandmarkt ist.

Wie wird diese Loyalität erreicht? Es wird einem erzählt, dass man für diese schmerzhaften Opfer im überreichen Maß belohnt wird. Diese Opfer verblassen im Vergleich zu dem, was geschieht wenn man seinen Gott verlässt, die Führer oder, noch unvorstellbarer, andere Mitgläubige zum Straucheln bringt indem man ihnen erzählt es sei rechtmäßig die Autorität der Führer zu hinterfragen.

Sekten wie die Zeugen Jehovas fordern, seinen Glauben durch Arbeit unter Beweis zu stellen. Umso größer das Opfer, umso mehr Hingabe zeigt man. Man überzeugt die Mitglieder, dass Gottes Gunst umso größer ist, sobald man maximale Opfer bringt. Sobald man über den Schmerz hinweg ist, erreicht man ein vitales aber ultimativ falsches Verständnis über diese Leistung. Damit ändern sie das Denken von Liebe und Mitgefühl zu aufrechter Empörung! Nach allem, meint man dass die anderen falsch liegen, da sie die „Wahrheit“ ablehnen. Von natürlichen Verhalten zur Selbstverleugnung. Mit der Zeit wird dieses Verhalten selbstverständlich und man wendet es täglich, manchmal mehrfach täglich, an. Der Film den man gern sehen würde, das Konzert was man gern besuchen würde, das Kind was man gern anrufen würde um mit ihm zu reden, die Eltern zu sehen, denen man nicht einmal „Auf Wiedersehen!“ sagen konnte. All dies lehnt man ab, all dies opfert man um „Gott zu gefallen“.

Dies ist für mich das herzzerreißendste was umstrittene Gruppen tun können, welche das Denken manipulieren. Versteht mich nicht falsch: Es gibt auch innerhalb der Gruppe viele herzzerreißende Ereignisse. Dieses jedoch, betrifft jedes Sektenmitglied, seine Freunde und die Familien. Familien und Beziehungen zu zerstören, ist eine sehr erste Angelegenheit und bringt unwiderruflichen Schaden mit sich. Dies ist selbst nach dem Verlassen einer Sekte der Fall. Es braucht Zeit, liebevolle Unterstützung und manchmal eine Therapie, seine Freiheit des Geistes wiederzugewinnen und die Diebe, die alle natürlichen Empfindungen die wir seit unserer Geburt hätten geben und empfangen sollen stahlen, mit ihrem Verbrechen zu konfrontieren.

In meinem Fall war es die größte Herausforderung in der Zeit nach dem Verlassen, diese Tugend in mein Leben einzuimpfen. Ohne Schranken andere zu lieben und Menschen so wie sie sind zu akzeptieren ist wunderschön und ein Gewinn für alle daran Beteiligten.

Quelle: openmindsfoundation / Rebecca Leon

von |November 18th, 2017|2017|0 Kommentare

Jehovas Zeugen: Berufungsgericht entscheidet gegen den Einspruch der Wachtturm-Gesellschaft von 4.000 US-Dollar Geldstrafe pro Tag

Wie dargelegt, wurde die Wachtturm-Gesellschaft kürzlich zu einer Geldstrafe in Höhe von 4.000 US-Dollar pro Tag verurteilt, wegen der Weigerung bestimmter Dokumente in Verbindung mit einem Gerichtsfall wegen Kindesmissbrauchs. Der Richter, der den Widerspruch der Wachtturm-Gesellschaft anhörte, bezeichnete die Argumentation der WTG als „atemberaubend“, da eine Sanktion tatsächlich das war, wofür die Wachtturm-Gesellschaft nur Monate zuvor argumentiert hatte.

Die WTG hatte ein 13,5-Millionen-Dollar-Urteil wegen Kindesmissbrauchs, teilweise wegen der Nichteinhaltung dieser Anordnung geheime Dokumenten dem Gericht vorzulegen. Der Wachtturm legte Widerspruch zu diesem 13,5-Millionen-Dollar-Urteil und bat stattdessen um Sanktionen. Das Gericht stimmte zu und sagte, dass weniger strenge Sanktionen sie veranlassen könnten, diese Dokumente herauszugeben. Daraufhin legte der Wachtturm jedoch Berufung gegen diese Entscheidung ein.

