„Satan hilft dir“

Die Zeugen Jehovas sind eine Glaubens­gemeinschaft mit fanatischem Weltbild: Entweder du bist dabei oder du bist verloren. Ehemalige Mitglieder werden geächtet und sozial ins Abseits gestellt. Wie kann ein Ausstieg trotzdem gelingen – auch wenn man für die eigene Familie zum Feind wird? Zwei Aussteiger erzählen.

Simon Dahlmann (Name von der Redaktion geändert) sitzt gemütlich auf seiner Ledercouch in Berlin-Spandau und holt noch einmal tief Luft. Es wird der letzte Moment der Ruhe sein in den kommenden vier Stunden, denn ab jetzt wird gesprochen. Dahlmann hat viel zu erzählen, genau wie sein Freund Tobias Claus (Name von der Redaktion geändert). Der sitzt am anderen Ende der großen Couchgarnitur und ist ein bisschen aufgeregt.

Aus gutem Grund. In den nächsten Stunden werden die beiden Berliner ihr Inneres nach außen kehren, über ein Leben erzählen, das sie bis vor Kurzem noch gelebt haben. Ein Leben als Zeuge Jehovas. Ein Leben in einer Glaubensgemeinschaft, die vom Rest der Welt als fanatisch angesehen wird.

Dahlmann ist heute 39 Jahre alt und wurde in die Religionsgemeinschaft hineingeboren. Seine Eltern waren Zeugen Jehovas – die Wahrscheinlichkeit, dass er es auch wurde, war hoch. Eine typische Sekten-Biografie. Viele Mitglieder stammen aus Familien, die schon seit Generationen in den Gemeinschaften der Zeugen Jehovas leben. Neue Eintritte gibt es auch heute noch – aber vergleichsweise wenig.

Furcht vor Dämonen

Claus kam im Alter von sechs Jahren dazu, als sein Vater sich taufen ließ. Erinnerungen an die Zeit davor hat er kaum. Ob er vorher seinen Geburtstag gefeiert hat, kann er nicht sagen. Danach definitiv nicht mehr. Denn Zeugen Jehovas feiern keine Geburtstage. Nie. Auch die Kinder nicht. Er habe das gar nicht groß vermisst, sagt der 42-Jährige heute. In guter Erinnerung hat er die Gemeinschaft bei den Zeugen Jehovas, denn die war toll für ein Kind. So viele neue Freunde auf einmal.

Claus und Dahlmann sind sich einig. Das Faszinierende an den Zeugen Jehovas war die eine, die gemeinsame Wellenlänge. Alle Mitglieder denken gleich, alle haben das gleiche Weltbild. Daraus ergibt sich erst einmal eine starke Gemeinschaft. Man hilft sich gegenseitig, ist füreinander da – und das weltweit. Wenn man nicht von den Glaubensvorgaben abweiche, gehe es einem in der Regel gut. „Das ist wie ein gültiger Fahrschein – alle fahren in die gleiche Richtung“, erklärt Tobias Claus.

Für dieses Ticket müssen die Zeugen Jehovas einiges tun. Die Vorgaben sind strikt und werden noch strikter kontrolliert. Neben einem tugendhaften Leben auf Grundlage spezifischer Bibelinterpretationen existiert eine endlose Zahl von weiteren Regeln. „Es gibt mehr ungeschriebene Gesetze als geschriebene“, erläutert Claus. Jemandem nach dem Niesen nicht Gesundheit zu wünschen und als Mann keine langen Haare zu tragen – das sind Vorschriften der harmlosen Art.

Weniger harmlos sind andere Regeln: Homosexualität wird geächtet, sich an politischen Wahlen zu beteiligen ist verboten und sexuelle Gewalt gegen Kinder wird „in die Hände Jehovas gelegt“, wenn nicht mindestens zwei Zeugen des Verbrechens gefunden werden. Eine Vorschrift, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt, ist das Verbot der Annahme von Bluttransfusionen, selbst in lebensbedrohlichen Situationen. Auch für Kinder.

Ein fantastischer Lohn winkt dem, der sich an die Vorschriften hält: Ein Platz im Himmelreich wird es sein, nicht mehr und nicht weniger. Das Versprechen galt allerdings nur bis 1935. Danach wurde es im Himmel ein wenig zu eng. Laut Lehre finden nur 144.000 Zeugen Jehovas Platz im himmlischen Paradies. Schon Mitte der 30er-Jahre wuchs die religiöse Gruppe aber über die kritische Mitgliedergröße hinaus. Seitdem bleibt, wer keinen Platz im Himmel findet, in einem Paradies auf Erden, wird von den 144.000 im Himmel und Jesus Christus tausend Jahre lang regiert und überlebt obendrein Harmagedon. Das ist, wie es bei den Zeugen Jehovas heißt, „die endzeitliche Entscheidungsschlacht, in der Gott durch seinen Sohn Jesus Christus in der Gestalt des Erzengels Michael zusammen mit dem Engelheer das Weltsystem Satans beseitigt und durch das tausendjährige Friedensreich“ ersetzt.

Den Sohn „An die Welt verloren“

Wer sich nicht an die Regeln hält, überlebt auch „Harmagedon“ nicht. Das gilt selbstverständlich auch für alle „Ungläubigen“ außerhalb der Zeugen Jehovas. Die Angst vor Satan, seinen Dämonen und Harmagedon ist bei den Zeugen Jehovas sehr lebendig. Sie ist unter anderem der Kitt, der die Gemeinschaft zusammenhält. Doch es gibt nicht nur die Furcht vor unsichtbaren Mächten und deren Wirken. Die Angst, von einem Glaubensbruder oder einer Glaubensschwester bei unerwünschten Handlungen beobachtet zu werden, kommt hinzu. Und diese Angst ist ganz real.

Denn die Lehre ist das eine – das andere deren tägliche Umsetzung. Für viele Mitglieder wird das Leben dadurch zur Bürde. „Die Anforderungen sind so hoch, dass es vielfach unmöglich ist, sie zu erfüllen. Das führt zu starken Schuldgefühlen“, erklärt Simon Dahlmann. Und zu einer verstärkten Fremdkontrolle. Die Mitglieder kontrollieren sich und ihr tugendhaftes Verhalten gegenseitig. Grobe Verstöße werden eifrig den sogenannten „Ältesten“ gemeldet – wenn der Betroffene nicht freiwillig gesteht. Schon das macht die Zeugen Jehovas vergleichbar mit einem Überwachungsstaat. Zusätzlich kontrolliert sich jeder „gute“ Zeuge Jehovas auch noch selbst. Eine mentale Technik dazu heißt „Gedanken-Stopp“. Mit ihr werden Gefühle wie Hass oder Begierde unterdrückt. Alles „Versuche Satans, uns zu verführen“, sind sich die Zeugen Jehovas sicher.

Die gedankliche Selbstkontrolle habe dauerhafte Nebenwirkungen, gibt Simon Dahlmann zu bedenken. Sie führe zu einer inneren Selbstzensur, das Selbstvertrauen schwinde. Kritische Hinweise, die von außen kämen, würden abgeblockt – aus Angst, irregeführt zu werden. Akzeptable Informationen stammen nur noch direkt aus der Bibel oder vom zentralen Leitungsgremium in New York, der „Leitenden Körperschaft“. Claus hat das alles erlebt und ist sich sicher: „Das ist eine effektive und lückenlose Abschirmung.“

Ständige Wiederholung gleicher biblischer Informationen ist eine weitere Technik, Inhalte in den Köpfen der Gemeindemitglieder zu zementieren. Dazu gehört auch, weltweit das gleiche Vokabular zu verwenden. „Das ist die perfekte Gleichschaltung – die kommt zu allem noch hinzu.“ Tobias Claus reibt sich die Augen, als wolle er seiner Verwunderung noch nachträglich Ausdruck verleihen.

„Ja, das ist doch eigentlich alles nicht möglich“, stimmt Dahlmann ihm kopfschüttelnd zu und rutscht auf seinem Sofa auf und ab. Er wirkt in diesem Moment nicht wie ein Aussteiger, der einfach nur froh ist, raus und weg zu sein. Er empfindet auch jetzt noch Mitgefühl mit seinen ehemaligen Glaubensbrüdern. Er fühlt sich in der Pflicht.

Das sei wie beim IS, dem sogenannten Islamischen Staat. „Es wird Informationskontrolle, emotionale Kontrolle, Gedankenkontrolle und Verhaltenskontrolle betrieben. Natürlich gibt es keine buchstäblichen Hinrichtungen, dafür aber soziale Exekutionen“, steigert Dahlmann noch einmal seinen Vergleich. Außerdem sei man als Zeuge Jehovas genau wie ein Anhänger des IS bereit, sein Leben oder das seines Kindes einer religiösen Überzeugung zu opfern. „Bedenklich ist die Mentalität, alles kritiklos auszuführen. Ändert sich die Ideologie, ändern sich die meisten Brüder in der Organisation auch – ohne Rückfragen oder Bedenken.“

Dahlmann und Claus sind sichtlich entsetzt. Über ihre eigenen Worte, über die eigenen Erfahrungen. Zur Aufmunterung erzählen sie, wie sie gemeinsam ihre Angst vor Dämonen besiegt haben. „Horrorfilme!“, prusten sie los wie alberne Kinder. Sie haben Horrorfilme geguckt und danach das Licht nicht mehr angemacht. Nach einiger Zeit konnten die, von den Zeugen Jehovas beschworenen Dämonen ihnen nichts mehr anhaben. „Für uns ist jetzt klar: Das ist alles nur Fiktion und Unterhaltung“, sagt Claus, „die Ängste vor Übernatürlichem sind vollständig irrational.“ Katharsis hat nie besser funktioniert.