Heute wies das Gericht den Appell des Wachtturms in Bezug auf diese täglichen Sanktionen zurück und gab eine ziemlich vernichtende Entscheidung gegen sie ab. Sie können die vollständige Entscheidung des Gerichts unter „Download“ lesen: D070723 markiert, und ich habe mir die Freiheit genommen, einige Details hervorzuheben.

Seite 5 ist sehr interessant; es stellt fest, dass der Wachtturm von diesem Missbraucher in der Versammlung wusste und ihn nicht bei der Polizei meldete oder „Maßnahmen ergreift, um weitere Misshandlungen zu verhindern“. Kind nach Kind.

Interessant ist auch die Tatsache, dass in den frühen 2000er Jahren die Christliche Kongregation der Zeugen Jehovas (CCJW) als separate Einheit der Wachtturm-Gesellschaft mit getrennten Verwaltungsräten und Bankkonten gegründet wurde. Das Argument ist, dass bestimmte Dokumente von „Wachtturm“ vor dieser Zeit kontrolliert wurden und bestimmte Dokumente von der CCJW nach dieser Zeit kontrolliert wurden und dass „Wachtturm keine Kontrolle über CCJW hatte“, einer der Gründe warum sie nicht diese Dokumente zur Verfügung stellen könne.

Für ehemalige Zeugen Jehovas verstehen wir sofort den absoluten Unsinn in diesem Argument. Der Wachtturm als eine Körperschaft und die CCJW als eine Gesellschaft können zwei getrennte, juristische Einheiten sein, aber natürlich sind sie einfach entgegengesetzte Seiten derselben Medaille.

Gemäß Wikipedia (nicht die beste Informationsquelle, aber dieser Artikel ist gut zitiert), behandelt das CCJW religiöse Angelegenheiten, wohingegen der Wachtturm administrative Aufgaben erledigt (Immobilien, Verlag, etc.).

Auf Seite 13 der Gerichtsentscheidung wird festgestellt, dass die CCJW gegründet wurde, um „das Konzept zu stärken, dass Jehovas Zeugen eine Religion sind“ und nicht nur ein Verlag. Das ist alles schön und gut, aber die Organisation in zwei Fraktionen aufzuteilen und zu behaupten, dass man nichts mit dem anderen zu tun hat oder einfach nicht miteinander kooperieren kann, ist Unsinn.

Das Gericht durchschaute auch diesen Trick. Die Wachtturm-Gesellschaft erklärten teilweise, dass sie die fraglichen Dokumente nicht vorlegen könnten, weil es mühsam wäre, die Tausenden von Dateien zu durchsuchen, in denen sie sich befinden. Wie die Entscheidung des Gerichts feststellte, hat der Wachtturm auf Seite 14 nicht gesagt, dass sie keinen Zugang zu diesen Akten hätten, da sie jetzt unter der Kontrolle des CCJW stehen; Sie gaben in ihrem eigenen Argument zu, dass sie auf sie zugreifen könnten, aber es würde einfach zu lange dauern. Hoppla.

Die Fußnote auf Seite 18 stellt fest, dass Watchtower Immobilien im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar hält. Dieser Betrag ist besonders obszön, wenn man bedenkt, wie oft sie um Geld betteln, sogar von Kindern, und wie hart sie die Opfer bekämpfen, wenn es um die Entschädigung für ihre Missbräuche geht.

Die Entscheidung führt weiter die konstanten Argumente der Wachtturm-Gesellschaft gegen das Gericht an, und ihre völlige Weigerung, die Autorität des Gerichts anzuerkennen, und das Verhalten der Wachtturm-Gesellschaft als „ungeheuerlich“ bezeichnet. Dieses Wort bedeutet „außerordentlich schlecht; grell; flagrant; grob, unverschämt, berüchtigt, schockierend.“

Der letzte Abschnitt der Entscheidung besagt, dass der Wachtturm den „Entdeckungsprozess missbraucht“ hat, dass sie „trotzend“ vor Gericht gehandelt haben und dass „das Obergericht große Geduld und Flexibilität im Umgang mit einem widerspenstigen Prozessanten gezeigt hat, der sich weigert, und lediglich die verlorenen Argumente wiederholt.“

Das Wort „widerspenstig“ bedeutet „Widerstand gegen Autorität oder Kontrolle“ nicht gehorsam oder nachgiebig. Das ist interessant, weil Jehovas Zeugen sich ständig als gesetzestreue Bürger ausgeben:

Jehovas Zeugen sind wie die frühen Christen gesetzestreue Bürger. Sie nehmen sich die Worte Jesu zu Herzen: „Legt daher Caesars Dinge an Cäsar zurück, aber Gottes Dinge an Gott“ (Matthäus 22,21). Sie gehorchen „Caesar“ oder den Regierungsbehörden, indem sie die Verantwortung, die sie erfüllen, gewissenhaft erfüllen. von den Bürgern verlangt werden, wie Steuern zahlen und Volkszählungsgesetze und Heiratsregistrierungen einhalten.“ (Dauerhafter Frieden und Glück, Seite 28, Absatz 10)

Das Berufungsgericht hat den Einspruch abgelehnt. Daher muss die WTG der Zahlung von mittlerweile rund 2 Millionen US-Dollar nachkommen. Inwieweit sie der Forderung des Gerichts entsprechen, bleibt abzuwarten. Das Urteil wurde am 9. November 2017 gefällt. Die WTG hat nun 40 Tage Zeit, um einen Antrag auf Überprüfung beim obersten Gerichtshof von Kalifornien einzureichen. Jose Lopez und Osbaldo Padron führen ihre Zivilklagen gegen die WTG fort.

Quelle: jwvictims

 

Fragen wir uns: Warum sind Jehovas Zeugen immer stolz darauf, wenn sie in der Öffentlichkeit betonen, dass sie mit den Behörden zusammen arbeiten, jedoch bei dem Thema Dokumente und Unterlagen bzgl. Kindesmissbrauch nicht kooperieren? Warum werden einzelne Zeugen Jehovas im Unklaren gelassen, dass ihre Spendengelder für Kindesmissbrauch verwendet werden, sowie ihren Sanktionen die das Gericht verhängt? Wieso sind es ausgerechnet Menschen, die die „Organisation Gottes“ als „Abtrünnige“ beschimpft, die diese wichtigen Informationen verbreiten und es so zu einem gesamten Bild der Wahrheit kommt? Wie ist es zu vertreten, dass man im JW Broadcasting betont, dass es keine „pädophilen Zeugen Jehovas“ gibt, wenn die Wachtturm-Gesellschaft durch die hauseigene „Zwei-Zeugen-Regelung“ Täter beschützt? Handelt die „wahre Organisation Jehovas“ wirklich so, wie es die Wachtturm-Gesellschaft tut? Ist wirklich der heilige Geist in dieser Organisation zu finden, und sind die Verantwortlichen für die Geldstrafen wirklich vom Geist Gottes geleitet?

von |November 12th, 2017|2017|2 Kommentare

Jehovas Zeugen – Zwei-Zeugen-Regelung offiziell auf JW Broadcasting genannt

In der aktuellen Folge von JW Broadcasting bestätigt die Wachtturm-Gesellschaft die Zwei-Zeugen-Regelung – obwohl dies immer geleugnet wurde.

Zunächst nehmen sie darauf Bezug, dass „Abtrünnige“ dieses Thema immer wieder aufgreifen und die Medien es verbreiten – stimmt.

Doch dann bestätigen sie die Regel mit der Bibel (5. Mose 19:5) und sagen wortwörtlich: „Es ist Eindeutig […] Es gibt keine rechtlichen Schritte, wenn es nur einen Zeugen gibt. Wir werden unsere biblische Position nie ändern!“

„Abtrünnige“ würden damit argumentieren, heißt es, dass Zeugen Jehovas nicht mehr die Steinigung praktizieren, warum dann die Zwei-Zeugen-Regel? Das ist nicht richtig! „Abtrünnige“ argumentieren genauso wie Herr Stewart von der Royal Commission: warum die Zwei-Zeugen-Regel in einem Fall von Kindesmissbrauch angewandt wird, während in 5. Mose 22:23-27 von einer Vergewaltigung zu lesen ist, bei der der Täter bestraft wurde, ohne das ein zweiter Zeuge die Tat bestätigt hat.

Offensichtlich handelt es sich bei dem Thema Kindesmissbrauch, um einen speziellen Fall, in der die Wachtturm-Gesellschaft versucht durch die Zwei-Zeugen-Regelung pädophile Straftäter zu schützen.

Sollte man nicht meinen dürfen, dass bei dem Kindeswohl alles getan werden sollte, um jegliches Unrecht aufzudecken und Täter ihrer Strafe zuzuführen? Die Organisation von Jehovas Zeugen, speziell die leitende Körperschaft, scheint dies anders zu sehen.

Die Zwei-Zeugen-Regelung ist das „Paradies“ für pädophile Triebtäter. Dieses niemals ändern zu wollen, spricht sicherlich Bände, wenn es um die geistige Verfassung der Organisation geht, und die geistige Verfassung der Verantwortlichen dieser menschlichen Regelung.

Um dem entgegenzuwirken, verfolgt die Wachtturm-Organisation eine äußerst fragwürdige Strategie: Ein Zeuge Jehovas, der es wagt „die Organisation“ zu kritisieren und auf Missstände hinweist oder die Gemeinschaft verlässt, wird seit 1952, auf Anordnung der geistigen Führung, gehasst, gemieden, diskriminiert und geächtet.

Nur einige wenige Auszüge aus der Literatur und den Publikationen von Jehovas Zeugen:

Wir müssen [den Ausgeschlossenen] im wahrsten Sinne hassen, das heißt, ihm mit äußerster Abneigung begegnen, ihn als abstoßend, ekelhaft, schmutzig, verachtungswürdig ansehen.(Der Wachtturm, 1. Oktober 1952, Seite 599)

Um zu hassen, was böse ist, muss ein Christ [den Ausgeschlossenen] hassen.“ (Der Wachtturm, 15. Juli 1961, Seite 420)

[…] Weißt du aber auch, wie man hasst? (Was für eine Frage! Solltest du es noch nicht wissen, die WTG wird es dir beibringen.) Diese harten Worte bringen den gottgefälligen Hass zum Ausdruck, den auch du empfinden musst, wenn du Gott gefallen möchtest. Hass ruft in uns Abscheu hervor. Etwas, was man hasst, ist einem zuwider, man ekelt sich davor, man kann es nicht ausstehen.(Der Wachtturm, 15. Januar 1975, Seite 442)

Wer also mit seinen Zweifeln so weit geht, daß er abtrünnig wird, schwingt sich zum Richter auf. Er denkt, er wisse es besser als seine Mitchristen und auch besser als der „treue und verständige Sklave“, durch den er das meiste, wenn nicht sogar alles, gelernt hat, was er über Jehova Gott und seine Vorsätze weiß.“ (Der Wachtturm, 1. November 1980, Seite 19)

Ein aufrichtiger Zeuge Jehovas, dem es nur um die biblische Wahrheit geht, muss demnach von der Wachtturm-Gesellschaft damit rechnen, dass er gehasst, gemieden, diskriminiert und geächtet wird.

Fragen wir uns: Warum hält die leitende Körperschaft an der „Zwei-Zeugen-Regelung“ fest, wenn diese es unmöglich macht, dass Kinder und Eltern einen Missbrauch in der Organisation nachweisen können? Warum reagiert die Wachtturm-Gesellschaft nicht mit Verständnis und Fürsorge – was bei diesem Thema angebracht wäre – sondern mit Hass und Vergeltung? Ist es wirklich eine Eigenschaft des heiligen Geistes, unter den „wahren Christen“ Hass zu mehren, damit aufrichtige Christen gemieden, diskriminiert und geächtet werden? Warum picken sich Jehovas Zeugen nur die „Rosinen“ der Bibeltexte heraus, betrachten dabei jedoch nicht den gesamten Kontext – ist dies Gottes Wille, oder ging nicht auch so der Teufel vor, um Jesus Christus zum Fall zu bringen? Würde Satan, der als „Lichtbringer“ und „Engel des Lichts“ bekannt ist, nicht genau so vorgehen, wie es die leitende Körperschaft tut, und wie sie es allen anderen Zeugen Jehovas empfiehlt?

Quelle: tv.JWOrg (Ab 53:00 min.)

von |November 7th, 2017|2017|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – Ideologie und Fanatismus trifft auf wissenschaftliche Fakten

Dass Jehovas Zeugen nicht immer alle Fakten einbeziehen ist bekannt, und ebenfalls nahe liegend, um die Ideologie und eigene Lehre, die sich in Fanatismus kennzeichnet, den Stempel „Wahrheit“ aufzudrücken.

Doch in der neuesten TV-Ausgabe auf dem JW Broadcasting Channel von Zeugen Jehovas, möchte die Wachtturm-Gesellschaft vermitteln und betonen, wie sorgfältig sie bei ihren Recherchen doch immer sind. Sie greifen nach eigener Aussage gerne auf Enzyklopädien zurück um ein geschichtliches Ereignis zu überprüfen, da diese am Genauesten seien. Doch auch dort schleichen sich wohl Fehler ein, schließlich werden diese auch nur von „unvollkommenen Menschen“ geschrieben, die gemäß eigener Aussage, alle zu Satans „böse Welt“ gehören.