Was brachte die beiden Freunde überhaupt zum Ausstieg? Bei Dahlmann waren es hauptsächlich die Widersprüche, die er in der Heilslehre seiner Glaubensgemeinschaft fand: „Bei mir ging es besonders um das nur vermeintlich wasserdichte Logikgebäude.“ Das stürzte immer weiter in sich zusammen. Ein Schlüsselerlebnis hatte Dahlmann während des sogenannten „Predigtdienst“. Dafür ziehen die Zeugen Jehovas von Tür zu Tür, versuchen Gespräche über ihren Gott und die Bibel zu führen. Eines Tages öffnete ein 19-Jähriger die Wohnungstür und sprach mit dem Zeugen Jehovas ausführlich über seine Sicht der Bibel. Dahlmann kamen Zweifel. Sprachen sie über dasselbe Buch, dieselbe Religion? Er hatte Probleme, den dogmatischen Ansatz der Zeugen Jehovas zu verteidigen und begann eigene Nachforschungen. In der Folge führte „kurioserweise der Wunsch der Wahrheit zu folgen, dazu die Wahrheit, wie sie die Zeugen verkünden, zu verlassen“, blickt Dahlmann heute zurück.

Auch Tobias Claus plagten schon länger inhaltliche Zweifel. Als er sich vor einigen Jahren beruflich neu orientierte, fand er schlichtweg weniger Zeit, die Zusammenkünfte seiner Gemeinde zu besuchen. Drängende Nachfragen und bohrende Ermahnungen waren die Folge. Claus entschied sich, 2015 endlich einen Schlussstrich zu ziehen. Er beendete schriftlich seine Mitgliedschaft, denn das ist möglich.

Emotional ist die Sache viel schwieriger. Als er seinem Vater die Neuigkeiten eröffnete, brach dieser vor seinen Augen zusammen – Claus musste ihn auffangen. Der Schock saß tief, obwohl er ihn vorgewarnt hatte. Es folgte eine halbjährige Eiszeit zwischen Claus und seinen Eltern, sein Vater ließ sich regelrecht verleugnen. Doch dabei blieb es nicht, zum Glück für Claus. Der entscheidende Faktor war seine Mutter. Die hatte bereits Jahre zuvor ihren anderen Sohn „an die Welt verloren“, wie sie seinen Ausstieg bei den Zeugen Jehovas beschrieb. Das sollte ihr nicht noch einmal passieren. Tobias Claus kann nur vermuten, wie sie seinen Vater unter Druck gesetzt hat. Das Ergebnis ist ein „relativ normales“ Verhältnis zu seinen Eltern, die er inzwischen fast wöchentlich sieht.

Claus hatte Glück im Unglück, sein Mut aus der Glaubensgemeinschaft auszutreten, endete nicht in der sozialen Isolation. Anderen Aussteigern geht es anders. Wenn ihre Gemeinde, schlimmer noch die ganze Familie, den Kontakt abbricht, stehen viele komplett allein da. Die Selbstmordrate unter Aussteigern sei nicht gering, weiß Tobias Claus zu berichten.

Simon Dahlmann wurde bislang noch nicht offiziell aus der Religionsgemeinschaft ausgeschlossen. Wenn er heute die Gelegenheit hat, mit einem aktiven Zeugen Jehovas zu sprechen und ihm von seinem beruflichen Erfolg erzählt, kennt er die Antwort: „Ja Simon, Satan hilft dir! Er möchte den Eindruck erwecken, dass die Entscheidung, sich von der Wahrheit abzuwenden richtig war.“ Dahlmann kann inzwischen darüber lächeln. Er weiß auch, was der gleiche Gesprächspartner sagen würde, wenn es ihm heute nicht so gut ginge: „Siehst du Simon, weil du die Wahrheit verlassen hast, hat Jehova dir seinen Segen entzogen!“

Dahlmann und Claus haben die verdrehte Logik der Zeugen Jehovas für sich entschlüsselt und ihren ganz eigenen Weg in die Freiheit gefunden. Sie sind leidenschaftlich engagiert, auch anderen Mitgliedern der Zeugen Jehovas wieder ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Vier Stunden sprechen waren da erst der Anfang.

Quelle: magazin-forum

von |Oktober 20th, 2017|2017|0 Kommentare

Jehovas Zeugen – 278 Versammlungen wurden geschlossen

Gute Nachrichten erreichen uns im Amtsblatt Nr. 3/2017

Wie aus den Zählungen hervorgeht wurden in den letzten Jahren folgende Summe an Versammlungen geschlossen:

2006: 4 Versammlungen ab Juli
2007: 26 Versammlungen
2008: 22 Versammlungen
2009: 18 Versammlungen
2010: 28 Versammlungen
2011: 26 Versammlungen
2012: 14 Versammlungen
2013: 62 Versammlungen
2014: 62 Versammlungen
2015: 70 Versammlungen
2016: 120 Versammlungen
2017: 104 Versammlungen

Summe: 556 von Zusammenlegungen betroffene Versammlungen

Dies bedeutet, dass 278 Versammlungen in rund 10 Jahren in Deutschland verschwunden sind. Säle wurden in dieser Zeit verkauft, doch ein Wunder blieb uns erhalten: Die Anzahl der Verkündiger änderte sich kaum.

Auch wenn unter Verkündigern alle zu verstehen sind, die in den Dienst gehen und nicht nur getaufte Zeugen Jehovas, entsteht eine gewisse Verwunderung:
Nehmen wir an, eine Versammlung hat 100 Verkündiger und Platz für 140 Personen. Wenn wir nun keine großartige Veränderung in den Zahlen haben, wie schaffe wir es dann, 27.800 Verkündiger einfach in andere Säle umzuverteilen, von denen die Wachtturm-Gesellschaft schon viele verkauft hat? Macht es Sinn, Versammlungen zusammenzulegen, wenn die Säle voll sind?

Viele dieser Veränderungen sieht man nicht in den Zahlen – außer man löst diese wie oben erwähnt heraus, da oft kleine, fremdsprachige Versammlungen gegründet werden – welche erfahrungsgemäß primär durch Zeugen die anderen Versammlungen angehören betrieben werden. Jedoch kann man diese Veränderung sehr einfach sehen: gähnende Leere in den Zusammenkünften.

Fragen wir uns: Sieht so wirklich die Mehrung des heiligen Geistes aus, in dem „Jehova“ dafür sorgt, dass 278 Versammlungen geschlossen werden? Ist es wirklich dem Geist Gottes zu verdanken, dass 27.800 Verkündiger umverteilt werden müssen, damit viele Säle nicht einfach leer stehen? Ist es Christus zu verdanken, der das „Haupt der Versammlungen“ ist, dass fast 300 Säle, voll von „wahren Anbetern Jehovas“, einfach geschlossen werden? Wie kann es sein, dass ausgerechnet in den letzten wenigen Jahren, so viele Versammlungen geschlossen werden mussten, nachdem die weltweite Aufklärung zugenommen hat, wenn doch die „theokratische Wahrheit“ immer obsiegt?

Quelle: Jehovas Zeugen

von |Oktober 20th, 2017|2017|2 Kommentare

Jahres-Hauptversammlung 2017: Wachtturm-Gesellschaft gibt Änderungen für 2018 bekannt

Am Wochenende des 7. Oktobers 2017 fand die alljährliche Jahreshauptversammlung der Zeugen Jehovas statt. Wie jedes Jahr gab die Leitende Körperschaft organisatorische Änderungen sowie Veränderungen in den Glaubenslehren bekannt. Zur Hauptversammlung wurden alle Versammlungen in den USA, die über die technische Ausrüstung verfügen, eingeladen, dieser über einen Videostream beizuwohnen.

Es ist zu erwarten, dass die Aufzeichnungen wie gewohnt auf JW Broadcasting erscheinen. In den Gemeinden der Zeugen Jehovas wurden die wichtigsten Änderungen bereits bekanntgegeben. Da die Versammlungen öffentlich abgehalten werden, konnte ich mir im Vorfeld einen ersten Eindruck verschaffen.

Es wurden zwei Briefe vorgelesen. Der Erste bezieht sich auf die Mitgliederversammlung:

Reduzierung der Veröffentlichungen

Es soll nun mehr der Fokus darauf gelegt werden, Bibelstudien zu beginnen und die Menge des Stoffs zu verringern, die Zeugen Jehovas lesen müssen. Deshalb werden die Ausgaben des Wachtturms für die Öffentlichkeit und des Erwachets! nur noch je drei Mal im Jahr erscheinen, anstatt wie bisher sechs Mal. Bereits vor einigen Jahren hat man den Turnus von monatlich auf zweimonatlich umgestellt. Ein Ältester aus meiner ehemaligen Versammlung hat mir gegenüber die Vermutung geäußert, dass man irgendwann komplett auf diese Zeitschriften verzichten wird.

Der Wachtturm soll ab 2018 jeweils im Januar und Februar angeboten werden. Das Erwachet! im April und März. In den Zeitschriften werden nicht mehr verschiedene Themen behandelt, sondern nur noch ein Hauptthema.

Des Weiteren werden Bücher, Broschüren, Traktate, Videos und Kontaktkarten reduziert. Es wird eine Toolbox für den Predigtdienst geben, in der Veröffentlichungen, die sich als „wirkungsvoll“ erwiesen haben, hinterlegt werden. Ab Januar 2018 gibt es auch kein festes Literaturangebot mehr. Es soll mehr Nachdruck darauf gelegt werden, Gespräche zu beginnen und fortzuführen. Das zeigt sich auch im Arbeitsheft von Januar 2018. Bisher wurden im Arbeitsheft zwei Vorschläge in Verbindung mit einem Literaturangebot abgedruckt. In Zukunft werden nur noch Themen für Gespräche vorgeschlagen, sowie weiterführende Ideen für einen Rückbesuch. In der Bekanntmachung wurde darauf hingewiesen, dass Verkündiger selbst entscheiden sollen, was sie aus der Toolbox anbieten und zu welchem Zeitpunkt sie dies tun möchten. Man möchte wohl unterbinden, dass wahllos Publikationen verteilt werden, was zu höheren Druckkosten führt.

Regelmäßige Aktionen zu Kongress – und Gedächstnismahleinladungen gibt es weiterhin.

Ein neues Buch erscheint mit dem Titel „Was kann uns die Bibel lehren“. Dieses ersetzt das Buch „Was lehrt die Bibel wirklich“ und soll eine vereinfachte Version des Vorgängers sein. Das Buch „Was lehrt die Bibel wirklich“ wird nicht weiter hergestellt, kann aber weiterhin genutzt werden, bis der Vorrat in den Versammlungen aufgebraucht ist. Des Weiteren gibt es eine vereinfachte Version des Buches „Bewahrt euch in Gottes Liebe“. Das neue Buch ist betitelt „In Gottes Liebe bleiben – wie?“. Vom Vorgänger werden keine weiteren Ausgaben gedruckt.

Das Jahrbuch wird ebenfalls eingestellt. Berichte über die weltweite Tätigkeit werden ausschließlich auf JW Broadcasting erscheinen. Die Statistiken, die bisher im Jahrbuch veröffentlicht wurden, sollen zukünftig nur noch auf der Webseite, in der Rubrik „Über uns“ zu finden sein. Ich bin gespannt, in welchem Umfang diese veröffentlicht werden, und ob die Entwicklungen in den einzelnen Ländern weiterhin abrufbar sind.

Auf der Webseite der Zeugen Jehovas werden drei neue Rubriken hinzukommen. Die Rubriken „Bibelkarten“, „Ideen fürs Familienbibelstudium“, „Bibelgeschichten in Bildern“, „Meine Bibelseite“, „Bilderspaß“, „Kleine Studienprojekte“, „Studienprojekte für ‚Was lehrt die Bibel wirklich‘„, „Arbeitsblätter zu ‚Fragen junger Leute‘“ und die Videoserie „Bei euch nachgefragt“ werden nicht weiter fortgeführt.

Soweit die Veränderungen was die Publikationen betrifft. Im Grunde wird die Sparpolitk der WTG fortgesetzt. Die Veröffentlichungen werden weiter zurückgefahren, selbst die digitalen. Es wird mehr und mehr Wert darauf gelegt, dass bei der Missionierung mit der Abgabe von Druckerzeugnissen sparsam umgegangen wird. Der Fokus wird immer mehr auf die Webseite verlagert. Während sich die Organisation damit hervortut, Publikationen in mehr als 800 Sprachen anzubieten, muss man sich fragen, wie Menschen in Ländern darauf zugreifen sollen, die sich kein Smartphone oder Tablet leisten können oder für einen Internetzugang mehrere Kilometer zur nächstgelegenen Bibliothek zurücklegen müssen. In Russland ist der Zugriff auf die Webseite der Zeugen Jehovas sogar komplett gesperrt worden.


Während der Jahreshauptversammlung in Warwick, sind noch eine Reihe weiterer Änderungen bekannt gegeben worden:

  • Jahrestext für 2018: „doch die auf Jehova hoffen, werden neue Kraft gewinnen“ (Jesaja 40:31)
  • Das Verbot, die Rechtfertigung des Namens Jehovas zu verkünden, wird aufgehoben.
  • Das geistige Paradies ist ein innerer Zustand.
  • Hesekiels Tempelvision erfüllte sich 1919.

Bei den letzten drei Ankündigungen ist noch unklar was diese im Detail bedeuten. Weitere Einzelheiten hierzu werden sicher in den nächsten Wochen und Monaten in den Publikationen der Wachtturm-Gesellschaft zu finden sein.

Im Nachgang wurde ein weiterer Brief vorgelesen, der sich auf die Spenden für das Jahr 2018 bezog.

Spenden nicht mehr freiwillig?

Zunächst bedankt sich die Organisation in diesem Brief für die großzügige finanzielle Unterstützung der Mitglieder. Die regelmäßigen freiwilligen Spenden sollen Jehova Gott erfreuen, so heißt es. Man kenne den Wunsch der Verkündiger, die Organisation finanziell zu unterstützen, und deshalb(!) möchte man auf die „weltweite Schadenshilfe für das Dienstjahr 2018“ aufmerksam machen.

Unter dem Begriff Schadenshilfe möchte man Schäden an den Immobilien der WTG vorbeugen, die durch Vandalismus, Naturkatastrophen, Feuer, Wasser oder Diebstahl entstanden sind. Diese Vorgehensweise soll auf den Grundsatz aus 2. Korinther 8:14 beruhen.

„[…] 14 sondern daß durch einen Ausgleich euer Überfluß gerade jetzt ihrem Mangel abhelfe, damit ihr Überfluß auch eurem Mangel abhelfen möge, so daß es zu einem Ausgleich komme“ 2. Korinther 8:14

Auf den ersten Blick klingt das vernünftig. Allerdings gibt es für die Mitglieder keinerlei Informationen darüber, wie viel Überfluss oder Mangel die WTG hat und wofür die Spendengelder genutzt werden. Niemand weiß, wie die Gewinne durch die weltweiten Verkäufe von Zweigstellen und Königreichssälen (Gemeinde-Immobilien) verwendet werden. In dem Brief werden die Spenden für das „weltweite Werk“ sowie die Spenden für die Schadenshilfe getrennt. Einen Zeugen Jehovas wird dadurch mitunter vermittelt, dass zusätzlich Gelder benötigt werden. Man hat errechnet, dass die Kosten für Schäden an den Immobilien der WTG in den EURO-Ländern, mit einer freiwilligen Spende von 3 € pro Mitglied, für das Jahr 2018 gedeckt sind. Bei 865.762 Mitgliedern in den EURO-Ländern macht das 2.6 Millionen EURO pro Jahr zusätzlich. Der Brief sagt aus, dass man in den Jahren zuvor diese Gelder aus den „allgemeinen“ Spendeneinnahmen beglichen hat. Anscheinend möchte man auf diesen Topf nicht mehr zurückgreifen. Fairerweise muss man sagen, dass dieser Betrag für sich alleine keine wirkliche finanzielle Mehrbelastung für die einzelnen Mitglieder bedeutet. Allerdings wird sukzessive der Druck zum Spenden erhöht. Im Jahr 2017 wurde in den Gemeinden überdurchschnittlich oft auf das Spenden an sich und die Möglichkeiten hierfür hingewiesen. In den Jahrzehnten zuvor hat man sich seitens der WTG auf die Bibel berufen: „Lass die linke Hand nicht wissen was die rechte tut“ oder „Jeder tue so, wie er es in seinem Herzen beschlossen hat“. Mittlerweile möchte man wohl mehr Planungssicherheit haben.

Bereits im Jahr 2014 hat man einen zusätzlichen Spendentopf für die weltweite Bautätigkeit eröffnet. Für diesen sollte jeder seinen freiwilligen Beitrag, anonym auf einen Zettel notieren und den Ältesten übergeben. Es wurde erwartet, dass man dieser Verpflichtung dauerhaft, Monat für Monat nachkommt. Was die „einfachen“ Mitglieder nicht wussten, dass der Brief (29. März 2014) einen Anhang besaß, der nur für die Ältesten bestimmt war. Dort ging es um die Rückzahlungen von Darlehen, die den einzelnen lokalen Gruppen zur Verfügung gestellt wurden um die Gemeinde-Immobilien zu finanzieren. Dieses Darlehen wurde seitens der WTG erlassen. Anstelle dessen sollen die Versammlungen nun monatlich den Gesamtbetrag, den die Verkündiger für die Bautätigkeit, neben den Spenden für das „weltweite Werk“ zur Verfügung stellen, an die WTG überweisenDer Betrag sollte mindestens so hoch sein, wie die monatliche Rückzahlung des Darlehens. Im Klartext: die Mitglieder zahlen monatlich den Kredit ihrer Gemeinde ab, für eine Immobilie die an die Körperschaft der Zeugen Jehovas überschrieben wurde und ihnen somit gar nicht mehr gehört. Während ein Darlehen irgendwann zurückgezahlt ist, laufen diese Spenden für unbestimmte Zeit weiter.

Im aktuellen Brief hat man auf einen weiteren Bedarf an Spenden hingewiesen: das Flottenprogramm für Kreisaufseher. In den EURO-Ländern werden für das Jahr 2018, 7,50 € pro Mitglied benötigt, um die Kosten für Leasing, Versicherung, Kraftstoff und Service zu decken. Somit belaufen sich die Gesamtkosten für die Leasingfahrzeuge der Kreisaufseher auf rund 6.5 Millionen €. Positiv wäre anzumerken, dass ein Teil der Ausgaben, die durch Spenden finanziert werden, nun transparenter sind. Allerdings handelt es sich um Kosten, die es die Jahre zuvor bereits gegeben hat. Trotzdem wird erwartet, dass neben den „allgemeinen“ Spenden , Mitglieder die Kosten, durch einen zusätzlichen Beitrag, mittragen.