Sie machen dies an einem Beispiel fest: dem Gizeh-Komplex, speziell die Sphinx. Laut der „Smithsonian Knowledge Encyclopedia“ wurde die Sphinx um das Jahr 2550 v. Chr. erbaut. „Doch hier haben wir ein Problem mit der Zeitangabe“, sagt der Moderator. Dieser verwies darauf, dass Zeugen Jehovas in ihrer eigenen Chronologie, die sich auf ihre Bibel stützt, die „weltweite“ Sintflut für das Jahr 2370 v. Chr. errechnet haben – fast 200 Jahre später.

Der Moderator stellt dann genau die richtige Frage: „Wie wahrscheinlich ist es, dass die Sphinx die Sintflut überstanden hätte?“ Und dann macht er noch einen kleinen Spaß: „Es würde zumindest erklären, warum sie keine Nase mehr hat!“

Die Wachtturm-Gesellschaft ist der Meinung, dass die zeitliche Einordnung für den Bau des Gizeh-Komplexes falsch ist, doch ihre Berechnungen richtig sein müssten – obwohl die Bibel ganz eindeutig vor das „Berechnen von Zeiten und Zeitabschnitten“ warnt. Gemäß der Schrift würden dies nur Juden und Christen tun, die nicht mehr in Gottes Gunst stehen – ein Zirkelschluss für Jehovas Zeugen, den sie selbst nicht einmal erkennen, aber sich dennoch als die „wahren Christen“ und das einzige „Volk Jehovas“ auf Erden ausgeben.

Jehovas Zeugen trennen „weltliche“ Chronologie von der biblischen, wenn diese ihre Lehren und Berechnungen nicht stützten. Doch ist dies wirklich sinnvoll?

Am Ende dieses Beispiels sagt der Moderator, dass es ganz gut ist sowas zu wissen, beispielsweise wenn man als Kind in der Schule zu diesem Thema einen Vortrag halten oder einen Aufsatz schreiben muss – in der Tat.

Jehovas Zeugen sollten zur Kenntnis nehmen, dass es einige Dinge auf dieser Welt gibt, die nicht zu der Chronologie der Bibel passen, und durch genaue, wissenschaftliche Daten deren „wahres Alter“ ermittelt werden konnte. Welche wären zum Beispiel diese?

Ein neuer Fund dürfte Ägyptologen Einblicke in die Ursprünge der ägyptischen Balsamierkunst eröffnen. In Sakkara, der wichtigsten Totenstadt des Alten Reiches, förderten Forscher aus einem neu entdeckten Grab einen 5000 Jahre alten Holzsarg zu Tage, der ein zerfallenes Skelett enthielt. Auf den Knochen fanden sich neben Hautresten auch Spuren von Harz, das die Leiche offenbar haltbar machen sollte. (Quelle: Spiegel)

Fragen wir uns: Hätte diese Mumie wirklich in solch einen Zustand gefunden werden können, wenn es – laut der Berechnung von Zeugen Jehovas – danach eine weltweite Sintflut gab? Wieso hatte diese keine Spuren einer weltweiten Flut? Wieso ist das Grab noch intakt gewesen?

Oder wie wäre es mit folgendem archäologischen Fund?

Die Stufenpyramide des altägyptischen Königs Djoser (Djoser-Pyramide, auch Netjerichet-Pyramide) aus der 3. Dynastie des Alten Reiches um ca. 3000 v. Chr. ist die älteste, mit einer Höhe von 62,5 Metern die neunthöchste der ägyptischen Pyramiden und die einzige mit einer nichtquadratischen Grundfläche. Mit diesem Bauwerk begann die erste Phase des Pyramidenbaus in Ägypten und die Monumentalisierung der Königsgräber. Die Stufenpyramide selbst wird vom größten aller Pyramidenkomplexe umschlossen, der eine große Anzahl von zeremoniellen Bauten, Strukturen und Höfen für den Totenkult enthält. Sie gilt nach dem Gisr el-Mudir als das zweitälteste noch erhaltene, aus behauenen Steinen gemauerte Bauwerk Ägyptens.