Angesichts der aktuellen Negativmeldungen zu den Missbrauchsvorwürfen und den damit verbundenen Zahlungen für Vergleiche und Gerichtskosten, haben diese Aufrufe einen faden Beigeschmack. Neben der vor kurzem eingereichten Sammelklage in Höhe von 66 Millionen Dollar sowie die Schadensersatzzahlung für die Missbrauchsopfer in Australien, ist bekannt geworden, dass die WTG weiterhin täglich 4.000 US DOLLAR Strafe zahlen muss, weil sie relevante Dokumente, in einem Fall des Kindesmissbrauchs, nicht an das Gericht übergeben möchte. Seit Juni 2014 weigert sich die WTG den Forderungen des Gerichts nachzukommen. Seither sind 40 Monate á 30 Tage vergangen. 4.8 Millionen US Dollar sind bereits gezahlt worden. Ausgaben, die die Wachtturm-Gesellschaft mit Hilfe von Spenden begleicht.

Quelle: oliverwolschke

von |Oktober 17th, 2017|2017|0 Kommentare

66 Millionen Kanadische Dollar-Sammelklage gegen Zeugen Jehovas wegen sexuellem Missbrauch

Eine Gruppe von mutmaßlichen Missbrauchsopfern aus dem ganzen Land haben eine 66-Mio-CAD-Sammelklage gegen die Zeugen Jehovas eingereicht, wie CityNews erfahren hat (Anm. ca. 51 Mio CHF). In der Klage wird der religiösen Organisation vorgeworfen, über Regeln und Richtlinien zu verfügen, die Täter , welche Kinder sexuell missbrauch(t)en, schützen und Kinder gefährden.

„Die Richtlinien und das Protokoll der Organisation zum Umgang mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs sind äußerst mangelhaft und führen zu weiteren Schäden bei den Opfern von sexuellem Missbrauch; legitime Vorwürfe werden nicht gemeldet“, steht in der Klageschrift.

„Das ist ein Thema, mit dem sich die Gesellschaft befassen sollte, nicht nur die Zeugen Jehovas“, sagt Tricia Franginha. Sie berichtet, dass ihre ersten 14 Lebensjahre als Zeugin Jehovas von sexuellem Missbrauch geprägt waren.

„Als Resultat der Verfahren – wenn Missbrauchsvorwürfe vorgebracht werden –, werden die Sexualstraftäter auf freiem Fuss belassen“, sagt Franginha. „Wie die meisten Leute über die Zeugen Jehovas wissen, sind sie es, die am Samstagmorgen vor Deiner Tür stehen, wenn Deine Kinder zuhause sind, und, wer weiss, diese Person ist vielleicht schon mehrmals jemandem zu nahe getreten“.

Keine der Anschuldigungen dieser Klage wurde vom Gericht in Ontario geprüft. Ein Sprecher der Zeugen Jehovas sagt, dass die Organisation – obwohl die Klage eingereicht wurde – diese noch nicht offiziell erhalten habe und somit keine Details kommentieren könne. „Die Zeugen Jehovas verabscheuen Kindsmissbrauch und würden niemals einen Täter decken“, sagt der Pressesprecher Mattieu Rozon. Die Organisation führt aus, dass die Ältesten einer Versammlung dem Gesetz zur Berichterstattung von Kindsmissbrauch nachkommen.

Franginha sagt, dass sie – als sie damals um Hilfe ersuchte – mundtot gemacht wurde: „Als ich etwa 12 war, sagte man mir, dass ich keine zwei Zeugen hätte und dass ich meine Eltern respektieren und nicht darüber sprechen solle“. Die Notwendigkeit, zwei Zeugen zu haben, die die Missbrauchsvorwürfe bestätigen, wird in der Klage hervorgehoben. Personen, die sexuell missbraucht wurden, müssen zwei glaubwürdige Zeugen ihres Missbrauchs präsentieren, erklärt Franginha und ergänzt, dass diese Augenzeugen andere Zeugen Jehovas mit gutem Ansehen in der Kirche sein müssen. „Das geschieht natürlich nie“, sagt sie. „Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Verbrechen verborgen sind“.

In der Klage wurde ferner behauptet, dass die Polizei nicht kontaktiert wurde, wenn Anschuldigungen auftauchten, sondern stattdessen durch einen Ältesten innerhalb des Königreichssaals abgewickelt wurden.

„Unsere Informationen, basierend auf Personen, die uns kontaktier haben, besagen, dass das jetzige System Missbrauchsvorfällen nicht vorbeugt, und dass – wenn Anschuldigungen vorgebracht werden – unzureichende Massnahmen zur Sicherstellung, dass die Beschwerden an die zuständigen Behörden gelangen, ergriffen werden“, sagt Bryan McPhadden, der Anwalt, der die Opfer vertritt.

Die Opfer beantragen 20 Mio Kanadische Dollar für den Schaden aufgrund des erfahrenen sexuellen und geistigen Missbrauchs durch Älteste, 20 Mio CAD für den mangelnden Kinderschutz und weitere 20 Mio CAD wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht. Es wird voraussichtlich Jahre dauern, bis sich der Prozess durch die Gerichte gewunden hat. Wenn Sie denken, Sie seien berechtigt, sich der Sammelklage anzuschließen, kontaktieren Sie mcst.ca.

Quelle: 680news.com

von |Oktober 2nd, 2017|2017|2 Kommentare

Jehovas Zeugen – Check: Handelt es sich um pädophile Dienstamtgehilfen oder Älteste?

„Aufseher und Dienstamtgehilfen theokratisch ernannt“. So lautete die Überschrift eines Artikels vom Wachtturm Januar 2015. „Theokratische Ernennung“ bedeutet, dass Gemeindeaufseher in den Versammlungen der Zeugen Jehovas angeblich durch heiligen Geist, also unter der Leitung Gottes, ernannt werden. Der Artikel besagt außerdem: „Wenn Elemente der Welt versuchen, auf diese Ernennungen Einfluß zu nehmen, weigert sich das Volk Jehovas, Zugeständnisse zu machen.“

Zumindest in Teilen Australiens trifft dies nun nicht mehr zu. Auf jwsurvey.org wurde berichtet, dass eine Ernennung von Ältesten und Dienstamtgehilfen nun erst erfolgen darf, wenn der „Working with Children Check“ positiv verlaufen ist. Hierbei untersucht die externe Organisation „Working with Children“, ob die empfohlene Person dazu berechtigt ist, in einer verantwortlichen Stellung mit Kindern zu arbeiten. Unter anderem wird überprüft, ob es einen kriminellen Hintergrund gibt, und die Person in der Vergangenheit bereits auffällig im Umgang mit Kindern war. Dieses Verfahren beruht auf den Empfehlungen der Royal Commission, die im Juli 2015 sowie März 2017 Zeugen Jehovas untersucht hatte.

Bisher wurde bei Ernennungen seitens der Versammlungsältesten einzig und allein die Frage gestellt: „Hast du jemals ein Kind sexuell belästigt oder missbraucht?“ (Hütet die Herde Gottes – Kapitel 3. Abs. 13). Die Ernennung basierte also auf Vertrauen, dass ein eventueller Sexualstraftäter ehrlich antwortet.Ernannte Älteste oder Dienstamtgehilfen, die den Check erfolgreich bestanden haben, erhalten einen Ausweis, der ihnen erlaubt mit Kindern zu arbeiten. Sollten Aufseher ohne diese Karte tätig werden, ergeben sich daraus extreme Geldstrafen. Möglicherweise droht sogar eine Gefängnisstrafe. Diese Überprüfung gilt auch für bereits ernannte Älteste und Dienstamtgehilfen.

Laut einer bestätigten Quelle wurde am Mittwoch, den 13. September, während einer Versammlung in Sydney, die Ernennung eines Dienstamtgehilfen, mit Erwähnung des „Working with Children Check“, bekannt gegeben. John Redwood hat in Rücksprache mit einer staatlichen Behörde in Erfahrung gebracht, dass man dabei ist dieses Verfahren auf ganz Australien auszuweiten. Es wäre sehr zu wünschen, dass dies auch weltweit so gehandhabt wird.

Quelle: jwsurvey.org

von |September 17th, 2017|2017|0 Kommentare

Ex-Mitglied der Zeugen Jehovas exklusiv im RT Deutsch Interview: Fakten und Hintergründe

RT Deutsch traf in Hamburg die ehemalige Zeugin Jehovas, Margit Ricarda Rolf. Sie war 16 Jahre lang ein aktives Mitglied der Organisation und ist seit 2004 in der Aussteiger-Szene aktiv. Sie übt Kritik an der kontroversen Religionsgemeinschaft und zeigt auf, dass die Regeln und Bedingungen der Zeugen Jehovas prädestiniert sind ganze Familien zu zerbrechen. Außerdem unterstreicht sie die enorme Diskrepanz zwischen den Individualrechten der einzelnen Mitglieder und der allgemeinen Handlungsfreiheit der Organisation. In ihrer Aufklärungsarbeit unterstützt sie andere bei der Bewältigung des Lebenstraumas.

von |September 15th, 2017|2017|0 Kommentare

Österreich – Verfahren gegen Zeugen Jehovas wird vorbereitet!

D.S. schreibt: Hallo! Gute Nachrichten … Verfahren gegen Zeugen Jehovas vorbereitet!

Konnte in den über zwei Stunden genug Gründe vorlegen, die es ermöglichen die staatliche Anerkennung anzufechten. Das Kultusamt bittet nun alle österreichischen ehemaligen Zeugen die gewillt sind ihre Erfahrung amtlich kundzutun, diese an: anton.stifter@bka.gv.at zu senden.

Es soll der Grund des Verlassens und die dadurch erlittenen Repressalien vorkommen. Auch wäre wichtig zu erwähnen, wie ihr in eurem „weltlichen“ Leben eingeschränkt wurdet, z.B. Schule, nicht mitsingen bei Hymne, Klassensprecherwahl, Vereinsmitgliedschaften, Hobbies die man nicht / nicht mehr ausüben durfte.

Wichtig: Seit Ihr jemals wählen gegangen oder wurdet ihr daran gehindert,- wenn ja wie und welche Argumente wurden verwendet. !!!! Gebt Bibelstellen an, auf welche sich die WTG beruft, wenn irgendwelche Maßnahme / Einschüchterungen ergriffen wurden. Hattet Ihr Angst, wie wirkte sich diese auf euer Leben aus. Wurdet ihr von Zeugen Freunden und Familie nach eurem Ausstieg gemieden? Habt ihr / oder arbeitet ihr bei einer Firma wo euer Chef oder die Kollegen Zeugen sind? Was ist nach eurem Ausstieg in der Firma passiert?

Falls jemand bei einem Rechtskomitee war, den Ablauf schildern. Wie erfolgte die Vorladung, konntet ihr eine Person eures Vertrauens mitnehmen, wurden euch die Gründe für die Vorladung genannt. Berichtet Wahrheitsgetreu, keine Mutmaßungen, wenn ihr euch wo nicht sicher seit, eventuell weglassen oder dazu schreiben, dass ihr euch nicht sicher seit, aber es zur Vervollständigung der Aussage / Erklärung nötig ist dies zu erwähnen. Es kann vorkommen das auf manche gewichtigen Aussagen von euch eine Einladung erfolgt, daher ist die Angabe eurer Adresse notwendig, bzw. müsste eure Aussage unterschrieben an das Kultusamt gesendet werden, damit es Amtlich ist und im Verfahren verwendet werden kann.

Da alle unsere Aussagen auch der WTG vorgelegt werden muss, laut Gesetz, sollten nur Dinge vorkommen, die euch passiert sind und keine Namen andere Personen erwähnt werden. Aber keine Sorge, solange Ihr eure Aussage nicht unterschrieben habt, wird dies nicht im Verfahren verwendet. Also fühlt euch frei eure Erfahrung zu schildern, oder schreibt extra dazu, falls es nicht erwünscht ist, das die WTG eure Aussage sehen darf. (heißt aber das es nicht offiziell verwendet werden kann)

Vielen Dank für euren Einsatz!

Quelle: bruderinfo-aktuell.de

Jehovas Zeugen – Wie es ist, die Zeugen Jehovas zu verlassen

Was wissen wir über die Zeugen Jehovas? Sie feiern keine Geburtstage oder Weihnachten, Bluttransfusionen sind böse. Ihr Leben besteht aus beten, missionieren und sehr vielen Verboten. Oliver Wolschke erzählt über seinen Austritt aus der umstrittenen Glaubensgemeinschaft und berichtet über die Hintergründe und Motive.

Zeugen Jehovas gehen gegen das Buch „Ausstieg ins Leben“ vor

Im Frühjahr veröffentlichte Konja Simon Rohde das Buch „Ausstieg ins Leben“. Nun gehen Anwälte der Zeugen Jehovas gegen einzelne Aussagen vor.

Der Mercator-Verlag hat Ärger mit den Zeugen Jehovas. Im Frühjahr erschien in dem Duisburger Verlag das Buch von Konja Simon Rohde „Ausstieg ins Leben“. Rohde, gebürtiger Duisburger, berichtet in der Biografie, wie er in die Glaubensgemeinschaft hinein geboren wurde und wie ihm nach 32 Jahren der Absprung gelang.

Zu dem Buch hat die Journalistin Simone Lankhorst ein Nachwort geschrieben und ein Interview mit dem Diplom-Psychologen Dieter Rohmann geführt, der über die Zeugen Jehovas aufklärt. Nun bekamen Jutta und Sabine Nagels Post von einem Anwalt der Zeugen Jehovas. „Wir sollen eine Unterlassungserklärung unterschreiben. Zwei Stellen in der Schilderung unseres Autoren wurden angemahnt und sieben Stellen in dem Gespräch“, erklärt Jutta Nagels. Für die beiden Schwestern, die den Mercator-Verlag erst vor kurzem übernommen haben, ist es das erste Mal, dass sie juristischen Ärger bekommen. „Mit dem Niederrhein-Führer befinden wir uns sicherlich sonst in ruhigerem Fahrwasser.“

Streitpunkt ist der Kontaktabbruch

Der Advokat der Zeugen Jehovas fordert, dass die Stellen entweder geschwärzt werden oder den Ausgaben ein so genannter Erratum-Zettel beigelegt wird. Auf diesem wollen die Zeugen Stellung beziehen. „Unter anderem wird widersprochen, dass es keinen Zwang von Seiten der Zeugen zum Kontaktabbruch gibt, wenn jemand aussteigt.

Aber das stimmt nicht“, erklärt Rohde. „Die Familie meines Vaters veranstaltet in jedem Jahr ein Treffen, zu dem er ausdrücklich deshalb nicht kommt, weil ich daran auch teilnehme. Das hat er meinem Onkel sogar schriftlich mitgeteilt. Außerdem gibt es einige Schriften, die selbst von den Zeugen Jehovas herausgegeben werden, in denen vom Kontaktabbruch die Rede ist.“ Weder von seiner Mutter noch von seinem Vater hat Rohde seit seinem Ausstieg „ein Tönchen“ gehört. Die Resonanz anderer Leser sei indes überwiegend positiv. „Es haben sich Leute gemeldet, die auch ausgestiegen sind. Oder solche, die mit dem Thema bisher nichts zu tun hatten und sich freuten, einmal einen Einblick zu bekommen.“

Nicht abschrecken lassen

Auch der Mercator-Verlag hat sich juristischen Beistand gesucht. „Außerdem haben wir uns vom Börsenverein des Buchhandels beraten lassen“, so Jutta Nagels. Laut Anwältin fallen die Passagen der Autobiografie unter „freie Meinungsäußerung“. Bei dem Interview sei es Auslegungssache, ob man die Stellen zusammenfasst oder von sieben einzeln ausgeht. Ungeachtet der juristischen Auseinandersetzung verkauft sich die zweite Auflage gut. „Nachdem wir auf Facebook darüber informierten, haben sich einige noch schnell ein Exemplar besorgt“, sagt Jutta Nagels. Auch künftig wollen sie und ihre Schwester sich nicht abschrecken lassen. „Wenn wir eine Geschichte gut finden, dann nehmen wir sie ins Programm auf.“

Quelle: waz

Oliver Wolschke – Warum vier Zahlen mein Leben verändert haben

Wieder hat uns ein umfassender Bericht eines Aussteigers erreicht, der erst vor kurzer Zeit die Zeugen Jehovas verlassen hat. Oliver Wolschke schreibt in seinem Vorwort:

Ich schreibe hier über meine Zeit bei den Zeugen Jehovas, wie ich ins Zweifeln kam und welche Informationen letztendlich dazu geführt haben, dass ich den Schritt raus wagte. Ich musste raus, es gab keine andere Option. Du wirst erfahren, dass es nicht leicht ist, die Zeugen Jehovas zu verlassen, auch wenn die Organisation selbst den Austritt als eine formelle Angelegenheit beschreibt.

Seit meinem 7. Lebensjahr bin ich in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas aufgewachsen. Mit 31 Jahren habe ich den Ausstieg geschafft. Dieser Schritt ist alles andere als einfach. Denn entweder folge ich weiterhin einer Organisation, die ich nicht mehr respektieren kann oder ich verliere den Kontakt zu meinen Eltern sowie meinen engsten Freunden. Es hat mich innerlich zerrissen diese Entscheidung treffen zu müssen. Ich habe mich für letzteres entschieden. Im Anschluss brach der Großteil meines sozialen Umfeldes von heute auf morgen weg.

In erster Linie wollte ich meine Kinder aus dieser Organisation herausholen da es mein Wunsch ist, dass sie frei im Denken aufwachsen können. Besonders eilig hatte ich es ab dem Zeitpunkt, als ich in Erfahrung gebracht hatte, wie Zeugen Jehovas intern mit Fällen von sexuellen Kindesmissbrauch umgehen. In der Regel wissen die „einfachen“ Zeugen davon nichts, denn es herrscht eine ständige Informations- und Gedankenkontrolle.

Die größte Überwindung war es für mich mit meiner Frau über meine Zweifel zu sprechen. Ich wusste nicht ob sie diesen Weg mit mir mitgehen würde.

In einem sehr persönlichen Bericht erzähle ich über meine Zeit bei den Zeugen Jehovas, wie ich mich innerlich lossagte und wie schwer letztendlich der Prozess des Ausstiegs wurde.

In Teilen des Textes geht es um interne Informationen, die weder der Mehrheit der Anhänger, noch den Menschen außerhalb bekannt sind:

– Anleitungen für Gemeindeaufseher der Zeugen Jehovas zum Umgang mit Kindesmissbrauch
– Entwicklungen zu staatlichen Untersuchungen (Umgang mit sexuellem Missbrauch) und die Reaktion der Wachtturm-Gesellschaft
– Finanzielle Aktivitäten der Wachtturm-Gesellschaft die aufzeigen, dass aus noch unbekannten Gründen anscheinend massiv Gelder benötigt werden

Oliver berichtet auf seiner Seite, wie schmerzlich der Ausstieg bei den Zeugen Jehovas wirklich war. Mit seinem neuen Leben ist er und seine Frau glücklich. Insbesondere das Thema Kindesmissbrauch, aber auch vieles weitere, waren Anlass die Wahrheit hinter der „Wahrheit“ zu hinterfragen. Wahrheiten jetzt! wünscht Oliver und seiner Frau, sowie ihren Kindern, nur das Beste und empfehlen sein Lebensbericht und seine umfassende Ausarbeitung weiter.