Fragen wir uns: Warum leugnen Jehovas Zeugen, und ihre Führerschaft, ganz bewusst diese Fakten? Wieso wurde diese Pyramide – wie auch andere – nicht von der weltweiten, katastrophalen Flut weggespühlt? Warum ist sie nicht eingebrochen, oder hätte zumindest ernsthafte Brüche gehabt, die für eine Sintflut sprechen?

Jehovas Zeugen, neuzeitliche Fundamentalisten, nehmen es in ihrer Ideologie ganz offensichtlich nicht so genau, wenn es um wissenschaftliche Fakten geht. Natürlich ist es so einfach, die eigene, fehlerhafte Ideologie als die „einzige Wahrheit“ zu deklarieren, wenn man Fakten leugnet, und Beweise einfach „übersieht“.

Quelle: tv.JWOrg (ab 9:00 min.)

von |November 7th, 2017|2017|0 Kommentare

Österreich – Verfahren gegen Jehovas Zeugen und die Aberkennung ihres Status

Es gibt einen Aufruf an alle Ex-Zeugen in Österreich:

Das Bundeskanzleramt hat bestätigt, dass eine Prüfung eingeleitet wurde zur Beurteilung, ob es zu einem Verfahren zur Aberkennung der staatlichen Anerkennung der Organisation der Zeugen Jehovas kommt. Grund dafür sind schwere Vorwürfe gegen die Methoden der Organisation in folgenden Punkten:

Gegenstand der Prüfung ist die Frage, ob die in § 5 des Bekenntnisgemeinschaftengesetzes BGBl. I Nr. 19/1998 idF BGBl I Nr. 78/2011 angeführten Tatbestände die zu einer Versagung des Erwerbs der Rechtspersönlichkeit führen, erwiesenermaßen gegeben sind: zB Behinderung der psychischen Entwicklung von Heranwachsenden, Verletzung der psychischen Integrität und Anwendung von psychotherapeutischen Methoden zum Zwecke der Glaubensvermittlung.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die wichtige Frage, ob das Erfordernis der positiven Grundeinstellung gegenüber Staat und Gesellschaft gegeben ist (§ 11 a).“ (Auskunft von Hrn. DI Dr. Stifter Anton aus dem Kultusamt, wortwörtlich zitiert)

Ausschlaggebend für die Einleitung der Prüfung war lt. Hrn. Stifter ein Artikel im Magazin Profil Nr. 8/2017 („Gottesfurcht und Schrecken – Ex-ZJ erheben schwere Vorwürfe gegen die Organisation der ZJ“) der ebenfalls von „Wahrheiten jetzt!“ veröffentlicht wurde.

Die Aberkennung des derzeitigen Status‘ ändert wahrscheinlich nichts an den Methoden der Zeugen Jehovas, doch man ist davon überzeugt, dass durch diese Initiative einerseits die Sensibilität der Öffentlichkeit manipulativer Glaubensvermittlung betreffend erhöht wird und andererseits so manchem Zeugen, der selbst am Scheideweg steht, ein Input zur persönlichen Freiheit hin gegeben wird.

Herr Anton Stifter betonte, dass es sich erst um eine Vorabklärung handle. Er sammle verschiedene Unterlagen, die sich eigenen, ein Prüfungsverfahren überhaupt einzuleiten. Den Fokus legt er auf Belege zur psychischen Gesundheit und zur Staatskritik.

Auf infoSekta ist er mit der Frage zugekommen, ob wir über geeignete Informationen verfügen zu:

– psychiatrische Gutachten, die belegen, dass Personen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu den JZ depressiv oder suizidal wurden bzw. sich das Leben nahmen.
– Personen, die aufgrund ihrer Mitgliedschaft depressiv oder suizidal wurden und bereit sind, ihre Aussagen eidesstattlich zu bekräftigen.
– Personen, die bestätigen, dass sie von ihren Bürgerrechten (z.B. sich an Abstimmungen zu beteiligen) abgehalten wurden.

Nicht berücksichtigt werden die Themen sexueller Missbrauch und Bluttransfusion, weil diese offenbar in den Bereich der Staatsanwaltschaft fallen und nicht in den Bereich des Kultusamtes.

Im Zentrum stehen auch nicht Bibelzitate, die z.B. die staatskritische Haltung der Zeugen belegen, sondern die konkrete Auswirkung / Umsetzung.