Quelle: oliverwolschke.de

Jehovas Zeugen Kongress 2017: Kindesmissbrauch – Opfer sind selbst Schuld!

Jehovas Zeugen im Deutschsprachigen Raum erleben nun ihren Regional-Kongress 2017. Am Samstag hörten sie die Ansprache: „Schützt eure Kinder vor dem, was Böse ist“ – offensichtlich als Antwort auf den wachsenden Skandal der Missbrauchsfälle.

Jeder, der momentan „Zeugen Jehovas“ bei Google eintippt, wird schnell feststellen, dass die Suchmaschine viele Ergebnisse im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch anzeigt (besonders im englischsprachigen Raum): Nachrichten über die Vertuschung von Kindesmissbrauch, über die Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer oder die erschütternden Ergebnisse der Australian Royal Commisson über den institutionellen Umgang mit dem Thema. Durch eine kürzlich von „Reveal News“ organisierte, fachübergreifende Konferenz mit Rechtsanwälten, Journalisten, Aktivisten und Vertretern von Strafverfolgungsbehörden, erhielt dieser Skandal erneut mediale Aufmerksamkeit und wird langsam auch das zentrale Thema, über das die WTG definiert wird.

Es ist daher keine Überraschung, dass beim Regional-Kongress 2017, am Samstag der Programmpunkt: „Schützt eure Kinder vor dem, was Böse ist“ auftaucht – offensichtlich als Antwort auf den wachsenden Skandal. Die Ansprache enthält Ratschläge, wie man Kinder vor Missbrauch schützen kann.

Wie alle anderen WTG-Manuskripte, wurde dieses online geleakt und kann über die Webseite AvoidJW.org abgerufen werden, die über eine umfangreiche Bibliothek vieler Wachtturm-Dokumente und Analysen zu WTG-News und Lehren verfügt.

Wir haben diese Entwürfe analysiert und obwohl die Ansprachen im Großen und Ganzen nicht so kontrovers erscheinen, wie die des berüchtigten Kongresses 2016, fällt uns der Vortrag über Kindesmissbrauch in zweierlei Hinsicht als extrem problematisch auf: einmal wegen dem, was er enthält und gleichermaßen wegen dem, was er nicht enthält.

Es nicht herausfordern

Die Ansprache beginnt mit grundsätzlich vernünftigen Ratschlägen für Eltern. Es wird darauf hingewiesen, dass der Täter oft ein Bekannter und eine Vertrauensperson des Kindes sein kann und deutlich gemacht, bei welchen Verhaltensauffälligkeiten des Kindes die Alarmglocken schrillen sollten. Mögliche Situationen, die die Risiken eines Missbrauchs erhöhen, werden zur Diskussion gestellt und Eltern werden ermuntert, ehrlich, offen und altersgerecht ein Gespräch mit ihren Kindern über Sex zu führen.
Danach heißt es in dem Manuskript:

“Parents ask yourselves; Have I trained my children regarding what are proper displays of affection, the importance of wearing modest clothing, and the need for others to respect their privacy.”

„Eltern, fragt euch selbst; habe ich meinem Kind beigebracht, wie es seine Zuneigung auf angebrachte Weise zum Ausdruck bringt, wie wichtig es ist, angemessene Kleidung zu tragen und das Bedürfnis der anderen nach Privatsphäre zu respektieren.“

Beschütze Deine Kinder mit göttlicher Weisheit (5 Min)

Eltern haben eine gottgegebene Verantwortung, ihren Kindern beizubringen, was die Bibel über angemessenes sexuelles Verhalten sagt. (Eph 6:4) Kinder, auch kleine, verdienen es, das Richtige über Sex von ihren gottesfürchtigen Eltern zu lernen, bevor sie über das Internet, Fernsehen, Schule und Gleichaltrige falsch informiert werden. Ebenso können der soziokulturelle Hintergrund, Erziehung und Einfluss Gleichaltriger das Gespräch über sexuelle Angelegenheiten mit dem Kind erschweren; dennoch werden verantwortungsvolle, christliche Eltern dies tun. (w98 2/15 8-11)

Vermittle Deinem Kind altersgerechte Informationen, nicht als einmaliges Gespräch während seiner Teenager-Jahre, sondern als fortlaufende kleine Diskussionen, die sich schrittweise seinem Wissensstand anpassen (De 6:7). Eltern, fragt euch selbst; habe ich meinem Kind beigebracht, wie es seine Zuneigung auf angebrachte Weise zum Ausdruck bringt, wie wichtig es ist, angemessene Kleidung zu tragen und das Bedürfnis der anderen nach Privatsphäre zu respektieren.“

Im Wesentlichen fordert diese Ansprache Kinder auf, sich angemessen zu kleiden, um sexuelle Angriffe zu vermeiden. Die WTG suggeriert hier, dass Kinder, die nach ihrem Verständnis „unpassend“ bekleidet sind, eine Mitschuld an der eigenen Vergewaltigung tragen, da sie ihren Vergewaltiger verführt haben. Ein solcher Gedanke ist leider sehr verbreitet, wenn es um sexuelle Übergriffe geht. “Hast Du gesehen, was sie anhatte? Sie hat es doch herausgefordert, wenn wir ehrlich sind.“

Fakt ist: niemand wird jemals um einen sexuellen Übergriff bitten, egal was er trägt. So eine Haltung leistet einer Beschuldigung der Opfer Vorschub und führt dazu, dass diese – ohnehin nach dieser Tortur, auch oft noch mit Schuldgefühlen kämpfend – sich noch schlechter fühlen. Es spielt auch den Tätern in die Hände, die so etwas als Rechtfertigung und Ausrede zur Relativierung ihrer Schuld benutzen, welche eigentlich zentnerschwer auf ihnen liegen sollte. Es ist schlimm genug, dass erwachsene Missbrauchsopfer so behandelt werden, aber diese Geisteshaltung und Denkweise der Opferbeschuldigung auch auf Kinder anzuwenden, ist widerwärtig. Hinzu kommt der unglückliche Nebeneffekt, dass Kinder schon als sexuelle Wesen betrachtet werden, die verführerisch und anziehend wirken können, wenn sie in bestimmter Weise gekleidet sind – was ganz klar keine gesunde Einstellung ist, die man, wenn auch unbeabsichtigt, verbreiten sollte.

Offenkundige Versäumnisse

Die schwerwiegenden und offenkundigen Versäumnisse in den Regularien der WTG, die bei der ARC festgestellt wurden, werden in dem Vortrag nirgends aufgegriffen. Somit ist er nicht nur anzuprangern für das, was er enthält, sondern auch für das, was fehlt.

  • Nirgends werden die Eltern dazu aufgefordert, Kontakt mit der Polizei aufzunehmen, falls der Verdacht auf Missbrauch besteht oder sich das Kind diesbezüglich äußert.
  • Nirgends werden die Ältesten aufgefordert, die Polizei zu kontaktieren und Ermittlungen bestmöglich zu unterstützen, falls Missbrauchsvorwürfe an die Ältestenschaften durch öffentliche Stellen herangetragen werden.
  • Nirgends werden die Zuhörer über die aktuellen Regeln der WTG zum Umgang mit Kindesmissbrauch informiert.
  • Nirgendwo wird den Kindern versichert, dass die Ältesten sie unterstützen und die Anzeige bei der Polizei in ihren Namen machen, falls sie sich im Vertrauen an die Ältesten wenden.
  • Nirgends wird erwähnt, dass die Ältesten nur auf Grundlage von zwei Zeugen gegen den Täter vorgehen und in der Gemeinde aktiv werden.
  • Nirgends wird darauf hingewiesen, dass Älteste die Versammlung nicht vor Kinderschändern in den eigenen Reihen warnen dürfen, obwohl sie davon wissen, außer das Bethel fordert/genehmigt dies.
  • Nirgends wird erwähnt, dass bisher ein deutliches und systematisches Versagen bezüglich des Schutzes von Kindern ermittelt wurde, wie die ARC in den Fallstudien 29 und 54 zeigt.
  • Nirgends wird Opfern professionelle psychologische Hilfe oder Beratung als wirksame Hilfe empfohlen.
  • Nirgends in der Ansprache ist eine Entschuldigung an die tausende Opfer zu erkennen, die unter den Versäumnissen der WTG leiden (mussten).
  • Nirgends werden Missbrauchsopfer darüber informiert, welche Arten von Entschädigungen ihnen zustehen, wenn sie glauben, dass die Gesellschaft fahrlässig mit ihrem Fall umgegangen ist.

Die WTG versteht es immer noch nicht

Zusammengefasst lesen wir einen Vortrag, der auf der positiven Seite eine geringes Maß an nützlichen Informationen zu grundlegenden Fragen der Wachsamkeit und Gefahren verzeichnet, jedoch andererseits eine schlimme Form der Opferbeschuldigung enthält und eine „Anstandskultur“ bewirbt, welche Kinder sexualisiert und die Schuld des Täters relativiert.

Auch ist der ganze Inhalt auf die Verantwortung der Eltern und Familien fokussiert und greift die Verantwortung der Ältesten, als Vertreter der WTG, bei Bekanntwerden von Missbrauchsvorwürfen nicht auf. Und zuletzt behandelt diese Ansprache auch nicht im Geringsten, was nach einem derartigen Vorfall mit der Versammlung passiert, die mit Opfer und Täter weiter umgehen muss.

Kurzum: Wenn dieser Vortrag ein Indikator ist, dann hat die WTG keinerlei Intentionen, mit dem herannahenden Donnerwetter des Skandals und den massiven Anklagen sinnvoll umzugehen. Mit steigenden Gerichtskosten und der immer schlechteren Reputation der Marke „Wachtturm-Gesellschaft“, fragt man sich schon, was noch geschehen muss, bis die Leitende Körperschaft versteht, dass ihre veralteten Regeln zum Umgang mit Kindesmissbrauch keinen Platz mehr im 21. Jahrhundert haben.

Quelle: jwsurvey.org

„Sie wurde depressiv, als ich aus der Sekte austrat“

Francisco Ahumada war fast 30 Jahre lang Zeuge Jehovas. Als er austrat, wurde die Beziehung zu seiner Mutter schlechter. Sein Leben verbesserte sich jedoch sehr.

Wie viele Kinder mit ihren Eltern brechen, ist nicht untersucht – doch es kommt offenbar häufig vor. So gibt es inzwischen in Bern, Luzern, Winterthur oder St. Gallen Selbsthilfegruppen für Eltern oder Kinder, die unter der Funkstille leiden. Doch was bewegt Menschen zu einem so radikalen Schritt? Unzählige Leser sind unserem Aufruf gefolgt und haben erzählt, warum sie mit ihren Eltern gebrochen haben. 20 Minuten stellt drei von ihnen in einer Porträtserie vor – dies ist Teil drei, Teil zwei finden Sie hier.

Seit etwa fünf Jahren herrscht zwischen Francisco Ahumada und seiner Mutter endgültig Funkstille: «Als meine Schwester sich scheiden liess, sagte meine Mutter, dass sie nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte. Da habe ich den Kontakt abgebrochen», sagt der 42-jährige Zürcher.

Die Scheidung machte Franciscos Mutter wütend, weil sich die Schwester von einem Zeugen Jehovas scheiden liess. «Meine Mutter ist als Zeugin aufgewachsen und ist bis heute in der Sekte.» Francisco begann mit 28 Jahren, sich von seiner Mutter und den Zeugen loszulösen. «Ich begann, vieles zu hinterfragen, besonders das Verbot von Bluttransfusionen. Wenn mein Kind eine Transfusion braucht, wieso ist es dann richtig, es sterben zu lassen?», fragt er.

 

Prügeln war Männersache, die Mutter hat nur gelacht

Schon zuvor, mit 17, hatte Francisco begonnen, in der Schule und Lehre Freundschaften ausserhalb der Sekte zu schliessen. «Bei den Zeugen gelten alle ausserhalb der Sekte als böse und meine Mutter billigte meine Freunde nicht.» Francisco genoss aber mit 17 etwas mehr Freiheit, nachdem sein strenger Vater Suizid begangen hatte. «Ich war nicht allzu traurig über seinen Tod, eher erleichtert. Mein Vater war ein Tyrann», sagt Francisco.

«Die Zeugen nehmen die Bibel wortwörtlich. Das heisst, es gab sehr viel Prügel vom Vater, wenn wir Kinder nicht gehorchten», erklärt er. «Als ich sieben Jahre alt war, begrüsste ich einmal nach der ‹Versammlung› eine ‹Schwester› nicht. Da gab es zu Hause fürchterliche Prügel mit dem Gürtel, ich hatte überall blaue Streifen und Flecken.» Ein weiteres Mal habe sich Francisco heftige Prügel eingefangen, weil er ein Stück fettiges Fleisch nicht essen wollte. Die Mutter sei nie handgreiflich geworden. «Prügeln war Männersache, meine Mutter stand aber daneben und lachte.»

 

Entweder Austritt oder Selbstmord

Auch sonst hat Francisco keine guten Erinnerungen an sein Leben als Zeuge Jehovas: «Wir mussten jede Woche fünf Stunden in die Bibellektion und dazu auch noch bei den Leuten missionieren.» Irgendwann stand Francisco selbst an der Schwelle zum Suizid. «Ich stand vor der Entscheidung: Entweder Austritt oder Selbstmord. Als ich offiziell ausgetreten bin, fiel meine Mutter in eine Depression.»

Francisco fühlt sich heute freier und glücklicher. «Ich verspüre zwar keinen Hass gegenüber meiner Mutter, aber ich vermisse sie auch nicht. Elterliche Liebe bekomme ich von meinen Schwiegereltern.» Francisco ist inzwischen verheiratet und hat selbst drei Kinder. «Ich habe mich mit 18 in eine ‹weltliche, böse, vom Teufel geschickte›, wunderschöne Frau verliebt. Fast zehn Jahre später, als ich mich von der Sekte löste, haben wir geheiratet und sind bis heute zusammen», sagt Francisco.

Nach einem Unfall konnte er nicht mehr in seinem Beruf als Fahrer im Behinderten-Transport arbeiten und ist jetzt Hausmann. Er hat durch andere Formen der Spiritualität seinen inneren Frieden gefunden. «Ich glaube zwar weiter an eine höhere Macht, aber ich werde meine Kinder nicht religiös erziehen. In meinem Haus ist keine Bibel zu finden.»

Quelle: 20min.ch

Missbrauchswelle bei den Zeugen Jehovas Basel: Wachturmverteiler gar nicht wachsam

Gut gekleidet, harmlos lächelnd ziehen sie durchs Quartier, klingeln am Wochenende hier und dort und verteilen den Wachtturm in Basler Haushalte. In den beiden Basel leben und missionieren 1’400 Zeugen. Die Fragen zur Endzeitsekte Zeugen Jehovas haben Rekordhöhe erreicht, nachdem weltweit Missbrauchsfälle bekannt wurden.

«Wenn die Zeugen Jehovas im öffentlichen Raum auftreten, wirken sie mit ihren Klappplakaten und Broschüren eigentlich harmlos», erklärt Susanne Schaaf von der Beratungsstelle Infosekta in Zürich. Auch ein erstes Gespräch könne durchaus harmlos und freundlich verlaufen, erst später folge eine eigentliche Verengung des Denkens und Fühlens. «Die Normen in der Glaubensgemeinschaft werden strikt umgesetzt», sagt die Psychologin und Sektenexpertin. Die Statistik der Beratungsstelle zeigt, dass es im vergangenen Jahr zu 44 Erstanfragen betreffend Zeugen Jehovas aus Basel kam. Neben den Zeugen Jehovas sei auch die Eröffnung der Ideale Org der Scientologen im Frühjahr 2015 ein Thema gewesen und auch rund ums «Praise Camp» in der Messe habe es einige Anfragen gegeben.

Schweizweit sind die Erstanfragen zu den Zeugen Jehovas am stärksten. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Zeugen Jehovas wegen sexuellen Übergriffen und vor allem dem problematischen Umgang mit den Vorfällen immer mehr in die Schlagzeilen geraten. Die Ansichten der Wachtturm-Gemeinschaft zur Sexualität sind zwar rigoros. So wird Jugendlichen empfohlen: «Gemäß der Bibel ist Sex nur etwas für Mann und Frau, die miteinander verheiratet sind (Sprüche 5:18). Wer also Gott gefallen möchte, wird erst dann sexuell aktiv, wenn er/sie verheiratet ist». Und auch sonst solle man die Finger voneinander lassen, wie die Website der Zeugen zu Sex und Moral erklärt: « Wer schon Sex hatte — und dazu zählt eben auch Oralsex und Analsex sowie das Befriedigen einer anderen Person — kann nicht von sich behaupten, noch Jungfrau zu sein.»

Rigorose Normen und Gebote

Diese verklemmte Weltsicht passt zur Idee, die gegenwärtige Weltordnung sei nur vorübergehend. Die selbsternannte Wachtturm-Gesellschaft wartet auf das Reich Jehovas. Dieses wird dann von Jesus und genau 144’000 Mitherrschern regiert werden. Um ein solcher Mitherrscher zu werden, strampeln sich die Zeugen Jehovas Tag für Tag ab. Der getaufte Zeuge lebe in einer Welt von engen Normen und rigorosen Geboten. Für Infosekta ist darüber hinaus äusserst problematisch, dass die Zeugen Jehovas eine eigene Gerichtsbarkeit kennen. Während in Australien über 500 sexuelle Übergriffe von den Tätern gestanden worden waren, tun sich andere Länder noch schwer mit Untersuchungen gegen die Gemeinschaft.

Für Susanne Schaaf ist problematisch, dass die Zeugen sehr patriachalisch und hierarchisch funktionieren. Etwa, dass die Rolle von Frauen und Mädchen systematisch geschwächt wird. Innerhalb der Gemeinschaft werde ein Vorwurf von sexuellem Missbrauch nur untersucht, wenn es zwei Zeugen gebe. Gibt es neben dem Opfer keinen Zeugen, werde der Fall einfach in Jehovas Hände gelegt. Es liegt allerdings in der Natur der Sache, dass bei sexuellem Missbrauch ausser den Beteiligten kaum weitere Zeugen gibt. Die Regel funktioniert somit im Sinne des Täterschutzes. In einem Schreiben der Organisation vom Herbst 2016 an die Ältesten werden verschiedene Anweisungen festgehalten, wohl als Folge der Ergebnisse der Untersuchungskommission: So sei den Opfern oder deren Eltern neu explizit erlaubt, Anzeige bei den Behörden zu erstatten. Oder dass der Missbrauch dann angezeigt werden soll, wenn es die Rechtsprechung des Landes erfordert. Und dass ein minderjähriges Opfer nicht mehr vom Ältesten alleine befragt wird, sondern ein Elternteil zugegen ist. Jedoch erst kürzlich bestätigte der Zeugen Jehovas-Sprecher Terrence O’Brien vor der Kommission, dass die Zwei Zeugen-Regel von den Schriften verlangt und daher nicht abgeändert werde – das sei die Position.