Primär ist A. Stifter auf der Suche nach entsprechenden Fällen von österreichischen Bürgerinnen und Bürgern. Einschlägige Erfahrungen von Schweizern oder Deutschen wären ihm aber auch von Nutzen. Das ist eine wichtige Einschränkung, um den Aufwand, den man selber betreiben will, einzuschätzen.

Jeder Ex-Zeuge in Österreich hat nun die Möglichkeit, zu diesen Punkten seine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse an DI Dr. Stifter Anton zu schreiben: anton.stifter@bka.gv.at / https://www.bundeskanzleramt.gv.at/kultusamt

Vielen Dank für jedes Mitwirken!

Bitte informiert auch alle Ex-Zeugen, und all jene, die inaktiv und eingeschlossen noch innerhalb der Organisation agieren.

von |November 5th, 2017|2017|0 Kommentare

Friedliche Demonstration gegen Jehovas Zeugen in Warwick

Für den 5. November (Sonntag) haben ehemalige Zeugen Jehovas zu einer friedlichen Demonstration vor der Hauptzentrale in Warwick (New York) aufgerufen. Sie möchten auf die Probleme im Umgang mit Kindesmissbrauch innerhalb der Organisation aufmerksam machen sowie auf das Kontaktverbot, welches viele Familien auseinander gerissen hat und Mitglieder nach dem Ausstieg isoliert, die dadurch unter Depressionen und Einsamkeit leiden. Man möchte die Leitende Körperschaft zu Gesprächen vor dem Gelände der Hauptzentrale rufen um konstruktive Gespräche mit ihnen zu führen.

Am 4. November (heute) wurde eine öffentlich zugängliche Versammlung organisiert, zu der auch Führungskräfte der Wachtturm-Gesellschaft eingeladen wurden. Der Zweck dieser Versammlung besteht darin, dass ehemalige Zeugen Jehovas ihre Erfahrungen miteinander teilen und um die Öffentlichkeit über die wahre Natur der Religionsgemeinschaft zu informieren. Zu diesem Event wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen um Personen die Anreise zu ermöglichen, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen.

Die Aktion wird mit einer Kamera begleitet und im Nachgang per Video veröffentlicht. Einige Aktivisten planen das Geschehen live via Facebook zu übertragen. Die Demonstration an diesem Sonntag findet von 19 – 22 Uhr unserer Zeit statt.

Quelle: Facebook

von |November 4th, 2017|2017|4 Kommentare

Irland: Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs gelangen an die Öffentlichkeit

In Irland sind nun Vorwürfe des sexuellen Kindesmissbrauchs an die Öffentlichkeit gelangt. Barry J. Whyte berichtet in der The Business Post über diesen und andere Fälle.

Im Sommer 2016 wurden in einer irischen Versammlung der Zeugen Jehovas die Ältesten über einen mutmaßlichen Fall des Kindesmissbrauchs informiert. Die Ältesten haben sich laut Artikel an ihre internen Richtlinien gehalten und sich an die Rechtsabteilung der Watch Tower Bible and Tract Society in Großbritannien gewandt. Die Ältesten wurden daraufhin angewiesen, ihre eigenen internen Untersuchungen in dieser Angelegenheit durchzuführen.

Es soll zu einer Meinungsverschiedenheit unter den Ältesten gekommen sein, ob sie den Vorfall an die Behörden übergeben sollten. Besonders deshalb, weil der Täter die Straftat zugegeben hat.

Einer der Ältesten hat sich daraufhin an die Polizei gewandt und diese über den Missbrauch informiert. The Sunday Business Post hat im August 2016 berichtet, dass die Watch Tower dem Täter Einschränkungen innerhalb der Gemeinde auferlegt hat um die Kinder zu schützen und vom Täter getrennt zu halten. Wie White berichtet, hat die Watch Tower auch Disziplinarmaßnahmen für die Ältesten gefordert, die die Angelegenheit an die Behörden weitergegeben haben. Eine Quelle der Business Post hat berichtet, dass zwei Älteste in Zusammenhang mit diesem Fall von ihrem Amt enthoben worden sind. Die Begründung für die Amtsenthebung war: „mangelnde Gesundheit“ und „Illoyalität“.

Es handelt sich nicht um einen Einzelfall. Die Business Post hat mit einer Frau aus Irland gesprochen, die sich ebenfalls an die Polizei gewandt hat, da ihrer Aussage nach eines ihrer Kinder sexuell missbraucht worden sei. Die Untersuchungen haben ergeben, dass ihr Kind die Ältesten bereits darauf aufmerksam gemacht haben soll. Die Mutter wurde darüber nicht informiert, so heißt es. Sie erfuhr – so der Artikel – erst später davon.

Die Frau erklärte gegenüber der Business Post„Die Organisation hat sich nicht darum gekümmert was meinem Kind widerfahren ist: Ihre einzige Sorge war, dass ‚Jehovas Organisation nichts zur Last gelegt werde‘. Sobald sie merkten, dass ich nicht still hielt, sorgten sie dafür, dass niemand innerhalb der Gemeinde mit mir Kontakt hatte.“

The Business Post ist auch bekannt, dass Älteste in anderen irischen Gemeinden angewiesen wurden, Aufzeichnungen über Vorwürfe des Kindesmissbrauchs zu vernichten. Diese Anweisungen wurden in den letzten Monaten per E-Mail und Telefon übermittelt.

Die Teilnehmer versammelten sich bei der Veranstaltung „Bringing Abuse to Light“ in London. Copyright: David Fierson for Reveal

Die Organisation Center for Investigative Reporting (CIR)  hat im April 2017 eine Konferenz einberufen, um auf das wachsende Problem des sexuellen Missbrauchs von Kindern bei Zeugen Jehovas aufmerksam zu machen.

Eingeladen waren US-Anwalt Irwin Zalkin, der mehrere Fälle gegen die Watchtower Society in New York geleitet hat sowie der Boston Globe-Reporter, der Teil des Spotlight-Teams war, und die jahrzehntelangen sexuellen Missbrauchsfälle der katholischen Kirche in den USA aufdeckte. Ebenfalls anwesend war Professor Geoffrey Shannon, Irlands Sonderberichterstatter für Kinderschutz, der einen Vortrag über die Parallelen zwischen den Zeugen Jehovas und der katholischen Kirche hielt.

Shannon sagte der Sunday Business Post, dass er während seines Vortrags dem Publikum erklärte, wie bei Zeugen Jehovas und der katholischen Kirche „die  Geheimhaltung, das Vermeiden von Skandalen, der Schutz des Namens der Kirche und die Vermögenswerte der Kirche Vorrang vor dem Schutz gefährdeter Kinder hatten„.

Shannon wies auch darauf hin, dass die Probleme, die in Irland erkannt wurden, Teil einer weltweit zunehmenden Überprüfung der Organisation wären, insbesondere hinsichtlich der Art und Weise, wie die Organisation Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs behandelt.

Shannon sagte, er begrüße die Änderung der irischen Gesetze und die Einführung der Meldepflicht – aber dies sei nur ein Anfang.

Neben England, Spanien, Portugal und einigen anderen Ländern erreicht dieses Thema damit immer mehr EU-Staaten. Man kann nur hoffen, dass auch Deutschland umfassender auf die Gefahren für Kinder in dieser Gemeinschaft eingeht.

Quelle: oliverwolschke

 

von |November 2nd, 2017|2017|0 Kommentare

An die leitende Körperschaft

Wahrheiten jetzt! ist dankbar dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft der Website so viel Aufmerksamkeit gibt. Die Themen auf dieser Website müssen die Wachtturm-Gesellschaft so sehr stören, dass sie alles daran setzen den Betreiber in Gerichtsprozesse zu ziehen um ihm hohe Geldstrafen (bis zu 250.000€) oder ersatzweise 6 Monate Haft anzudrohen. Liebe leitende Körperschaft, D. H. Splane, A. Morris III., D. M. Sanderson, G. W. Jackson, M. S. Lett. S. F. Herd, G. Lösch und G. H. Pierce:

Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, nur die Lüge braucht Gesetzesschutz!

Erwartet Gott und Jesus das von euch? Hätte Jesus so gehandelt? Ihr sagt von euch selbst das ihr vom "Geist geleitet" seid. Ihr sagt selbst das ihr geistgesalbte Christen seid. Ihr sagt selbst das die Bibel über allem steht. Warum macht ihr euch dann selbst, durch Gerichtsprozesse lächerlich? Warum versucht ihr erneut zu richten? Warum wollt ihr nicht in die Fußstapfen Jesu treten, der so mild gesinnt war?

"Nun hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?" (Johannes 18:10, 11)

Da ihr euch offensichtlich auf dem Weg der Finsternis befindet, wünscht euch Wahrheiten jetzt! sehr baldig, Jesus anzuerkennen und ihm nachzufolgen, um dem Willen des Vaters zu tun!

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