Unvermeidlich traumatisierend

Mittlerweile laufen auch in den USA Dutzende von Verfahren wegen des Missbrauchs von Kindern. Innerhalb der Gemeinschaft seien die Kinder und Frauen zu wenig geschützt, sagt Susanne Schaaf. Das belegen auch die aufgedeckten Fälle aus Australien: Es sei «unvermeidlich traumatisierend», dass die minderjährigen Opfer der sexuellen Übergriffe bei der Befragung dem Täter gegenübertreten müssten und ausschliesslich von Männern befragt würden.

Während in der Schweiz noch kaum Fälle bekannt geworden sind, herrscht in Deutschland Aufruhr. So berichtet eine ehemalige Zeugin auf der Plattform Silent Lambs davon, wie ihre Tochter von einem Glaubensbruder missbraucht worden sei, der ihrer Tochter eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen wollte, so sagt Cornelia Wagner: «Sie müssen sich vorstellen, ich steh und mach meine Bügelwäsche, mach meinen Abwasch und dieser junge Mann ist im Zimmer meiner Tochter, liest ihr Geschichten vor und missbraucht sie im Zimmer weiter.» Ihre Tochter ergänzt: «Ich hab auf eine gewisse Weise gewusst, dass es nicht recht ist, was der macht. Aber ich war irritiert, bei den Zeugen Jehovas gab’s ja so was nicht.»

Verhängnisvolle, abgeschottete Welt

Das Opfer Ursel Wagner erklärt: «Wie die Leute damals damit umgegangen sind, das macht mich heute noch wütend. Ich bin mir sicher, wir hätten bestimmt einige Mädchen schützen können. Und es ist nichts passiert, gar nichts.» Trotz der weltweiten Enthüllungen geben sich die Zeugen unbelehrbar, so sagt Cornelia Wagner: «Also, man hat uns sehr spüren lassen, dass wir auf einmal zu, dass die Rolle umgedreht wird, dass wir Täter werden. Wir sind Ankläger und das passte überhaupt ja gar nicht in dieses perfekte Bild.»

Für Susanne Schaaf und Infosekta ist klar, dass die totalitären Strukturen Gewalt gegen Kinder und mangelnden Schutz der Opfer begünstigen. In ihrem Alltag hat sie vor allem mit persönlichen Dramen zu tun: «Wenn die Leute aussteigen wollen, so stehen viele plötzlich vor dem Nichts.» Den Ausstiegswilligen fehle generell die Unterstützung, da sie ja über Jahre in der Organisation sozialisiert worden seien. Die Missbrauchsbeispiele zeigen, wie verhängnisvoll eine derart abgeschottete Welt sein kann.

Quelle: barfi.ch

Zeuge Jehovas, der beinahe wegen abgelehnter Bluttransfusion starb, kritisiert „schädliche“ Lehre der Organisation

Ein Mann, der beinahe gestorben wäre, nachdem er eine Bluttransfusion verweigert hatte, kritisiert die „schädliche“ Praxis der Religionsgemeinschaft Zeugen Jehovas, welche ihm die Transfusion untersagt hatte. Phil Dunne war ein treuer Zeuge Jehovas, damals vor fünf Jahren, als bei ihm Krebs diagnostiziert wurde. Die Ärzte sagten ihm, dass er sterben würde, wenn er keine Bluttransfusion annehme, um die inneren Blutungen, die durch einen Magentumor verursacht wurden, zu verhindern. Zeugen Jehovas ist es untersagt, Bluttransfusion anzunehmen „auch wenn es um Leben und Tod geht“. Die Gemeinschaft verzeichnet rund 8,3 Millionen Anhänger/innen.

In einem Gespräch mit RTÉ Radio One’s Liveline beschrieb Dunne, wie er damals bereit war, eher zu sterben, als gegen die Lehre der Organisation zu verstossen. „Ich hatte damals meinen letzten Willen für meinen Schwiegervater niedergeschrieben, weil ich zu schwach und bettlägerig war. Ich gab ihm alle Anweisungen, was zu tun sei, und habe mich darauf vorbereitet, sterben zu müssen“. Dunne, der ursprünglich aus County Wicklow (Anm: eine Grafschaft in Irland) stammt und in den Staaten aufwuchs, war damals ein aktives Mitglieder seiner Religionsgemeinschaft und besuchte die Versammlungen der Zeugen Jehovas, seit er sieben war.

Er berichtete, dass er vier Tage im Spital verbracht hatte, bis die Ärzte über alternative Behandlungsmethoden nachdachten, die keine Transfusion beinhalteten. „Ich glaube, sie (die Ärzte) hatten gehofft, ich würde zusammenbrechen und letztendlich die Bluttransfusion akzeptieren. „Sie beschlossen, eine sehr intensive, gezielte Bestrahlung einzusetzen und das Tumorgewerbe so rasch zu verkleinern, dass sie in der Lage sind, die Blutungen zu stoppen. Dann wäre es mir möglich, eine Chemotherapie zu beginnen, um den Krebs wirksam zu kontrollieren, sobald sie mich stabilisiert haben“. Die Ärzte hätten dies als „allerletzte“ Lösung betrachtet. Das Verfahren erwies sich als erfolgreich: Dunne lebt seither ohne Krebs.

Diese Erfahrung führte Dunne aber dazu, sein Engagement in der Gemeinschaft zu überdenken. „Alle um mich herum waren so stolz auf mich, ich wurde ein leuchtendes Beispiel für treuen Glauben. Das war schon schräg, denn innerlich lagen meine Gefühle im Widerstreit. Es fühlte sich so an, wie wenn Du hinaus auf die Strasse trittst und jemand zerrt Dich weg, kurz bevor Dich ein Bus überfahren hätte. Ich fragte mich: Wenn ich damals ohne Grund gestorben wäre, hätte ich tatsächlich an die Lehre geglaubt?“

Allmählich wurde Dunne desillusioniert in Bezug auf seinen Glauben. Zwei Jahre später verliess er die Religionsgemeinschaft. Dies führte zur Scheidung, und er verliess die Gegend, in der er gelebt hatte. „Ich gelangte an einen Punkt, wo ich nicht mehr mit der Heuchelei leben konnte, dass ich etwas predigte, an das ich gar nicht glaubte. Sie versetzen Dich wirklich in Angst und Schrecken, ja niemandem zu , dass Du irgendwelche Zweifel hegst. Also habe ich das vor den anderen über lange Zeit verborgen gehalten. Deswegen bin ich psychisch zusammengebrochen, habe mich jämmerlich verhalten, es ging mich wirklich nicht gut – und das beeinflusste meine Ehe negativ.“

Wenn jemand beschliesst, die Zeugen Jehovas zu verlassen, dann sei er so gut wie „exkommuniziert“, gemäss den Aussagen von Dunne. „Sie können Dich offiziell ächten, sie nennen das Gemeinschaftsentzug (dis-fellowshipping). Es ist im Grunde dasselbe wie Exkommunikation. Niemand sollte mehr mit Dir reden. Du selber sollst auch nicht Hallo sagen, wenn Du sie auf der Strasse antriffst. Wenn die Leute erfahren, dass Du Dich selbst distanzierst, nehmen sie an, dass Du ein sog. Abtrünniger bist. Du bist das, was sie als ‚psychisch kranke Person‘ beschreiben.“

Dunne führte weiter aus, dass er „nichts gegen einzelne Zeugen habe“, er sei aber überzeugt, dass die Lehren der Organisation „schädlich sein können“. Dunne: „Menschen müssen sich der Gefahren, die mit solchen Organisationen verbunden sind, bewusst sein.“

Quelle: independent.ie

An die leitende Körperschaft

Wahrheiten jetzt! ist dankbar dafür, dass die Wachtturm-Gesellschaft der Website so viel Aufmerksamkeit gibt. Die Themen auf dieser Website müssen die Wachtturm-Gesellschaft so sehr stören, dass sie alles daran setzen den Betreiber in Gerichtsprozesse zu ziehen um ihm hohe Geldstrafen (bis zu 250.000€) oder ersatzweise 6 Monate Haft anzudrohen. Liebe leitende Körperschaft, D. H. Splane, A. Morris III., D. M. Sanderson, G. W. Jackson, M. S. Lett. S. F. Herd, G. Lösch und G. H. Pierce:

Die Wahrheit steht von alleine aufrecht, nur die Lüge braucht Gesetzesschutz!

Erwartet Gott und Jesus das von euch? Hätte Jesus so gehandelt? Ihr sagt von euch selbst das ihr vom "Geist geleitet" seid. Ihr sagt selbst das ihr geistgesalbte Christen seid. Ihr sagt selbst das die Bibel über allem steht. Warum macht ihr euch dann selbst, durch Gerichtsprozesse lächerlich? Warum versucht ihr erneut zu richten? Warum wollt ihr nicht in die Fußstapfen Jesu treten, der so mild gesinnt war?

"Nun hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Da sprach Jesus zu Petrus: Steck das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?" (Johannes 18:10, 11)

Da ihr euch offensichtlich auf dem Weg der Finsternis befindet, wünscht euch Wahrheiten jetzt! sehr baldig, Jesus anzuerkennen und ihm nachzufolgen, um dem Willen des Vaters zu tun!

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